Jiddish-Soulfood: Sharon Brauner singt Lieder in Jiddisch und von jüdischen Komponisten am Freitag, 19. September, um 19.30 Uhr, in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz. Von Tango bis Jazz – von damals bis jetzt. Begleitet wird sie von ihrem Pianisten Harry Ermer.
Er wolle „einfach nur singen“, behauptet Andreas Domke über sich. Doch das ist gehörig untertrieben. Mit seinem Programm „Verbotene Lieder“ ist er am 9. Mai zu Gast in Neustrelitz: mit Liedern quer durch verschiedene Zeiten, in denen sich Herrschende immer wieder unliebsamer Lieder und Gedanken durch Verbote entledigen wollten.
Aus technischen und persönlichen Gründen gibt es bei der Kunstnacht am Sonnabend im Antiquariat eine kurzfristige Programmänderung: Statt Liedern und Texten aus dem Orient gibt es einen musikalischen Reisebericht aus dem Salzkammergut mit Lesungen aus Dietmar Griesers „Nachsommertraum im Salzkammergut“ und passenden Liedern, beides dargeboten von Ramin Varzandeh (Gesang) und Joseph Feigl (Piano) vom Opernchor des Landestheaters. Sie haben auch einen passenden „Überraschungsfilm“ im Gepäck.
Das Duo „con emozione“ tritt am kommenden Mittwoch, den 17. Juli, um 19.30 Uhr, in der Johanniterkirche auf der Mirower Schlossinsel auf. Es erklingen Lieder, Melodien, Texte und Anekdoten rund um die Rose aus fünf Jahrhunderten – historisch fundiert, unterhaltsam und lebendig – in Texten von z. B. Herder, Goethe, Schlegel, Heine, Fontane, in Kompositionen von z. B. Händel, Konopacki, Mozart, Schubert, Cornelius, von Dalberg, zu Eulenburg, Hiller, Zelter, Fietzke.
Angekündigt ist eine vergnügliche, nachdenkliche, melancholische Mischung an Liedern, die, gespickt, mit kurzweiligen Anekdoten zu den Inhalten oder den Machern des jeweiligen zu hörenden Stückes gekonnt dargeboten werden. Zu hören sind grandiose Melodien für Liane Fietzkes warmen, lyrischen und natürlichen Gesang in Begleitung des hervorragenden Pianisten Norbert Fietzke, ihrem Ehemann. Ein Konzert, in dem das Besondere, das Überraschende, das Berührende passieren kann, ganz und gar dem Namen des Duos entsprechend: „con emozione“.
Zum 100. Geburtstag des Moskauer Dichters, Chansonnier und Schriftsteller Bulat Okudschawa hat Ekkehard Maaß aus Berlin ein neues Buch herausgebracht: „Bulat Okudschawa: Mein Jahrhundert. Lieder und Gedichte“. Okudschawa (1924–1997) war ein regimekritischer Moskauer Dichter, Chansonnier und Schriftsteller. Sein Vater wurde unter Stalin als angeblicher Trotzkist erschossen, die Mutter verbrachte achtzehn Jahre in den Lagern Sibiriens. Ende der 1950er Jahre wurde er populär, weil er zwischen den Zeilen seiner poetischen Lieder das Leid der Stalinzeit und des Krieges beschrieb. Ende der 50er Jahre begann Okudschawa, seine Gedichte zur Gitarre vorzutragen und wurde zum Sprachroher der Tauwettergeneration. Seine Lieder wurden nachgesungen und von Tonband zu Tonband überspielt und erreichten ein Millionenpublikum. Zusammen mit anderen Dissidenten wurde er ein wichtiger Vorbereiter von Glasnost und Perestroika.
Aus Anlass dieser Buch-Neuerscheinung, die auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde, hat der Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation Ekkehard Maaß am 26. Juni nach Neustrelitz eingeladen, damit er sein Buch im Rahmen eines Konzerts, in dem die wunderbaren Lieder von Okudschawa lebendig werden, in der Fabrik.Scheune live vorstellen kann. Darüber hinaus wird er auch für alle Fragen, die sich aus den Liedern Okudschawas ergeben, zur Verfügung stehen.
