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Karsten Henschel und Juliane Felsch-Grunow. Foto: Reyk Grunow & Günther Schulz

Mit einem Programm zwischen Rezitation, Gesang und Orgelmusik widmet sich der Grüneberg-Orgelsommer am Sonntag, dem 2. August, um 17 Uhr, in der Stadtkirche Neustrelitz anlässlich seines 350. Todesjahres einem der bedeutendsten Liederdichter des deutschen Barock: Paul Gerhardt. Unter dem Titel „Magie der Poesie – Paul Gerhardts Sprachwunder“ gestalten Karsten Henschel, Countertenor und Rezitation, und Juliane Felsch-Grunow an Orgel und Cembalo ein vielschichtiges Konzertprogramm.

Paul Gerhardts Verse klingen innen. Sie erzeugen Bilder, Gefühle und Vorstellungen — mit einfachen Worten, die unmittelbar ansprechen und bis heute berühren. Seine Dichtungen verbinden Lebenserfahrung, Trost, Schmerz, Freude und Fragen nach einem größeren Zusammenhang. Mehr als 350 Jahre nach ihrer Entstehung haben sie nichts von ihrer Kraft verloren. Man muss sie nur hören, sprechen oder singen.

Das Programm verbindet Rezitationen und gesungene Texte Gerhardts mit Musik von Johann Sebastian Bach, Johann Crüger, Johann Georg Ebeling, Johann Fischer, Nicolaus Hasse, Reinhard Keiser und anderen. Zu hören sind unter anderem Auszüge aus Bachs Kantate „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“, Choräle wie „Nun ruhen alle Wälder“, „Fröhlich soll mein Herze springen“ und „Die güldne Sonne“ sowie Orgelwerke von Bach und Dieterich Buxtehude.

Karsten Henschel, geboren in Ludwigslust, lebt seit vielen Jahren in Wien und ist als Countertenor im gesamten deutschsprachigen Raum tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Kirchenmusik und der Barockoper. Als Gründer und Leiter des Barockensembles Concerto Giovannini widmet er sich zudem der Wiederaufführung vergessener Barockmusik.

Juliane Felsch-Grunow stammt aus Neuruppin, studierte zunächst Musikwissenschaft, Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und anschließend Evangelische Kirchenmusik an der Universität der Künste Berlin. Seit 2015 ist sie als Kirchenmusikerin in Rheinsberg tätig und leitet dort auch die kirchenmusikalische Nachwuchsarbeit an der Bundes- und Landesmusikakademie Rheinsberg. Im Sommer 2024 wurde sie zur Kirchenmusikdirektorin ernannt.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.