Der Budenzauber auf dem Wesenberger Markt, hier ein Archivbild, ist coronabedingt abgesagt.
Der Wesenberger Burgverein hat den für kommenden Sonnabend angekündigten Weihnachtsmarkt angesichts der Corona-Situation abgesagt. „Wir sind einfach damit überfordert, den uns auferlegten Kontrollpflichten nachzukommen“, sagte mir Vereinsvorsitzender Axel Hirsch. So hätten unter anderem trotz der Veranstaltung im Freien Masken zwischen und an den Ständen getragen werden müssen.
Der Vereinsvorsitzende bedauerte die Absage besonders, weil viele Partner zum Gelingen des Marktes beitragen wollten. „Ich kann nur hoffen, dass wieder bessere Zeiten kommen.“ Die Mecklenburgische Seenplatte hat wegen des Infektionsgeschehens als erster Landkreis in MV die höchste „Warnstufe Rot“ erreicht.
„Fließend mit Fuchsforscherin“, Öl und Gold auf Leinwand, 50x 60 cm, 2021 Anke Fabian
„Alle Jahre wieder“…. möchte man beinahe trällern, „kommt die Weihnachtsausstellung!“. Ja, auch in die Galerie für gegenwärtige Kunst in Neustrelitz zieht nun der Geist der Weihnacht ein. Und tatsächlich kann man sich nun auf ein bewährtes „VIEReinander“ der KünstlerInnen Anke Fabian, Axel Heller, Holm Heinke und Marieken Matschenz freuen. Die vier KünstlerInnen bilden zusammen mit Horst Conradt schon seit vielen Jahren das Galerieteam der Alten Kachelofenfabrik, wobei die unterschiedlichen künstlerischen Interessen und Professionen seit Jahren zu spannenden Diskursen innerhalb der Auswahlgruppe und zu der besonderen Auswahl an gezeigten KünstlerInnen und Kunstwerken führen.
Nun aber pünktlich zur Adventszeit zeigen die vier ihre neuesten Werke aus eigenem Schaffen und bieten damit Kunstinteressierten nicht nur ein facettenreiches und buntes Angebot von aktueller und regionaler Fotografie, Malerei, Grafik und Zeichnung, sondern auch die Möglichkeit vielleicht doch ein Kunstwerk zu finden, das man einem besonderen Menschen unter den Weihnachtsbaum legen mag.
Axel Heller wird zu diesem Anlass starke Schwarz-Weiß-Bilder aus aller Welt zeigen, die wieder Lust auf das Reisen und besondere Entdeckungen in fernen Ländern machen. Holm Heinke als Meister des Lichts, präsentiert Malerei und Zeichnungen, die besonders überzeugen im Farbenspiel der wiedergegeben Landschaften, fast wie die frühen Impressionisten! Anke Fabian wird Malerei vorstellen, die leicht und mit allerlei künstlerisch und handwerklichen Raffinessen überzeugen und ganz nebenbei unaufdringlich Freude vermitteln. Marieken Matschenz wird einige kleine Kaltnadelradierungen ausstellen und ausgewählte Buntstiftzeichnungen, die schon lange darauf gewartet haben, öffentlich gezeigt zu werden.
Am 26. November ab 19.30 Uhr freuen sich alle KünstlerInnen mit den Besuchern gemeinsam über die Bilder ins Gespräch kommen. Für BesucherInnen der Galerie für gegenwärtige Kunst empfiehlt sich eine telefonische Anmeldung unter 03981 20 31 45, um an der Vernissage teilnehmen zu können. Die Kunstwerke werden darüber hinaus aber noch bis zum 31. Januar 2022 in der Galerie zu sehen sein.