Sophia Maeno (links) und Maša Novosel. Foto: privat
Die CD „Friedrich Wilhelm Kücken. Romantische Lieder“ ist die neueste Publikation der Stiftung Mecklenburg, realisiert in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und dem Verlag Edition Massonneau. Die Schweriner Mezzosopranistin Sophia Maeno, der Bariton Andreas Beinhauer aus Halle (Saale) und die Pianistin Maša Novosel aus Zagreb haben aus rund 130 überlieferten Kücken’schen Liedern mehr als 20 klavierbegleitete Solostücke des Künstlers (1810 Bleckede – 1882 Schwerin) aufgenommen. Diese Auswahl – fast durchweg Weltersteinspielungen – enthält anrührende Darstellungen von Abschied, Abendstimmung oder Liebessehnsucht ebenso wie heiter-humorvolle Werke. Sie entstand als Produktion des Deutschlandfunks Kultur auf der Basis einer kritischen Notenausgabe des in Schwerin beheimateten Musikverlages Edition Massonneau.
Am Sonntag, den 3. Dezember, wollen Doreen Rother (Gesang) und Friederike Holdefleiß (Piano) in entspannter, heiterer und gemütlicher Atmosphäre winterliche und weihnachtliche Lieder singen. Dazu lädt der Kulturkreis Wanzka um 15 Uhr in seine Schmiede ein. Eintritt 8 €, Kaffee und Kuchen frei. Der Verein hofft auf viele sangesfreudige Besucher.
Die Opernsängerin Carolin Masur gibt in Rheinsberg zum wiederholten Male eine Liedklasse. Foto: Martin Jehnichen
Die Kammeroper Schloss Rheinsberg lädt am Freitag, 11., und Sonnabend, 12. August, jeweils um 18 Uhr, zum Liederabend in den historischen Spiegelsaal: Unter der Leitung der Opernsängerin Carolin Masur und unter dem Motto „Ich frage keine Blume, keinen Stern“ zeigen die Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloss Rheinsberg 2023 ein facettenreiches Programm. Mit dabei sind die Sopranistin Marta Kristin Fridriksdottir, die Mezzosopranistin Valerie Pfannkuch, der Tenor Thoma Jaron-Wutz und der Bariton Friedemann Gottschlich.
Den Zuhörern wird ein musikalischer Spiegel gereicht, in dem sie eine Vielfalt von Stimmungen entdecken können, die im eigenen Empfinden oft ungehört vorüberziehen. Die Teilnehmer der Liedklasse präsentieren Werke aus dem Liedschaffen von Schubert, dessen berühmter Liedzyklus „Die schöne Müllerin“ den Abend inspirierte – ein weiterer Beitrag zum Saison-Motiv „Müllerin“. Es erklingen aber auch vergessene Juwelen – unter anderem von Zeitgenossen Schuberts wie Carl Friedrich Curschmann, Heinrich Marschner, Bernhard Klein und frisch Komponiertes von Olav Kröger, der das Konzert am Hammerflügel begleitet.
Mit einem der beliebtesten romantischen Liedzyklen, Robert Schumanns „Dichterliebe“ auf Gedichte von Heinrich Heine, und weiteren bekannten Liedern sind der junge Sänger Angelo Pollak und sein Klavierpartner Daniel Heide am Freitagabend, 19. Mai 2023, im Schlosstheater zu erleben.
Angelo Pollak ist Mitglied des Jungen Ensembles der Wiener Staatsoper und war in Rheinsberg zuletzt 2022 als Hans in der „Verkauften Braut“ zu erleben. 2019 rettete er die Kammeroper-Produktion von Flotows „Martha“, indem er als Lyonel einsprang. Nun verleiht er mit seinem lyrischen Tenor den zahlreichen, auch widersprüchlichen Gefühlsfacetten des romantischen Liedschaffens Ausdruck: Von Lebenslust und Liebessehnsucht bis zu verwegenem Kampfesmut oder Verzweiflung reicht die emotionale Palette der ausgewählten Lieder, die von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Johannes Brahms sowie Clara und Robert Schumann stammen.
Angelo Pollaks Partner am Flügel ist der Weimarer Pianist Daniel Heide. Heide, renommierter Liedbegleiter und ECHO-Klassik-Gewinner, ist bei diesem Liederabend erstmals zu Gast in Rheinsberg.