Das von Stadtvertreter Frank Obermair (CDU) initiierte Benefizkonzert am 12. Mai zugunsten des Neustrelitzer Hospiz „Luisendomizil“ war ein voller Erfolg (Strelitzius berichtete). Mit Unterstützung des Unternehmers Hauke Runge konnten über 3000 Euro an das Hospiz überreicht werden.
Wie im Mai versprochen, findet nun am morgigen Donnerstag, den 26. September, ein weiteres Konzert mit dem Besten aus Oper, Operette und Musical direkt im Hospiz für die Bewohner, Mitarbeiter und Pflegekräfte statt. Gäste von außerhalb sind herzlich eingeladen und willkommen! Beginn ist um 16 Uhr, die Dauer der Veranstaltung wird ca. 45 Minuten sein, der Eintritt ist frei.
Nach der kleinen Sommerpause wird die Vortragsreihe „Das Haus Mecklenburg-Strelitz und die Fürstengruft: von Regenten, Kavalieren und starken Frauen“ im 3 Königinnen Palais Mirow am Freitag, den 27. September, um 19 Uhr fortgesetzt. Die Neustrelitzer Historikerin Sandra Lembke stellt diesmal zwei weitere Mitglieder des Hauses Hessen-Darmstadt vor, die ihre letzte Ruhe in Mirow gefunden haben. Hier die exklusive Vorschau meiner Blogfreundin:
„In der Fürstengruft sind vier Angehörige dieser Adelsfamilie bestattet. In den 1780er Jahren wurden zunächst die Särge der Prinzessinnen Friederike und Charlotte von Hannover nach Mirow überführt. Die Schwestern waren kurz hintereinander mit Herzog Carl, dem späteren ersten Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, verheiratet gewesen und verstarben beide auf tragische Weise im Kindbett. Von ihnen war bereits im Juli-Vortrag die Rede.
Liebevolle Quasselstrippe
Aber auch die Mutter der Prinzessinnen sowie einer ihrer Brüder wurden in der Johanniterkirche beigesetzt. Marie Luise Albertine, Gräfin zu Leiningen-Dagsburg (1729-1818), heiratete 1748 in die landgräfliche Familie zu Hessen-Darmstadt ein und war für ihre Zeitgenossen fortan die „Prinzessin George“. Heute ist sie den meisten höchstens als Großmutter der Königin Luise von Preußen bekannt. Liebevoll kümmerte sie sich nach dem Tod ihrer beiden Töchter um die Mecklenburg-Strelitzer Enkelkinder. Überall fiel die resolute, aber leutselige Landgräfin als muntere Quasselstrippe auf.
‚Sie schwätzt wie Prinzessin George‘, hieß es damals in Darmstadt, wenn eine Frau ihr Mundwerk nicht unter Kontrolle halten konnte und pausenlos plapperte. Die Landgräfin bewegte sich jedoch sicher auf dem gesellschaftlichen Parkett und besuchte die Höfe zu Berlin, Wien und Versailles. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in Neustrelitz, wo sie auch ihre Tage beschloss.
Landgraf bringt es zum Generalmajor
Ihr dritter Sohn Georg Karl von Hessen-Darmstadt (1754-1830) war eine nicht minder schillernde Persönlichkeit. Gutaussehend, gebildet und liebenswürdig, passte er hervorragend in die galante, höfische Welt seiner Zeit. Der Landgraf brachte es zum Generalmajor und entpuppte sich weiterhin als fortschrittlicher Agronom, der den technischen Neuerungen seiner Zeit aufgeschlossen gegenüberstand.
Georg Karl suchte auch wirtschaftlichen Erfolg, bewies aber auf diesem Gebiet nicht immer ein glückliches Händchen. Sein Leben war daher von Sorgen geprägt. Nicht nur das eigene Finanzwesen bereitete ihm schlaflose Nächte, sondern zudem die Angst um geschätzte Standesgenossen, die in den Strudel der politischen Ereignisse am Ende des 18. Jahrhunderts geraten waren. Der Landgraf lebte als älterer Herr ebenso bei den Mecklenburger Verwandten in Neustrelitz. Warum er überhaupt in Mirow beigesetzt wurde und nicht etwa in Darmstadt – das wird nun am Freitag im Vortrag zu erfahren sein.
