Zwei schwerverletzte Motorradfahrer hat ein Unfall am gestrigen Freitag gegen 15 Uhr auf der B 198 zwischen Dambeck und Rechlin gefordert. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen fuhr eine 46-jährige Kradfahrerin mit einer Honda Richtung Rechlin.
Kurz vor dem Abzweig Melz kam die Frau in einer Kurve nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanken. Die Bikerin Frau rutschte danach ca. 50 Meter über die Fahrbahn, dass Krad schlitterte auf die Gegenfahrbahn. Ein 19- jähriger Motorradfahrer mit einer Husquarna konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte mit der Honda zusammen. In der Folge kam der junge Mann von der Fahrbahn ab und erst im Straßengraben zum Stehen. Die Unfallopfer kamen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) informieren:
Seit gestern wurden dem LAGuS keine weiteren Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt wurden bislang 759 Menschen in MV positiv auf das Virus getestet. Das entspricht einer Gesamtinfektionsrate seit Erfassungsbeginn von 47 Fällen je 100.000 Einwohnern, der Zuwachs der letzten sieben Tage (7-Tages-Inzidenz) beträgt 0,95 Fälle je 100.000 Einwohner.
Im Landkreis Nordwestmecklenburg wurden drei Infektionsfälle aus der Statistik gelöscht. Bei Nachtestungen haben sich diese Fälle nicht bestätigt. Zwei der drei Betroffenen mussten aufgrund ihrer Symptomatik im Krankenhaus behandelt werden. Auch diese Zahl hat sich also im Vergleich zu gestern geändert.
112 Personen mussten/müssen bislang insgesamt im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Insgesamt gab es in Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion 20 Sterbefälle in Mecklenburg-Vorpommern.
Ein Schema des Robert Koch-Instituts soll Schätzungen zur Zahl der genesenen Personen ermöglichen. Danach sind etwa 702 der positiv getesteten Menschen (ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer) in MV von einer COVID-19-Erkrankung genesen.
Die polizeiliche Fahndung nach der 36-Jährigen aus Hohenzieritz bei Neustrelitz wurden eingestellt. Am heutigen Vormittag konnte die Frau wohlbehalten durch Beamte des Polizeihauptreviers Neustrelitz im Bereich des Labussees angetroffen werden. Die Polizei bedankt sich für die Unterstützung bei den Such- und Fahndungsmaßnahmen.
Eigentlich wollten Luise Hansen (Sopran), Ramin Varzandeh (Tenor) und Daniel Klein (Klavier, links) am 17. Mai in der Kirche Neustrelitz-Kieernheide ein Konzert „Märchen und Träume“ geben. Auf dem Programm standen Lieder, Arien und Duette aus Opern und Operetten, Werken von Schubert, Schumann, Mendelssohn-Bartholdy, Hugo Wolf, A.Dvorak, J. Strauss, F. Lehar, E. Kálman, R. Stolz und anderen. Wie so viele Veranstaltungen in Zeiten von Corona, musste auch dieser Auftritt abgesagt werden.
In der vergangenen Woche hat sich das Trio nun mit Filmemachern und Pastorin Katharina Rosenow in der Kirche getroffen und einen Programmausschnitt aufgenommen, wie mir Anke Pollex mitteilt. Eine schöne Idee, finde auch ich, hier der Link:
In diesem Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie keine Kunstmärkte auf der Mirower Schlossinsel geben. Sowohl die Frühlings- als auch die Sommerveranstaltung mussten abgesagt werden, teilte mir Ulla Pape seitens der Verstalter vom Inselverein mit. „Corona lässt es einfach nicht zu.“ „Frühling am Schloss“ werde es nun am 14. und 15. Mai 2021 geben, „Kunst am Schloss“ am 7. und 8. August 2021.
Die Hochschule Neubrandenburg richtet zum Wintersemester 2020/2021 den sechs Semester umfassenden Bachelor-Studiengang „Nursing – berufsanerkennendes Studium zur Pflegefachperson“ ein. Der Pflegestudiengang an der Hochschule Neubrandenburg umfasst die stationäre Kranken- und Altenpflege sowie die ambulante Pflege. Er beginnt mit 20 Studierenden und ist im Vollausbau für jährlich 50 Studierende konzipiert.
