Am kommenden Mittwoch, 10. September, gibt es in Neustrelitz das nächste Gruppenangebot im Rahmen des Bundesprogramms Stärkung der Teilhabe älterer Menschen (kurz STäM). Treffpunkt ist von 14 bis 16 Uhr in den Räumlichkeiten der ISBW gGmbH, Strelitzer Straße 2-4 (über dem Lidl, 2. OG), 17235 Neustrelitz. Im Rahmen eines Erzähl-Cafés gibt es einen Impulsvortrag mit Informationen zur Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Der Demonstrationszug am Kunsthaus in der Schloßstraße.
Rund 500 Menschen sind heute anlässlich des Christopher Street Days bunt und fröhlich durch Neustrelitz gezogen und haben sich neben der Forderung nach Gleichberechtigung unmissverständlich für die Demokratie eingesetzt. Die Würde des Menschen steht dann auf dem Spiel, wenn wir rechtspopulistischen Parteien mehr Einfluss geben, so die Grundaussage anlässlich der morgen bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen in MV. Die Demonstranten forderten ihre Mitbürger dazu auf: Überzeugt potentielle Nichtwähler, nehmt sie an die Hand und geht mit ihnen ins Wahlbüro.
Es ging vom Bahnhofsplatz über die Augustastraße und die Bruchstraße zum Marktplatz, wie mir mein Strelitzius-Korrespondent berichtet. Dort gab es diverse Ansprachen. Dann zogen die CSD-Demonstranten weiter über die Strelitzer Straße zum Kubus, die Tiergartenstraße zum Buttelplatz, An der Promenade entlang über die Seestraße und erneut über den Markt zum Kunsthaus in der Schloßstraße, wo zur Stunde noch fröhlich gefeiert wird.
Anlässlich der Straftat vom 29. Juli, bei der am Neubrandenburger Bahnhof eine Regenbogenflagge gestohlen und durch eine Hakenkreuzflagge ersetzt worden war, und mit Blick auf den am kommenden Sonnabend stattfindenden Christopher Street Day (CSD) in Neubrandenburg appellieren Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Silvio Witt, Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, sowie Alfonso Pantisano, Queer-Beauftragter des Landes Berlin, ein Zeichen der Demokratie, Akzeptanz und Vielfalt zu setzen. Sie verbinden damit einen Aufruf an alle Demokratinnen und Demokraten, den CSD in Neubrandenburg zu besuchen.
Stefanie Drese: „Diskriminierende Taten gegenüber der queeren Gemeinschaft sind abstoßend und absolut inakzeptabel. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und Neubrandenburg werden nun erst recht schrill, laut und fröhlich feiern und damit entschlossen für Vielfalt und Toleranz einstehen.“
„Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen zeigen, dass wir Demokratie jeden Tag neu mit Leben füllen und auch verteidigen müssen“, so Silvio Witt. „Ich stelle mich entschieden gegen alle Personen und Gruppen, die unsere vielfältige Stadtgesellschaft spalten wollen und werde mich weiterhin mit ganzer Kraft für eine tolerante und weltoffene Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg stark machen.“
Alfonso Pantisano: „Solidarität ist gerade jetzt wichtiger denn je. Wenn anstelle einer Regenbogenflagge eine Hakenkreuzfahne gehisst wird und mit Hilfe hanebüchener Geschichten Hass und Hetze verbreitet werden, müssen wir aufstehen und unsere Demokratie schützen.“
Dr. med. Michael Hunze (links) und Dr. med. Ronald Wischer mit den Bildern und der Skulptur für die stille Auktion. Foto: DBK Neubrandenburg
Über die Gestaltung seines Sprechzimmers hat sich Dr. med. Ronald Wischer noch keine Gedanken gemacht. Anfang Mai übernahm der Facharzt für Innere Medizin die Hausarzt-Stelle von Dr. med. Michael Hunze im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Friedrich-Engels-Ring 12 in Neubrandenburg und damit auch die Bilder an den Wänden und eine Skulptur. Dabei handelt es sich zwar nicht um teure Kunst, aber Exponate, die Michael Hunze sowie seine Patientinnen und Patienten begleitet haben und mit Erinnerungen verbunden sind.
