Ein Ausflug an die Müritz lohnt sich immer – ganz besonders am kommenden Sonnabend, 10. Mai. Denn an diesem Tag verwandelt sich Röbel/Müritz im Stadthafen in einen bunten Treffpunkt für Toleranz, Musik und Begegnung. Das Familienfest unter dem Motto „Viva la Vida“ lädt Einheimische wie Gäste ein, gemeinsam die Vielfalt des Lebens zu feiern.
„Inoffizielle Gefühle“, ein Recherchestück zu queerem Leben in der DDR, ist jetzt auch in Neubrandenburg zu sehen. Nach 13 ausverkauften Vorstellungen im Hotel Schlossgarten in Neustrelitz kommt das Stück der TOG nun am kommenden Wochenende auf die Bühne des KINO LATÜCHT.
Anlässlich der Straftat vom 29. Juli, bei der am Neubrandenburger Bahnhof eine Regenbogenflagge gestohlen und durch eine Hakenkreuzflagge ersetzt worden war, und mit Blick auf den am kommenden Sonnabend stattfindenden Christopher Street Day (CSD) in Neubrandenburg appellieren Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Silvio Witt, Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, sowie Alfonso Pantisano, Queer-Beauftragter des Landes Berlin, ein Zeichen der Demokratie, Akzeptanz und Vielfalt zu setzen. Sie verbinden damit einen Aufruf an alle Demokratinnen und Demokraten, den CSD in Neubrandenburg zu besuchen.
Stefanie Drese: „Diskriminierende Taten gegenüber der queeren Gemeinschaft sind abstoßend und absolut inakzeptabel. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und Neubrandenburg werden nun erst recht schrill, laut und fröhlich feiern und damit entschlossen für Vielfalt und Toleranz einstehen.“
„Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen zeigen, dass wir Demokratie jeden Tag neu mit Leben füllen und auch verteidigen müssen“, so Silvio Witt. „Ich stelle mich entschieden gegen alle Personen und Gruppen, die unsere vielfältige Stadtgesellschaft spalten wollen und werde mich weiterhin mit ganzer Kraft für eine tolerante und weltoffene Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg stark machen.“
Alfonso Pantisano: „Solidarität ist gerade jetzt wichtiger denn je. Wenn anstelle einer Regenbogenflagge eine Hakenkreuzfahne gehisst wird und mit Hilfe hanebüchener Geschichten Hass und Hetze verbreitet werden, müssen wir aufstehen und unsere Demokratie schützen.“
Wir suchen dich! Möchtest du dich für eine tolerantere und offenere Gesellschaft in unserer Region einsetzen und dabei noch eine schöne Zeit haben? Komm zu uns! Egal ob du #hetero oder #queer bist! Egal, wie alt du bist! Egal, wo du herkommst! Bei uns ist jede*r willkommen!
Kennst du eine Person, die Spaß daran haben könnte, sich bei uns einzubringen? Empfiehl uns sehr gern weiter! Du möchtest uns gern unterstützen, hast aber keine Zeit, Dich persönlich zu engagieren? Werde #Fördermitglied! Du wohnst nicht in #Neustrelitz, findest uns aber gut? Viele unserer #Mitglieder kommen nicht aus Neustrelitz, sondern aus #Neubrandenburg, #Rostock oder #Berlin! Komm also gern auf uns zu! Wir freuen uns auf dich!
Zum dritten Mal infolge beteiligten sich am 20. Mai Mitglieder des Neubrandenburger Vereins queerNB an der Pride in der Partnerstadt Koszalin. In einer Podiumsdiskussion wurde zu Beginn die Lebenssituation sexueller und geschlechtlicher Minderheiten in Polen und Deutschland näher beleuchtet. Neben Vertreter*innen aus Koszalin und Szczecin nahmen daran die Neubrandenburger*innen Tanja Trash alias Nils Berghof und Marcel Spittel teil. Schnell wurde deutlich, dass vor allem trans Personen unter der fehlenden Gleichberechtigung leiden. So nahm sich erst am 16. Februar die 16jährige trans Person Max in Koszalin das Leben.
Gerade der Zusammenhalt verschiedener Gruppen in der Community auch über Grenzen hinweg ist daher von großer Bedeutung. Gemeinsam kann so Sichtbarkeit für die Gleichberechtigung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten erreicht werden. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung und anderen Organisationen hilfreich.