Der Gesamtaufwand des Studiums wird mit mindestens 4.600 Stunden beschrieben, davon mindestens 2.100 Stunden Lehrveranstaltungen und 2.300 Stunden Praxiseinsätze. Die Landesregierung stellt für die Einrichtung des Studiengangs „Nursing – berufsanerkennendes Studium zur Pflegefachperson“ eine Professur und zwei Mitarbeiterstellen zur Verfügung. Die Hochschule Neubrandenburg bringt selbst eine Professur und zwei Mitarbeiterstellen aus dem Bestand der Hochschule für den Studiengang auf. Das Land investiert außerdem einmalig 355.000 Euro für die Einrichtung eines Skills Lab, eine zentrale Trainingseinrichtung, in der spezifische Fertigkeiten und Fähigkeiten praktisch vermittelt werden..
Von Düsterförde zum Wesenberger Hafen geht es auch mit dem Pferdegespann.
Herrentag in Corona-Zeiten: Natürlich war ich gespannt, wie der denn so in der heimischen Kleinseenplatte ausfällt. Ein Ausfall war es sicherlich nicht, wie ich nach meiner Radeltour von Wesenberg über Wustrow, Canow, Diemitzer Schleuse, Peetsch, Mirow und retour ins heimatliche Wesenberg befinden kann. Weit über hundert Simson- und MZ-Fahrer sind geradezu sternförmig in unsere Gegend eingeknattert. Pulks von sonstigen, in höheren Markenligen ausfahrenden Motorradfahrern aus allen Himmelsrichtungen hatten auch nur ein Ziel, die Kleinseenplatte. Wo immer die alle abgeblieben sind, ich hoffe, dass die Wirte unserer Ecke wenigstens so ein bisschen Hoffnung schöpfen konnten und das Kunststück der Corona-Regelungen gemeistert haben.
Wir Wesenberger waren im sonst geradezu bestürmten Biergarten am Hafen der Woblitzstadt, Strelitzius-Stammleser kennen die Adresse, zeitweise unter uns, was ja auch nicht so verkehrt ist. Und wenn dann ein Pferdegespann aus Düsterförde vorfährt, ist das ja auch ein echter Höhepunkt. Zugleich tritt aber mit Dixi der gefragteste DJ der Kleinseenplatte an deinen Tisch (damit waren wir fünf Personen), und das Elend holt dich wieder ein. Dixi würde an so einem Tag normalerweise ganz woanders auflegen.
Natürlich haben uns auch Georg Kunkel und Lutz Friedel als „CollecTiv“ gefehlt, am Hafen einmal im Jahr gebucht. Die hätte nach menschlichem Ermessen brandaktuell so einige bissige Corona-Kommentare auf die Bühne gebracht. Warum die einfach dazugehörigen Musiker auf dem weit mehr als 1,50 Meter von allen Besuchern entfernten Podium nun nicht wie zuvor auftreten durften, wissen nur die Götter in der Landeshauptstadt.
Zum Glück haben sie uns die Erdbeerbowle nach Uwes Rezept nicht verboten, und so haben wir uns spätestens beim zweiten Glas einfach nur vorgestellt, dass heute in einem Jahr die Welt wieder in Ordung ist, gern früher.
Das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) informieren:
Seit gestern wurden dem LAGuS keine weiteren Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt wurden bislang 762 Menschen in MV positiv auf das Virus getestet. Das entspricht einer Gesamtinfektionsrate seit Erfassungsbeginn von 47 Fällen je 100.000 Einwohnern, der Zuwachs der letzten sieben Tage (7-Tages-Inzidenz) beträgt 1,4 Fälle je 100.000 Einwohner.
Ein gestern aus dem Landkreis Rostock gemeldeter Fall hat sich nicht bestätigt. Er wurde heute aus der Statistik entfernt.
114 Personen mussten/müssen im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Insgesamt gab es bislang 20 Sterbefälle in Mecklenburg-Vorpommern.
Ein Schema des Robert Koch-Instituts soll Schätzungen zur Zahl der genesenen Personen ermöglichen. Danach sind etwa 700 der positiv getesteten Menschen (ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer) in MV von einer COVID-19-Erkrankung genesen.
„Da wäre noch Rinderhack“, hatte die Holde nach der jüngsten Generalbesichtigung unseres Tiefkühlschranks festgestellt und damit die Grundrichtung für den Küchenchef vorgegeben. Die Zahl meiner Hackfleischrezepte ist inzwischen ganz schön angewachsen, aber am Ende waren wir uns einig, dass wir dieses Mahl noch nicht auf dem Tisch hatten. Zumindest an den Staudensellerie hätten wir uns wohl erinnert, der kommt bei uns nicht so häufig auf den Tisch, was die Stangen wiederum eigentlich nicht verdient haben.