Auch Herbst und Winter sollen in Röbel nicht ohne Kultur bleiben, selbst wenn Corona wieder zu mehr Zurückhaltung zwingt. Unter dem Motto „SCHAU mal. Kunst!“ möchte der Kulturverein Röbel e.V. Künstlern der Region mehr Sichtbarkeit verleihen, zugleich leerstehende Gebäude und Schaufenster beleben und der Innenstadt zu einem reizvolleren Aussehen verhelfen. Den Auftakt bildet dazu eine erste Aktion: Das Schaufenster des Ladengeschäftes im Haus des ehemaligen Kugellagers wird von den neuen BesitzerInnen Alex und Ela Fischer zur Verfügung gestellt, um einem Künstler der Region eine Präsentationsfläche für sein Schaffen zu bieten.
Hier wird als erstes der Künstler Boris Duhm aus Stuer Vorwerk aktiv sein, der im Schaufenster eines seiner größeren Gemälde präsentiert. Dazu gibt es eine kleine Vernissage im Freien am 27. November um 16 Uhr. Wer also auf dem Weg durch das hübsche Röbel ist, kann gern am Kugellager vorbeikommen und mit einem Gläschen Sekt auf einen kulturvollen Winter anstoßen!
Fast zeitgleich startet ab 1. Dezember in den Schaufenstern der Gewerbetreibenden wieder „Röbel – ein Gedicht“ und lädt mit Lyrik zum Schmunzeln und Nachdenken beim Dezemberspaziergang ein. Wer sein Gebäude bzw. dessen Fenster gern zur Verfügung stellen möchte, um weiteren Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren, meldet sich bitte bei Grete Weingart 0151 15836996.
Durch die Corona-Lage müssen die Türen der Weihnachtswerkstatt auf der Wilhelmshöhe in diesem Jahr leider geschlossen bleiben. Fotos: Ute Köpke / Archiv
Wie der Verein „simsalArt e.V.“ informiert, kann die bereits für den 27. November auf der Wilhelmshöhe in Passentin bei Penzlin vorbereitete weihnachtliche Veranstaltung „Kultur auf der Höhe #3“ angesichts der aktuellen Corona-Lage nicht stattfinden. Entsprechend der Jahreszeit, waren die Programmpunkte mit Workshops, Lesungen, Puppentheater, Ausstellungen und Live-Musik in den Innenräumen des großräumigen Theaters mit Puppen geplant. Die organisierenden Mitstreiter hatten in der Vorbereitungsphase darauf geachtet, dass in kreativer Atmosphäre unbeschwert ein Miteinander für alle möglich ist. Jetzt lassen die aktuellen Bestimmungen entsprechend der Pandemieentwicklung eine Durchführung der Veranstaltung in diesem Sinn leider nicht mehr zu.
„Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung, doch angesichts der in unserer Region hochschnellenden Inzidenzzahlen sehen wir die Durchführung als unverantwortlich an. Unser Beitrag ist jetzt schweren Herzens die Kontaktvermeidung, um hoffentlich bald wieder kulturelle Angebote entsprechend unserem Anspruch durchführen zu können“, heißt es von Ute Köpke als 2. Vorsitzender des Vereins.
Im Wesenberger Kino läuft am Donnerstag die deutsche Komöde „Contra“ von Sönke Wortmann an. Auf der Leinwand zu erleben sind unter anderen Nilam Farooq, Christoph Maria Herbst und Hassan Akkouch.
Zum Inhalt heißt es bei filmstart.de: „In seiner Vorlesung hat Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) die Jura-Studentin Naima (Nilam Farooq) rassistisch und sexistisch diskriminiert. Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art und noch dazu wurde Pohl bei seinen Entgleisungen gefilmt und das Video ins Internet gestellt. Der Druck auf die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt wächst und Pohl erhält von Universitätspräsident Alexander Lambrecht (Ernst Stötzner) eine letzte Chance: Er soll Naima bei einem wichtigen Debattierwettstreit als Mentor zur Seite stehen. So könnte der Professor seine Chancen vor dem Disziplinaraussschuss verbessern und noch einmal um seine Entlassung herum kommen. Der Dozent und die Studentin könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch wachsen sie zu einem starken Team zusammen.“
„Contra“ basiert auf der erfolgreichen französischen Komödie „Le Brio“, die 2018 unter dem Titel „Die brillante Mademoiselle Neïla“ in den deutschen Kinos erschien. Gespielt wird der Film von diesem Donnerstag bis nächsten Dienstag um 20 Uhr, am Sonnabend und Sonntag auch um 17.30 Uhr und am Mittwoch kommender Woche um 15 Uhr.
