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Fotos: Stadt Neubrandenburg

Der Badehaussteg am Tollensesee in Neubrandenburg wird umfassend instand gesetzt. Die Arbeiten beginnen nach derzeitiger Planung am Montag, 5. Oktober. Für die gesamte Bauzeit muss der rund 138 Meter lange Steg gesperrt werden. Die Vier-Tore-Stadt investiert rund 1,65 Millionen Euro in die Erneuerung. Bis April 2027 und damit rechtzeitig vor Beginn der kommenden Saison sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Grundlage für die Sanierung sind die regelmäßig vorgeschriebenen Bauwerksprüfungen. Dabei wurde ein sehr schlechter Zustand des Steges festgestellt. Insbesondere die Betonplatten weisen starke Schäden auf und sind in ihrer Tragfähigkeit eingeschränkt. Ohne eine Instandsetzung wäre perspektivisch eine Stilllegung beziehungsweise Sperrung des Steges erforderlich.

Überbau wird weitgehend erneuert

Im Zuge der Arbeiten werden zunächst die vorhandene Beleuchtung, das Geländer und die Betonflächen zurückgebaut. Auch Teile des Stahltragwerkes werden entfernt. Anschließend wird der Überbau des Steges neu hergestellt.

Erhalten bleiben die vorhandene Gründung aus Stahlrohren, die Dalben sowie die technischen Anlagen der Fontäne. Nach einem Aufmaß werden die vorhandenen Gründungspfähle an die neue Konstruktion angepasst. Zwei korrodierte und nicht mehr tragfähige Stahlpfähle werden ersetzt. Der neue Überbau wird als Stahlträgerrost mit aufgelegten Betonplatten hergestellt. Die Instandsetzung erfolgt damit nach dem gleichen Prinzip wie bei den 2020 erneuerten Stegen in Klein Nemerow und Gatsch Eck.

Strom- und Wasseranschluss für die Schifffahrt nach heutigen Standards

Neben der Tragkonstruktion erhält der Badehaussteg ein neues Geländer und eine neue Beleuchtung. Zudem werden Strom- und Wasseranschlussmöglichkeiten für die Schifffahrt nach heutigen Standards hergestellt.

Der Badehaussteg wurde 1972 als Nachfolger eines hölzernen Steges errichtet. Eine grundlegende Erneuerung hat seitdem nicht stattgefunden. Vor etwa 15 bis 20 Jahren wurden lediglich kleinere Teilsanierungen vorgenommen, bei denen einzelne Betonplatten ausgetauscht wurden. Mit der jetzt beginnenden Maßnahme wird der Steg erstmals umfassend instand gesetzt. Den Auftrag führt die Stahl- und Wasserbau Roock GmbH aus Wolgast aus.