Fünf Stangen Sellerie habe ich in dünne Scheibchen geschnitten. Drei rote Paprikaschoten wurden von Kerngehäuse und den weißen Trennwänden befreit und dann gewürfelt. Fünf Knobizehen habe ich noch gehackt und einen Viertelliter Fleischbrühe angesetzt.
Die 500 Gramm Rindsgehacktes habe ich in Olivenöl in der Pfanne krümelig gebraten, bis es eine appetitliche Farbe angenommen hat. Dann durfte das Gemüse mit in den Tiegel, darüber habe ich zwei Chillies mit den Kernen zerkrümelt. Kurz gebraten, dann mit der Fleischbrühe abgelöscht und drei Teelöffel Tomatenmark eingerührt. Salz und einen halben Teelöffel gemahlenen Kümmel habe ich auch noch zugegeben, die Pfanne gedeckelt und dem Essen vier Minuten mäßige Hitze gegönnt. Kurzer Bisstest, damit das Gemüse schön schnurpsig bleibt.
Unterdessen habe ich noch 250 Milliliter Naturjoghurt mit Petersilie verrührt, passt super zum Fleisch, und einen Beutel Reismischung gegart. Das schnelle Mahl hat uns gut geschmeckt und uns selbst mit kräftigem Nachschlag nicht lahmgelegt. So soll es sein. Guten Appetit!
In „normalen Zeiten“ wird der Feiertag „Himmelfahrt“ gern für Ausflüge ins Grüne und geselliges Biertrinken genutzt. Das ist in diesem Jahr nur eingeschränkt möglich. Aber das derzeit dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnete Kulturquartier hat den „Wonnemonat“ Mai zum Anlass genommen, im Karbe-Wagner-Archiv und im Museumsdepot nach Spuren des Bierbrauens in Neustrelitz zu stöbern: „Und voila, wir wurden fündig“, schreibt mir Geschäftsführerin Dorothea Klein-Onnen. „Wunderschöne Tonflaschen mit der Aufschrift ‚Brauerei Janssen Neustrelitz‘ sind uns in die Hände gefallen, und unsere Archivarin hat die spannende Brauereigeschichte anhand von historischen Dokumenten rekonstruiert.“
Beim Spazieren kann man am Ende der Parkstraße ein turmartiges Backsteingebäude entdecken: dies sind die sanierten Überbleibsel der ehemaligen Brauerei Janssen.In der heute ruhigen Wohnstraße ging es im 19. Jahrhundert hoch her, denn seit 1835 betrieb der Gastwirt und Brauer Christian Carl Kaage hier, an der Landstraße nach Mirow, das „Kaagesche Etablissement“, welches Scharen von Neustrelitzern zu Vergnügungen anzog.
1857 verkaufte er das gesamte Grundstück an den Gastwirt Ludwig Janssen, der das Lokal aufgab und die Brauerei vergrößerte, z.B. durch den Ausbau eines Eiskellers, um die Lagerfähigkeit des Biers zu erhöhen. Das benötigte Eis wurde im Winter aus dem Zierker See gebrochen – angeblich soll es im Eiskeller sogar bis zum kommenden Winter gereicht haben. Um seine Brauerei bekannter zu machen, ließ Janssen eigene Flaschen herstellen, auf denen seine Firma namentlich aufgeführt wurde. Er stellte zudem braune Flaschen her, weil das Bier aus braunen Flaschen seiner Meinung nach besser schmeckte.
Adressbuch von 1909
Die Brauerei florierte außerordentlich. Janssen reichte 1860 eine Zeichnung beim Magistrat ein, um eine „Baierische Bierhalle“ zu errichten: mit einem großen Saal und Orchesterbühne, einem Gast- und einem Billardzimmer. Zu der Bierhalle ist es aus unbekannten Gründen jedoch nicht gekommen.
Janssen wohnte unweit von seiner Brauerei in einer prächtigen Villa. Diese musste jedoch 1913 dem Bau des „Großherzoglichen Parkhauses“ weichen und wurde abgerissen. Danach ging es mit der Brauerei bergab: Zwar wechselte sie noch mehrfach den Besitzer und wurde 1907 umgebaut, aber in einem Bericht aus den 1930er Jahren wurde sie als verwahrlost beschrieben, so dass davon auszugehen ist, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht mehr existierte.
Quelle: (u.a.): Harald Witzke: Neustrelitz, Straßen – Häuser – Menschen : Essay, 1999