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Brandenburg, Distelt, Kabarett, Musikbrennereei, Raecke, Rheinsberg, Ruwe, Valenske, Zahn

Vor rund zwei Jahren ist die Musikbrennerei Rheinsberg in mein Blogger-Leben getreten. Plötzlich bekam ich ihre Veranstaltungshinweise zugeschickt. Meine schon länger währende Partnerschaft mit der Musikkultur Rheinsberg hatte wohl Jane Zahn und ihren Mann Hans-Karsten Raecke dazu ermutigt, mich um Werbung auch für ihre Kulturadresse zu bitten. Was ich seither auch tue, Kulturförderung hört für Strelitzius nicht an der mecklenburgischen Landesgrenze auf.
Im vergangenen Jahr hat die Musikbrennerei ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert, während wir immer noch bei unseren regelmäßigen Besuchen in der attraktiven Nachbarstadt am Haus in der Königstraße 14 vorbeispazierten. Gestern Abend endlich haben wir die Toreinfahrt durchschritten und waren sofort angetan von dem schönen Anwesen, einst Schnapsbrennerei, das der Kleinkunst ein Zuhause bietet. Ob Konzert, Ausstellung oder eben diesmal Kabarett, die Musikbrennerei hat jede Werbung verdient.
Mit der schwer beschäftigten und gefragten Gastgeberin, Liedermacherin, Kabarettistin und nicht zuletzt Friedensaktivistin Jane Zahn konnte ich nur ein paar Worte wechseln, mit dem ebenfalls sehr eingespannten Gastgeber und Komponisten Hans-Karsten Raecke gleich gar nicht. Aber ich glaube schon, dass wir so ziemlich auf einer Wellenlänge liegen.
Am Rand der Schnappatmung
Nach einem eigenen Rheinsberg-Lied zur Begrüßung, von Jane Zahn aufgeführt, kannte das Vergnügen keine Grenzen mehr. Henning Ruwe und Martin Valenske, das Tour-Duo des Berliner Kabaretts „Die Distel“, treten in schöner Regelmäßigkeit in der Musikbrennerei auf. Sie haben es mit ihrem aktuellen Programm „Dumm gelaufen“ einmal mehr geschafft, ihr Publikum an den Rand der Schnappatmung zu bringen. Von der Deutschen Bahn bis zur Bundeswehr, von der Bundesregierung über den Fachkräftemangel bis zu Trump und der Geschichte der USA, kein unter den Nägeln brennendes Thema war bei der gepfefferten „Satire für politisch unkorrekte Zeiten“ sicher. Selbst einen bissigen Rückblick auf Kanzler Merz hatten die beiden Humorprofis bereits parat.
Mein großes Kompliment für die 90 Minuten Dauerbeschuss plus Zugabe, lange haben wir nicht so herzhaft gelacht. Der berühmten „Distel“, 1953 als Ostberliner Gegenpol zu Westberliner Kabaretts gegründet (Wikipedia), wurde von Ruwe und Valenske alle Ehre gemacht. Sehr angenehm war es auch, mit den beiden Künstlern vor der Vorstellung und in der Pause zu plaudern.
Und ich empfehle abschließend noch einmal die Musikbrennerei Rheinsberg, ein Kleinod in der reichen Kulturszene, mit der unsere Region gesegnet ist. Es versteht sich von selbst, dass Strelitzius weiter durch Veröffentlichungen in seinem Blog Unterstützung gewährt. Das habe ich Jane Zahn zum Abschied auch versprochen.








