Schlagwörter

, , , ,

Der Ausbau der Bundesstraße 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg geht in die nächste Phase. „Nachdem das Bundesverkehrsministerium Anfang des Monats der Linienführung für die Ortsumgehungen Weisdin und Usadel zugestimmt hat, konnte unser Haus nun die Vorzugsvarianten für die beiden Ortsumgehungen bestätigen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Damit ist der Planungsauftrag der Deges abgearbeitet. Die Planungshoheit geht nun an die Projektgruppe Großprojekte in unserer Landesstraßenbauverwaltung über. Diese übernimmt die weitere Planung für die beiden Ortsumgehungen sowie die dazwischen liegenden Ausbauabschnitte der B 96.“

Die Orte Weisdin und Usadel, die von der B 96 gequert werden, sollen durch Ortsumgehungen entlastet werden (siehe Anhang). Zudem sollen die übrigen Abschnitte der ca. 21 Kilometer langen Strecke zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg dreistreifig ausgebaut werden. Dies ist erforderlich, da die vorhandene Straße nicht den aktuellen Anforderungen an Straßenbreite und Trassierung entspricht. Deshalb gibt es kaum Überholmöglichkeiten und eine steigende Zahl von Unfällen, auch aufgrund zunehmender Verkehrsmengen. Um eine Reisegeschwindigkeit zu erreichen, die der Bedeutung dieser wichtigen Nord-Süd-Trasse entspricht, sollen zudem nachgeordnete Straßen nur an wenigen Knotenpunkten an die Bundesstraße angebunden werden.

„Sobald die Deges der Projektgruppe die Akten übergeben hat, wird diese die weiteren Planungsphasen ausschreiben“, kündigt Christian Pegel an. Aufgrund des Umfangs wird dafür ein EU-weites Vergabeverfahren erforderlich. Nach der Vergabe wird das beauftragte Ingenieurbüro die Entwurfsplanung erstellen, auf deren Grundlage das Bundesverkehrsministerium die Maßnahme haushaltsrechtlich anerkennen kann. Anschließend führt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr als zuständige Behörde das Planfeststellungsverfahren durch, das erforderlich ist, um Baurecht zu erlangen. Nach dessen Abschluss werden voraussichtliche Baukosten und Bauzeit seriös kalkulierbar sein.

Christian Pegel weist in diesem Zusammenhang auf eine öffentliche Veranstaltung der Projektgruppe am 26. September von 17 bis 21 Uhr in der Grundschule Groß Nemerow hin: „Dort können die Teilnehmer im Rahmen einer freiwilligen Bürgerbeteiligung Anregungen zur bisherigen Deges-Planung geben. Die Projektgruppe wird diese im weiteren Planungsprozess prüfen und – wenn umsetzbar – berücksichtigen.“