
Auf das Stück habe ich mich schon lange gefreut. Und mit jeder positiven Nachricht dazu aus Neubrandenburg steigerte sich die Spannung. Am gestrigen Freitagabend hat „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann nach umjubelten Vorstellungen im Schauspielhaus nun endlich seine Neustrelitz-Premiere erlebt.
Schön, wenn sich Erwartungen erfüllen. Das Publikum im ausverkauften Landestheater feierte die Inszenierung von Karin Herrmann mit stehenden Ovationen, auch zwischendurch waren immer wieder Beifall und Hochrufe aufgebrandet. Mehr Frauen als Männer im Haus, auf ihre Kosten gekommen sind unter Garantie beide Geschlechter. Immerhin, es ging mehr als 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung immer noch auch um nichts Geringeres als Achtung und Anerkennung für den Osten, die Menschen von hier und ihre Lebensleistung. Wohl nicht vom Tisch, das Thema, misst man den Applaus.
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