Sein erster Leea-Schreibtisch stand noch im Baucontainer; so lange war Jens Kiel für das Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V in Neustrelitz tätig. Nun verlässt Kiel das Unternehmen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Jens Kiel war u.a. als Bereichsleiter Energieberatung/Gebäude/Technik tätig. Seit 2016 arbeitete er als Projektleiter und technischer Berater im Projekt „Förderberatung zu Energie- und Klimaschutzprogrammen insbesondere des Bundes und der EU“ im Auftrag des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes. Dieses Projekt hat er maßgeblich zum Erfolg geführt. So wurden bisher 417 Beratungen für Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und Institutionen durchgeführt, nicht selten für Großprojekte. Mit den Projektveranstaltungen wurden bisher 858 Adressaten erreicht.
Insbesondere dem technischen Part wird sich Jens Kiel in seinem neuen Wirkungsbereich in Mecklenburg-Vorpommern ab 1. Oktober 2019 widmen. Seine Fach- und Beratungskompetenz bleibt der Region damit erhalten. Das Leea arbeitet natürlich mit Hochdruck an der qualitativ gleichwertigen Weiterführung des Projektes. Dazu ist der Antrag auf Fördermittel für den Zeitraum 2020/2021 beim Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes M-V gestellt und ein bestens qualifizierter und engagierter Bewerber für die Stelle gefunden worden.
Die Bündnisgrünen im Landkreis wollen nicht hinnehmen, dass die Planungen zur B 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg hinsichtlich der Trassenführung und des Querschnitts laut Straßenbauamt Schwerin und damit laut Land MV feststünden und nicht mehr verändert werden könnten. Das Amt habe für den kommenden Donnerstag um 17 Uhr zu einem Workshop in die Turnhalle Groß Nemerow eingeladen, in der Einladung aber bereits diese Einschränkung gemacht. „Offenbar ignoriert das Land den laut artikulierten Willen der Bürger an der Strecke, den Ausbau in dieser Form (Strelitzius berichtete) nicht zu wollen“, heißt es in einer Erklärung der GRÜNEN in der Seenplatte.
Falk Jagszent
GRÜNEN-Kreissprecher Falk Jagszent fordert im Namen des Aktionsbündnisses „B96-Ausbau: So nicht!“ dennoch alle Interessierten zur Teilnahme an dem Workshop auf und dabei nicht nachzulassen, grundsätzlichen Protest und elementare Bedenken geltend zu machen: „Das Straßenbauamt will sich sicherlich nicht dem Verdacht einer Alibi-Veranstaltung aussetzen. Insofern hoffen wir immer noch auf Einsicht, dass die Menschen entlang der Strecke den Ausbau in der geplanten Form weder wollen noch brauchen – da nützt es nichts, vermeintlich über letzte Details ins Gespräch kommen zu wollen.“ Das Aktionsbündnis hatte im März dieses Jahres untenstehende Alternativplanung vorgelegt (Strelitzius berichtete).
Am Wochenende vom 28. zum 29. September wird die Fahrbahn der Bundesstraße 122 zwischen Wesenberg und Wustrow teilweise erneuert. Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des Straßenbauamtes Neustrelitz und werden durch die Straßenmeisterei Neustrelitz begleitet. Aufgrund der schmalen Fahrbahn müssen die Arbeiten unter Vollsperrung durchgeführt werden. Zur Instandhaltung der Fahrbahn wird die Asphaltdecke und teilweise auch der Unterbau erneuert.
Die Umleitungsstrecken über die Kreisstraße MSE 22 und 23 (über Ahrensberg und Strasen) bzw. über die MSE 21 (über Drosedow) werden entsprechend ausgewiesen. Das Straßenbauamt Neustrelitz bittet wegen der Verkehrseinschränkungen um das Verständnis der Anwohner und der Verkehrsteilnehmer.
Die Spieler um SFC-Kapitän Nick Dietrich konnten sich wieder nicht belohnen. Foto: Morten Lingau
Der Strelitzer FC konnte auch am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Neubrandenburg 04 II kein positives Ergebnis einfahren und bleibt mit vier Punkten aus fünf Partien im unteren Tabellendrittel der Kreisoberliga. Die Kicker des SFC starteten wie so oft konzentriert in das Spiel und waren um das erste Tor bemüht. Bis zur 25. Minute gelang dies auch. Einen Rückpassfehler zum Torwart bestraften die Mannen aus Neubrandenburg daNN mit dem 1:0.
In der 35. Minute konnte der SFC durch eine Standardsituation ausgleichen. Eine Ecke, getreten von Steve Rudolph, landete bei Max Collier, der zum 1:1 vollendete. Im Laufe der zweiten Hälfte konnte sich die SFC Kicker einige weitere Torchancen erspielen, aber momentan ist Fortuna nicht auf Seiten der Strelitzer. In der 81. Minute kassierte SFC-Spieler Erik Kiel die Gelb-Rote Karte, auch hier muss man wieder einmal die Schiedsrichterleistung kritisch hinterfragen.
