Henning Ruwe (links) und Martin Valenske in Aktion.
Vor rund zwei Jahren ist die Musikbrennerei Rheinsberg in mein Blogger-Leben getreten. Plötzlich bekam ich ihre Veranstaltungshinweise zugeschickt. Meine schon länger währende Partnerschaft mit der Musikkultur Rheinsberg hatte wohl Jane Zahn und ihren Mann Hans-Karsten Raecke dazu ermutigt, mich um Werbung auch für ihre Kulturadresse zu bitten. Was ich seither auch tue, Kulturförderung hört für Strelitzius nicht an der mecklenburgischen Landesgrenze auf.
Schwierige Zeiten erfordern drastische Maßnahmen. Zum Beispiel einen Gang ins Kabarett am Freitag, 31. Juli, 19.30 Uhr, in der Musikbrennerei Rheinsberg, Königstr. 14 ( Toreinfahrt). Für alle, die noch keine Lust auf Resignation haben, wieder richtig lachen wollen oder meinen, dass der Partner endlich mal vor die Tür muss, gibt es das brandaktuelle Programm „Dumm gelaufen“ der Humorprofis Henning Ruwe und Martin Valenske.
Am Sonnabend, den 18. Juli, um 18.30 Uhr, ist Uli Höhmann mit seinem Presse-Kabarett „Gab’s Tote?“ in der Musikbrennerei Rheinsberg auf – bereits im letzten Jahr begeisterte er mit seiner Performance hier das Publikum.
Uli Höhmann hat DNA – Degenerative Nachrichtenallergie. Eine Verschleißerscheinung, die ihn nachrichtenmüde macht. Was ziemlich semi-ersprießlich ist, denn er ist Journalist. Seit über zwanzig Jahren steht er hinter dem Radiomikrofon und hat eigentlich gedacht, er kann sich auf seine Routinen verlassen wie auf eine alte Scheibe Toastbrot, die so trocken ist, dass nichts mehr schimmelt. Ein schönes Bild für den Redaktionsalltag übrigens. Dann kam die Diagnose.
Davon erzählt er genauso wie von seinen vielen Interviews mit den Kleinen und den ganz Großen, den Normalen und den Absurden. Uli Höhmann grillt die KI, markuslanzt sich an eine missbrauchte Tastatur und erzählt, wie man gelungene Interviews führt, was der Unterschied zu einem Expertengespräch ist und weshalb sämtliche Fragetechniken völlig schnurz sind, wenn man Ministerpräsidenten interviewt. Außerdem erfährt man, was Weihnachten mit der Bundesliga zu tun hat. Er begegnet Krisenreportern, dem Hütehund Pontiusle, der eine Berberitze im heiligen Land ankläfft und und und … Sie alle bringt er zum Klingen – allein mit seiner Stimme. Denn die ist alles andere als müde. Sie will bloß keine Nachrichten mehr sprechen.
Uli Höhmann schreibt, spricht und produziert seit 25 Jahren Glossen, Satiren, Comedies und Szenen für öffentlich-rechtliche Radiosender. Seit 2018 zieht es ihn immer mehr auf die Bühne zu Poetry Slams und vor allem Kabarett. „Gab’s Tote?“ ist sein zweites Solo, mit dem er das Genre Pressekabarett begründet hat. 2021 war Uli Höhmann Stipendiat des ersten Zungenspitzerseminars. 2023 ist er hessischer Landesmeister im Poetry Slam geworden, 2024 Vizemeister.
Am Sonnabend, den 4. Juli, tritt die Kabarettistin und Songwriterin Andrea Limmer mit ihrer Ukulele in der Musikbrennerei Rheinsberg auf. „Angst und Geld hatt‘ ich noch nie!“ behauptet der sympathische Wirbelwind aus Bayern und entführt sein Publikum in den wilden Süden.
Nach dem schönen und anstrengenden Pfingstfestival geht es ab 10. Juni weiter mit dem Programm der Musikbrennerei Rheinsberg. Gestartet wird mit einer neuen Reihe: „12 vor 5: Frieden ist machbar, Herr Nachbar!“ Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, also am 10. und 24.06., 08. und 22.07. und 12. und 26.08. gibt es um 16.48 Uhr Musik und Texte für Frieden, gegen Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit mit Werken von Brecht, Eisler, Hans-Karsten Raecke und Jane Zahn zu hören.
„Schräge Weihnachten!“ wünscht Jane Zahn wieder am Freitag, den 19. Dezember, in der Musikbrennerei Rheinsberg: gepfefferte Texte und besinnliche Lieder für alle, die von Weihnachtsstress genug haben, und sich auf die Festtage richtig freuen wollen. Beginn 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr.
Liedermacher Tino Eisbrenner. Foto: Adam Aboudou, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bei der Nacht der deutschen GemEINHEIT am kommenden Donnerstag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr, in der Musikbrennerei Rheinsberg treten Liedermacher Tino Eisbrenner (Ost) und Kabarettistin Jane Zahn (West) auf. Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen, das ist ihr gemeinsames Motto.
„Wer ist hier irre?“ Wenn Heinz Klever so etwas fragt, geht es nicht um eine psychiatrische Diagnose, sondern um pures kabarettistisches Vergnügen. Alljährlich kommt Heinz Klever aus Berlin, Leipzig oder einer anderen Großstadt in das beschauliche Rheinsberg zur Musikbrennerei, um hier seine Sketche, Parodien und Lieder zu spielen. Diesmal am kommenden Sonnabend, den 27. September.
Carolin Fischer, Peter Treuner und am Klavier Jörg Leistner (alle bekannt von den academixern aus Leipzig) gastieren mit ihrem Programm „Gib’s mir Luder! Denn Lothar Luder hat, was alle wollen…“ am Sonntag, 14. September, um 15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle Sewekow. Kennen Sie Opa Lothar? Lothar Luder, den Freundesgreis mit Herz, Charme und einer Menge Knoff-Hoff im Oberstübchen? Noch nicht? Dann wird’s aber höchste Zeit!
Am kommenden Freitag, 18. Juli, wird in der Musikbrennerei Rheinsberg wieder die großartige Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser begrüßt. Sie bringt ihr aktuelles Programm „Der Klügere gibt auf“ mit.