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Fußball, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, SG Dynamo Schwerin, Spielbericht, TSG Neustrelitz

Die ersten drei Ostereier haben die Neustrelitzer TSG-Oberligisten im Nest. Gestern Abend besiegten sie im heimischen Parkstadion vor rund 350 Zuschauern Dynamo Schwerin mit 3:1 (1:1) und klettern damit in der Tabelle aufs Treppchen (Strelitzius berichtete kurz).
Unsere Strelitzer Jungs legten einen rasanten Start hin. Bereits in der 2. Minute hatte der Neustrelitzer Torjäger vom Dienst Manuel Härtel den ersten Riesen, knapp vorbei. In der 17. Minute trifft Luca Müller per Kopfball die Latte des Dynamo-Gehäuses. Ab der 30. Minute die Gäste nach einer Gelb-Roten dezimiert, dennoch finden sie immer besser ins Spiel und es zeichnet sich ein zähes Ringen ab. In der 38. Minute verwandelt Justus Guth, der sich gestern mit Nils Röth die Kapitänsrolle teilte, dann einen Foulelfmeter zur längst fälligen Führung für die Hausherren.
Aber nur sieben Minuten später stellt Schwerins Spielführer Mario Schilling per Kopf den Ausgleich her. Zuvor hatte sich Miguel Da Silva Telinhos, der gestern den Kasten der Neustrelitzer hütete, bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze, der die Lücke fand, auszeichnen können. Mit dem Pausenpfiff hat Härtel noch eine Chance, 1:1 ging es dann in die Kabinen.
Feines Tor von Höfer
Kaum wieder auf dem Platz, macht Nick Höfer nach langem Pass auf ihn mit Übersicht ein wirklich feines Tor für die TSG. Dennoch bleiben die Schweriner mit gelegentlichen, blitzartig vorgetragenen Vorstößen gefährlich, von Unterzahl wenig zu merken. Die Gastgeber müssen höllisch aufpassen. Erst in der 83. Minute kann der im Strafraum rabiat von den Beinen geholte Manu Härtel, der zuvor mit der ihm eigenen Urgewalt schon durchgebrochen war und den Torwart leider nur anschießen konnte, mit einem weiteren Foulelfmeter den Sack zumachen. Hier hätte es vom ansonsten mit Karten nicht sparenden Schiedsrichter Max Goroncy für den Schweriner Verursacher des Strafstoßes Rot geben müssen. Noch ein Riese für Torben Gäbel, aus Nahdistanz erheblich über die Latte. Mit viel Dampf in der Schlussphase sichert die TSG Neustrelitz den Erfolg.
Vermisst im Aufgebot habe ich gestern Abend Kevin Akogo. Kein Grund zur Besorgnis. Dem etatmäßigen Mittelfeldspieler hatte Coach Thomas Franke nach dem kräftezehrenden Pokalfight am vergangenen Sonntag wegen erkennbarer Erschöpfung eine Erholungspause verordnet.
Mit Bravour Vorgabe erfüllt
„Wir hatten für heute die Vorgabe vom Trainer-Team, die drei Punkte zu holen, und die haben wir mit aller Bravour erfüllt“, sagte mir Justus Guth kurz und knapp nach der Partie. Coach Thomas Franke zollte zunächst dem Gegner Respekt, der trotz Unterzahl nicht zugelassen habe, dass die TSG das Spiel klar dominiert. „Es war ein schweres Spiel für uns, eine schwere Geburt, aber unsere Jungs haben Einsatz und Leidenschaft gezeigt. Der momentane Zustand des Platzes lässt auch nicht den besten Fußball zu. Die drei Punkte nehmen wir natürlich gern mit und freuen uns jetzt auf das nächste Heimspiel am Ostersonntag ab 13 Uhr hier im Parkstadion gegen Viktoria Berlin, um hoffentlich noch einen Dreier einzufahren.“ Der aktuell 3. Platz in der Tabelle sei zumindest „eine schöne Momentaufnahme“.
Das letzte Wort habe ich TSG-Präsidiumsmitglied Hauke Runge gegeben: „Ein an Emotionen reiches Spiel, die Schweriner haben gekämpft, die wollten was reißen, aber wir hatten mehr Chancen, waren letztlich überlegen. Unser Sieg war verdient. Und was die Tabellensituation der TSG angeht, so ist die einfach nur bemerkenswert, wenn ich nur an die Unkenrufe in der ersten Halbserie denke.“