In Unterzahl kam es nun, wie es kommen musste. In der 86. Minute konnten die Vier-Tore-Städter, ebenfalls nach einer Ecke, den 1:2-Endstand markieren. Es ist quasi zum Haare raufen, wieder gut gespielt und am Ende doch nichts Zählbares zustande gebracht. Am kommenden Freitag, den 27. September, um 19.30 Uhr, kommt es zum Stadtderby gegen Viktoria Neustrelitz im Harbigstadion. Hier gilt es für den Strelitzer FC endlich einen Dreier einzufahren und sich auch einmal zu belohnen.
Der SFC spielte mit: P. Jäkel – A. Volkmann (A. Dobbertin/46.Minute), N. Dietrich (C), D. Ortlieb (Jasin Peña Cabrera/60. Minute), S. Rudolph – M. Collier, P. Rudolph, M. Bressel (T. Pufahl/76. Minute), E. Kiel, P. Engel – H. Ahmad
Frank Schmetzke, Heiko Kärger und Caspar Baumgart bei der heutigen Vertragsunterzeichnung. Foto: Landkreis MSE
Schnelles Internet gibt es bald auch im Umland von Woldegk: Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat einen entsprechenden Vertrag für den Breitbandausbau im Projektgebiet MSE 22_05 mit der Landwerke M-V Breitband GmbH geschlossen. Landrat Heiko Kärger und die Geschäftsführer der Landwerke M-V Breitband GmbH Frank Schmetzke und Caspar Baumgart unterzeichneten am heutigen Dienstag in Neubrandenburg den Vertrag. Er sieht die Breitbanderschließung sogenannter weißer Flecken in den Gemeinden Groß Miltzow, Kublank, Lindetal, Neetzka, Schönbeck, Schönhausen, Voigtsdorf und in Woldegk vor.
Er freue sich sehr, dass mit den Landwerkern ein weiterer Vertrag
für den Breitbandausbau an ein regionales Unternehmen vergeben
werden konnte, sagte der Landrat. „Und ich bin sicher, dass damit
auch viele Aufträge für die Bauarbeiten an unsere heimischen Firmen
gehen werden“, so Heiko Kärger.
Ein 26-jähriger Pkw-Fahrer hat sich am späten Montagabend eine wilde Verfolgungsfahrt mit einem Friedländer und einem Neubrandenburger Streifenwagen geliefert. Das Fahrzeug, in dem sich noch eine 17-jährige weibliche und eine 23- jährige männliche Person befanden, war den Polizisten in der Vier-Tore-Stadt auf der Demminer Straße in Fahrtrichtung Stadtzentrum mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. Anhalteversuchen der Streifenwagenbesatzung mittels Anhaltesignal und eingeschalteten Sondersignal entzog sich der Fahrzeugführer durch eine Flucht ins Neubrandenburger Reitbahnviertel.
Mit Geschwindigkeiten von 140 bis 160 Stundenkilometern setzte der Fahrzeugführer seine Flucht über die Demminer Straße weiter auf der L35 bis Neddemin und von dort weiter auf der L28 in Richtung Brunn fort. Bei dieser Fahrt fuhr der 26-Jährige über mehrere rote Ampeln und missachtete fortgesetzt die Haltesignale des verfolgenden Polizeiautos.
Zu einer ganz besonderen Veranstaltung wird am kommenden Freitag, den 27. September, in das Kaffeehus Kittendorf nach Mirow eingeladen. Zu erleben ist eine Dichterreise mit Profi- und Neuslammern in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre. Das Ganze wird musikalisch umrahmt von der „Seentaucherin“ Christine Ratei. Das Publikum entscheidet über den Siegerbeitrag zum Thema.
Gesucht wurden Texte, die sich auf die Region Mecklenburgische Seenplatte beziehen, was ist hier besonders, was wird mit einem (selbst)kritischen Augenzwinkern betrachtet. Mitmachen konnten alle, die auf der Bühne einen eigenen Text zum Thema präsentieren möchten. Am 15. November wird es in Lehsten einen weiteren Poetry Slam geben. Geplant ist ein Endausscheid, in dem der Siegerbeitrag ermittelt wird. Schließlich soll ein Imagefilm für die Region entstehen, in dem die vom Publikum ausgewählten Slams dargestellt werden.