Der Trupp macht sich fertig. Foto: Nadine Schröder
Die Feuerwehren Chemnitz, Wulkenzin und Woggersin haben eine gemeinsame Atemschutzausbildung am und im alten Gebäude am Woggersiner Speicher durchgeführt. Diese war seit geraumer Zeit geplant, musste allerdings pandemiebedingt immer weder verschoben werden. Die drei Wehren decken gemeinsam den Westbereich des Amtes Neverin im abwehrenden Brandschutz ab. Bei größeren Einsätzen helfen die Wehren aus Neubrandenburg und den umliegenden Gemeinden/Ämtern.
Einsatz im vernebelten Gebäude. Foto: Dustan-Jaye Zoch
„Bei jedem Feuer entstehen mehr oder weniger giftige Gase, die sowohl für die zu rettenden Personen als auch für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung sind. Die Gesundheit und Sicherheit dieser Menschen ist uns besonders wichtig, von daher soll die Übung auch keine Eintagsfliege bleiben“, so Norbert Rieger von der Führungsgruppe der Feuerwehren des Amtes Neverin. „Allen Teilnehmern an dieser Ausbildung gilt unser besonderer Dank, damit haben wir wieder etwas für mehr Sicherheit in unseren Gemeinden getan!“
Obwohl diese ganztägige Ausbildungseinheit zum jeweiligen Ausbildungsplan der genannten Feuerwehren hinzukam, nahmen 25 Kameradinnen und Kameraden, darunter 15 Atemschutzgeräteträger (AGT) und drei zukünftige AGT der Wehr Wulkenzin teil. Die Übung wurde fachlich durch die Kreisausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes MSE, Mario Schmidt (FF Neubrandenburg-Innenstadt) und Michael Schulze (FF Carpin) sowie den stellvertretenden WF der FF Woggersin Christoph Kracht betreut.
Ein Schlauchset für den Angriffstrupp. Foto: Christoph Kracht
Für die drei zukünftigen AGT ging es um eine Gewöhnung und Vermittlung erster Eindrücke und Fachkenntnisse zum Atemschutz. Für die ausgebildeten AGT, die eine entsprechende gültige Tauglichkeitsuntersuchung, den abgeschlossenen Grundausbildungslehrgang, die jährliche Belastungsübung in der Übungsanlage und nach Möglichkeit weitere Spezialisierungslehrgänge im Bereich Atemschutz haben sollten, ging es um die Auffrischung, den Erfahrungsaustausch und besondere Schwerpunkte wie Personensuche in vernebelten Räumen, Schlauchmanagement, Notfallsituationen, Nutzung der Wärmebildkamera usw. Dazu wurde zum Beispiel mit dem Sicherungs- und Schlauchpack gearbeitet.
Das Material wurde durch die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises MSE zur Verfügung gestellt. „Die Vernebelung des Übungsobjektes war so echt, dass eine durchfahrende Feuerwehr anhielt und ihre Hilfe anbot“, so Norbert Rieger. „Ich will nicht wissen, wie viele Personen vorbeigefahren sind und sich nicht gemeldet haben, obwohl es hätte ein Notfall sein können.“
Ausbildung sei eine der wichtigsten Grundlagen für eine einsatzbereite Feuerwehr. „Wir wollen so weitermachen, wir sind auf dem richtigen Weg“, betonte Rieger.
Erläuterungen zum Sicherheitspack. Foto: Nadine SchröderAusbilder Michael Schulze von der Freiwilligen Feuerwehr Carpin gibt Hinweise. Foto: Norbert Rieger