In seinen Sprechstunden ist Ronald Wischer schon wiederholt gefragt worden, was denn aus diesen Dingen wird. So entstand die gemeinsame Idee der beiden Mediziner, den Besucherinnen und Besuchern der Praxis die Bilder und die Skulptur ab Juli in einer stillen Auktion im Wartebereich anzubieten und den Erlös der Aktion „Wünschewagen“ zukommen zu lassen, mit der schwer kranken Menschen letzte Wünsche erfüllt werden. Bis Ende des Jahres sollen Interessenten ihre Gebote abgeben können.
Die beiden Kunstdrucke mit Bildern des Malers Lovis Corinth hat Michael Hunze vor Jahren für das Sprechzimmer ausgesucht, weil eins davon die Müritz zeigt. Den Luzerner See wählte er passend dazu. Auf dem großen Foto im Kunststoff-Druck ist das Kloster Gergeti in Georgien zu sehen. Der Mediziner hat es selbst bei einer Reise vor mehr als sechs Jahren gemacht. Der Blick in die Ferne von seinem Schreibtisch aus war für ihn oft eine kleine Atempause im Praxisalltag. „Die Skulptur ist eine Töpferarbeit einer Patientin, die ich bis zu ihrem Tod begleitet habe“, erzählt er. Jahrelang habe er das Geschenk als Erinnerung bewahrt, jetzt sei ein guter Zeitpunkt, es für einen guten Zweck abzugeben.
Der Allgemeinmediziner Dr. med. Michael Hunze hat sechs Jahre lang als Hausarzt am MVZ gearbeitet, das zur Poliklinik am Dietrich Bonhoeffer Klinikum gGmbH gehört (ein Tochterunternehmen des Klinikums). Sein Nachfolger Dr. med. Ronald Wischer war zuletzt in der Inneren Medizin am DBK beschäftigt und freut sich, künftig als Hausarzt tätig zu sein.
Auch in diesem Jahr erreichten uns Meldungen wie die, dass ein Kind und sein Vater, der es retten wollte, bei dem Versuch ertrunken sind. Das Tragische daran war, dass beide nicht schwimmen konnten. Der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, ist größer geworden. Auch, weil wegen der Corona-Pandemie der Schwimmunterricht in den letzten drei Jahren nicht stattfinden konnte.
Schwimmen ist überlebenswichtig!
Wer nicht schwimmen kann, dem bleibt auch der Zugang zu einem Teil unserer Welt verwehrt. Damit sind nicht nur Schwimmhallen, Spaß- und Freibäder und der Urlaub am Meer gemeint, sondern auch die gesamte Palette der Sportarten in Flüssen, Seen und Meeren.
In den 23 Schwimmkursen der DRK-Wasserwacht des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V., die jährlich in dem Zeitraum von Juni bis September an den Standorten Neustrelitz, Feldberg, Röbel (Müritz) und Waren (Müritz) stattfinden, erlernen Kinder und Jugendliche das Schwimmen oder bauen ihre Schwimmfertigkeit aus. In den Kursen für Anfänger/ Neueinsteiger können sich die Kinder auf die Reise zum Erlernen des Schwimmens begeben.
Dort werden die Grundfähigkeiten des Schwimmens, das Tauchen und das Springen vom Steg/ Beckenrand trainiert und geübt. Ziel soll es sein, den Kindern spielerisch und in Kleingruppen die Angst vor dem Wasser zu nehmen und die Vertrautheit mit dem Element zu schulen.
Der Lions-Club Neustrelitz Mecklenburg-Strelitz, welcher in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert, hat in Zusammenarbeit mit der DRK-Wasserwacht eine Spendenaktion „Schwimmkurse“ initiiert. Zahlreiche Spenden sind bereits eingegangen. Damit können wir Kindern, deren Familien nicht die nötigen finanziellen Mittel und keine Fördermöglichkeiten haben, eine Teilnahme an den Schwimmkursen am Glambecker See ermöglichen.
Die Anmeldung der Kinder unter Angaben des Namens und des Alters des Kindes und des Zwecks „Geförderter Schwimmkurs“ kann bei der DRK – Wasserwacht per E- Mail unter: w.mahnke@drk-msp.de oder telefonisch unter 03981/2871148 erfolgen.
Der Lions-Club Neustrelitz Mecklenburg-Strelitz hat für seine Spendenaktion und für diesen guten Zweck ein Spendenkonto eingerichtet und bitte um weitere Spenden. Alle Spenden gehen zu 100% an das DRK – Wasserwacht zu Förderung der Schwimmkurse.
