Mit einem vielfältigen Programm lädt Queer-Strelitz in den kommenden Tagen zu Begegnung, Austausch, politischem Engagement und gemeinsamer Sichtbarkeit ein. Den Auftakt bildet am kommenden Samstag, dem 8. August, ein queeres Beachvolleyball-Turnier in Groß Quassow. Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist der Christopher Street Day am 15. August in Neustrelitz unter dem Motto „VIELFALT LEBEN!“. Es sind ausdrücklich alle Menschen willkommen, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft stark machen möchten.
Es reden Heinrich Bedform-Strohm, bekannt aus seiner Zeit als Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands von 2014 bis 2021, Sven Müller, Intendant der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/ Neustrelitz (TOG), Lucie Luther, Studentin aus Neustrelitz, und Torsten Koplin, Landtagsabgeordneter. Außerdem tritt der Berliner Liedermacher Kisse auf.
Fridays for Future Neustrelitz kündigt an, sich am 14. Februar am deutschlandweiten Klimastreik eine Woche vor den Bundestagswahlen zu beteiligen. Ziel der Bewegung ist Klimaschutz als politische Priorität für die nächste Bundesregierung einzufordern. Ein Wahlkampf, in dem die Klimakrise nicht thematisiert wird, sei ein Wahlkampf fern der Realität, so die Organisation.
Am bundesweiten Demonstrationstag wird es auch in der Neubrandenburger Innenstadt eine Kundgebung mit anschließendem Umzug geben.
Als Erstunterzeichner unterstützen die Vereine queerNB & Queer-Strelitz die Kampagne „Wähl Liebe“ der bundesweiten CSD Bewegung im Vorfeld zur Bundestagswahl. „Damit möchten wir (Nicht-) Wählerinnen für die Rechte der queeren Community sensibilisieren und dafür gewinnen, bei der Wahl am 23. Februar 2025 demokratische Parteien zu wählen, die für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung eintreten. Die queere Community in den ländlichen Regionen und Städten der Mecklenburgischen Seenplatte muss zusammenrücken. Immer stärker wird der Druck von rechtsextremen Kräften auf uns hier“, so Lisa Mau Vorstandsmitglied bei Queer-Strelitz e.V.
Der Demonstrationszug am Kunsthaus in der Schloßstraße.
Rund 500 Menschen sind heute anlässlich des Christopher Street Days bunt und fröhlich durch Neustrelitz gezogen und haben sich neben der Forderung nach Gleichberechtigung unmissverständlich für die Demokratie eingesetzt. Die Würde des Menschen steht dann auf dem Spiel, wenn wir rechtspopulistischen Parteien mehr Einfluss geben, so die Grundaussage anlässlich der morgen bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen in MV. Die Demonstranten forderten ihre Mitbürger dazu auf: Überzeugt potentielle Nichtwähler, nehmt sie an die Hand und geht mit ihnen ins Wahlbüro.
Es ging vom Bahnhofsplatz über die Augustastraße und die Bruchstraße zum Marktplatz, wie mir mein Strelitzius-Korrespondent berichtet. Dort gab es diverse Ansprachen. Dann zogen die CSD-Demonstranten weiter über die Strelitzer Straße zum Kubus, die Tiergartenstraße zum Buttelplatz, An der Promenade entlang über die Seestraße und erneut über den Markt zum Kunsthaus in der Schloßstraße, wo zur Stunde noch fröhlich gefeiert wird.
Rund 50 Mirower Bürger haben am Donnerstagabend wieder auf der B 198 in der Kurve am Unteren Schloss für die Umgehungsstraße demonstriert. Und sie hoffen, dass sie zum letzten Mal auf die Straße gegangen sind. Denn am 19. März fallen am Oberverwaltungsgericht in Greifswald die Würfel. Entschieden werden sollen gleich zwei Klagen: eine private gegen den Südabschnitt der geplanten Ortsumgehung und eine des Landes, das auf sofortigen Vollzug drängt, auch wenn es noch etwaige formelle Mängel gibt, die mit dem Bauanlauf abgestellt werden können. „Wenn man sich überlegt, dass die Ortsumgehung längst fertiggestellt sein könnte, dann kann man nur hoffen, dass es nun von den Richtern grünes Licht gibt“, sagte mit Christine Kittendorf, Mitglied des Vorstandes der Bürgerinitiative und Vizebürgermeisterin von Mirow. Sie habe aus dem Dialog heraus den Eindruck, dass nun endlich alle beteiligten Behörden ihre Hausaufgaben gemacht haben und der Baustart bestens vorbereitet sei.
Christine Kittendorf wird mit weiteren Vorstandsmitgliedern der BI der Verhandlung in der Hansestadt beiwohnen, natürlich in aller gebotenen Stille. „Wir wollen einfach nur Präsenz zeigen.“ Je nach Urteil werden die Aktivisten der Anfang Mai 14 Jahre bestehenden BI am 4. April zur turnusmäßigen Jahreshauptversammlung zusammenkommen, oder vorher wie immer wieder donnerstags den Durchgangsverkehr für 30 Minuten zum Erliegen bringen. „Aber noch einmal zehn Jahre halten wir den Protest nicht durch“, räumt Christine Kittendorf ein. „Etliche von denen, die die Bürgerinitiative gegründet haben, sind schon gar nicht mehr am Leben oder sehr alt geworden.“ Auch Vertreter der Kommunal-, der Landes- und der Bundespolitik wollen in Greifswald dabei sein.
Die nächste Demo der Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow steht an. Am kommenden Donnerstag, 7. März, um 18 Uhr, wird wieder auf der B198 in der Schlosskurve mit halbstündiger Straßensperrung demonstriert.
„Auf in den März: Gerichtsentscheidung und Frühlingsanfang“ lautet diesmal das Motto der Demo. Dazu lädt die BI zur Bratwurst mit Getränken ein. Eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes wird für den 19. März erwartet (Strelitzius berichtete).
Die nächste Aktion der BI Umgehungsstraße Mirow e.V. steht an. Am Donnerstag, 1. Februar, um 18 Uhr, wird wieder auf der B198 mit halbstündiger Straßensperrung demonstriert. Die monatlichen Kundgebungen werden fortgesetzt, bis das Oberverwaltungsgericht in der Sache entschieden hat. Die Entscheidung des OVG zum Bauabschnitt Süd ist für den 19. März angesetzt.