Die Aktiven vor der Vierrademühle: Bianka Haisch, Julia Blümlein, Fanny Walter, Christian Jenewsky, Jan Kirchstein, Andrea Hellmann (von links). Foto: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg hat gemeinsam mit dem FreiRaum e.V. die Grundlage zur Reaktivierung der Räumlichkeiten des ehemaligen Kornhuses in der Vierrademühle geschaffen. Im Rahmen des Bundesmodellprojekts „Zukunftswerkstatt Kommunen – attraktiv im Wandel“ (ZWK) wird das ehemalige Café in den kommenden Monaten als Begegnungs- und Veranstaltungsort zugänglich gemacht.
Die Grundidee des Projekts „Offene Mühle“ ist es, die Räumlichkeiten multifunktional zu gestalten und sie verschiedenen Altersgruppen entsprechend ihrer Nutzungsvorstellungen zur Verfügung zu stellen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf Veranstaltungen für Jugendliche und Familien sowie Studenten oder Senioren, sondern vor allem auf einem generationenübergreifenden Austausch. Insbesondere das gesellschaftliche Miteinander und die Belebung des sozialen Umfeldes sollen dadurch gefördert werden – Aspekte, die während der Pandemie durch Isolation und social distancing stark beeinträchtigt waren.
Begegnungsstätte ein zentrales Bürgeranliegen
Erst vergangenen Oktober hatte sich der Stadtteilarbeitskreis Mitte/West gegründet, aus dem der Impuls für die „Offene Mühle“ als erstes großes Projekt entstammt. Ein Ergebnis der Treffen im Rahmen von ZWK und diesem Arbeitskreis war der vielfach aufgegriffene Bürgerwunsch nach einem Begegnungsort, wie er nunmehr geschaffen wird. Passenderweise standen die Räumlichkeiten in der Vierrademühle zu Verfügung, deren Lage für die Bürgerinnen und Bürgern durch die Nähe zur Innenstadt und die Stadtteile Jahnviertel und Am Oberbach kaum besser sein könnte.
Dank der Unterstützung durch das Landesprogramm „Re-Start Lebendige Innenstädte M-V“ ist die Förderung des Projekts bis Ende 2023 gesichert. Aufgabe aller Beteiligten wird es nun sein, die Bewirtschaftung der Räumlichkeiten über die nächsten Jahre auf ein finanziell solides Fundament zu stellen.
Mitwirkende gesucht
Vor diesem Hintergrund versteht sich der FreiRaum e.V. als koordinierender Verein für die Startphase und gleichzeitig als Startrampe auf dem Weg zu einer Trägervielfalt, die eine langfristige Bewirtschaftung durch eine Kooperation vieler Akteure sicherstellt. Interessierte Vereine und Personen sind herzlich eingeladen, sich direkt an den Verein über den Projektleiter Jan Kirchstein (kontakt@offene-mühle.de) zu wenden.
Ein offizieller Eröffnungstermin für die „Offene Mühle“ steht indes noch nicht fest. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Einrichtung der Räumlichkeiten und die inhaltliche Belebung durch eine Veranstaltungsplanung.
Hintergrund
Seit September 2021 ist die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg eine von insgesamt 40 Kommunen in ganz Deutschland, die durch das Bundesmodellprojekt „Zukunftswerkstatt Kommunen – attraktiv im Wandel“ (ZWK) begleitet und unterstützt wird.
Bis zum Ende des Jahres 2024 soll eine Strategie entwickelt werden, die die Vier-Tore-Stadt bei der Bewältigung des demografischen Wandels unterstützt, Entwicklungspotenziale fördert und Zukunft neugestaltet. Ziel ist es, spezifische Konzepte und Visionen für Neubrandenburg zu erarbeiten, um neue Halte- und Anziehungsfaktoren zu finden und die Auswirkungen des demographischen Wandels abzumildern.
Mit Hilfe eines sogenannten Werkstattplans wurden in mehreren Workshops Maßnahmen erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen. Ein langfristiges strategisches Ziel ist dabei die Gründung eines Zukunftsausschusses, um auch nach der Projektlaufzeit weiterhin aktiv an relevanten Themen zu arbeiten. Ein mittelfristiges Ziel sind Bildungsreihen zum Thema innovative Wohnkonzepte, um gerade junge Menschen und Familien für Neubrandenburg zu begeistern. Ein kurzfristiges Ziel stellt die Unterstützung und Förderung von neuen Initiativen und offenen gesellschaftlichen Strukturen dar. Diese sollen die Kommunikation und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger untereinander in den Stadtteilen verbessern und das generationenübergreifende Miteinander aktiv fördern.
Die Neubrandenburger Stadtverwaltung will sich offensichtlich um eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Mental-Health-Coaches“ bemühen. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der CDU/FDP-Fraktion hervor. Ab kommendem Schuljahr stellt die Bundesregierung in einem Modellprojekt Fördermittel zur Verfügung, damit durch zusätzliche Stellen in der Schulsozialarbeit „die mentale Gesundheit, das Wohlbefinden sowie die Krisenresilienz der Schülerinnen und Schüler“ gestärkt wird.
Seit nunmehr 15 Jahren ist das Carwitzer Hans-Fallada-Museum Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur. Für den Zeitraum vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 ist die Stelle noch zu besetzen. Wer sich nach dem Schulabschluss noch nicht sicher ist, wohin der eigene Weg führen soll oder einfach Lust auf praktische Erfahrungen hat, kann im Hans-Fallada-Museum ein Jahr lang intensive Eindrücke vom Alltag hinter den Kulissen gewinnen, sich beruflich orientieren und die Museumsarbeit selbst aktiv mitgestalten.
Vor allem aber bietet das Hans-Fallada-Museum eine spannende und abwechslungsreiche Arbeit, die Möglichkeit, die Mechanismen und Funktionsweisen eines Literaturmuseums kennenzulernen, Einblicke in die museale Vermittlungsarbeit zu erhalten und sich auszuprobieren. Das Hans-Fallada-Museum ist eine anerkannte und erfahrene Einsatzstelle für das FSJ Kultur und arbeitet dabei eng mit der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Mecklenburg-Vorpommern e.V. zusammen, die seit 2008 Trägerin für das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur in Mecklenburg-Vorpommern ist. Sie sichert die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, organisiert die Bildungstage und sorgt für Qualität in der Begleitung der Jugendlichen.
Dieser Pflegetag ist mehr als eine Weiterbildungsveranstaltung: Bei den Vorträgen und Workshops am 12. Mai ab 10 Uhr im HKB Neubrandenburg und beim Markt der Möglichkeiten auf dem Marktplatz davor sollen die Pflege und die Pflegenden gefeiert werden. Wer in der Pflege arbeitet, hat sich für einen sehr schönen und dankbaren Beruf entschieden, ist aber auch hohen Belastungen ausgesetzt. Die verschiedenen Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste, Berufsschulen und die Hochschule, die den diesjährigen Neubrandenburger Pflegetag gemeinsam mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum organisieren, haben deshalb einen Schwerpunkt darauf gelegt, wie die Pflegenden für sich selbst etwas Gutes tun können.
“Denk auch an dich“ ist Thema eines Vortrags, der an diesem Tag angeboten wird. Neben pflegefachlichen Themen können Interessierte bei den zahlreichen Workshops unter anderem auch das Entspannen mit Klangschalen, Nordic Walking, Wellnesshandmassagen, Yoga oder Zumba wählen. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite https://www.bonhoefferstory.de/Pflegetag/. Dort können Kurzentschlossene sich auch noch für den Pflegetag anmelden.
Für den Markt der Möglichkeiten auf dem Marktplatz ist keine Anmeldung nötig, er ist für alle Interessierten offen zugänglich. Dort kann man beispielsweise mit dem „Smoothie-Bike“ selbst Smoothies mixen oder sich über das „Welcome-Center“ informieren und Interessantes rund um Pflege und Gesundheit erfahren.
Die Kfz-Werkstatt Kaufmann in Peckatel feiert morgen mit vielen Gästen ihr 25jähriges Firmenjubiläum. Wie mir Mitarbeiterin Sarah Draha mitteilt, werden auch zwei Spendenboxen aufgestellt. „Es liegt uns am Herzen, beide Einrichtungen zu unterstützen. Wäre schön, wenn ein wenig Geld zusammenkommt.“