Die aktuelle Friedenssehnsucht wird in Werken der Barockzeit reflektiert: Vor 400 Jahren wütete gerade in Norddeutschland der Dreißigjährige Krieg. Fast die Hälfte der Bevölkerung kam dabei durch Krieg, Hunger oder Seuchen ums Leben. Die Gedichte und Kompositionen spiegeln die Ohnmacht und Verzweiflung der Menschen wieder und die Frage nach dem WARUM?
Juliane Felsch-Grunow und Karsten Henschel spannen in dem Konzert einen dramatischen Bogen von anklagenden Versen über berührende Melodien und ergreifende Orgelmusik bis hin zu aktuellen Aussagen, die in den alten Kompositionen bis heute Gültigkeit haben.
Am Donnerstag, 11. Dezember, um 19 Uhr ist es wieder so weit: Starorganistin Iveta Apkalna kommt zum adventlichen Festspielkonzert in die Konzertkirche nach Neubrandenburg. Dabei kombinieren sie und die Sopranistin Katrīna Paula Felsberga Orgelklänge mit Gesang. Sie spannen den Bogen von Bach bis Piazolla und haben auch baltische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts dabei. In der Advents- und Weihnachtszeit sind in Lettland sogenannte »ziemas dziesmas« verbreitet, Lieder, die weniger feierlich als kontemplativ ausgerichtet sind und Themen wie Licht, Ruhe und innere Ausrichtung verarbeiten. Die beiden Lettinnen lassen ihr Publikum daran teilhaben.
Jiddish-Soulfood: Sharon Brauner singt Lieder in Jiddisch und von jüdischen Komponisten am Freitag, 19. September, um 19.30 Uhr, in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz. Von Tango bis Jazz – von damals bis jetzt. Begleitet wird sie von ihrem Pianisten Harry Ermer.
Schatten verbergen und offenbaren zugleich. Sie spielen mit der Wahrnehmung – und werfen Fragen über unser eigenes Bild auf. In „Shadow Tricks: Schattenspiele“ am Samstag, 10. Mai, um 17 Uhr, im Schlosstheater Rheinsberg spürt das Ensemble Le Sommeil musikalisch den Spiegelungen der Seele nach.
Die Mezzosopranistin Margarita Slepakova und der Lautenist Leon Serafin bringen selten gehörte Werke aus Frankreich und England des 17. und 18. Jahrhunderts auf die Bühne. Im Zentrum stehen unter anderem Kompositionen von Robert de Visée, Henry Purcell und Michel Lambert sowie weitere Stücke aus der Zeit der Renaissance und des Frühbarocks – Musik, die von Traumbildern, Verwandlungen und verborgenen Sehnsüchten erzählt.
Die Johanniterkirche zu Mirow bietet den klangvollen Raum für einen musikalischen Sommerabend mit Orgel und Gesang und lädt ihre Besucher ein, für eine Weile klassische Musik zu genießen und zur Ruhe zu kommen. Die sommerliche Abendmusik findet am morgigen Mittwoch, 21. August, um 19.30 Uhr statt.
Unter dem Titel „Singet dem Herrn“ gestalten die Rostocker Sängerin Felizia Frenzel und der Organist Fritz Abs aus Parchim ein besonderes Konzert. „Glückselig erwacht in der Seele die Ruhe…“, so verspricht es in Mozarts Arie „Ridente la calma“ das warme Timbre der Sopranstimme, eingebettet in einfühlsam gespielte Harmonien von Orgel und Klavier. Weitere Lieder von berühmten Komponisten wie Bach, Purcell, Vivaldi, Mendelssohn, Schubert und Beethoven lassen die Gedanken von Sehnsucht und Hoffnung, Liebe und Vertrauen, Dank und Zuversicht spürbar werden.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird freundlich gebeten.
Zu einem sommerlichen Konzert mit feuriger leidenschaftlicher italienischer Barockmusik lädt die evangelische Kirchengemeinde in ihre Dorfkirche Kratzeburg für Freitag, den 11. August, um 19.30 Uhr ein. Das Duo Vimaris, Mirjam und Wieland Meinhold aus dem thüringischen Weimar, musiziert „Musica italiana“, unter anderem Sonaten, Arien, Canzonen, Toccaten und Concerti von Corelli, Torelli, Geminiani, Porpora, Gentili, Pergolesi, Scarlatti und Marcello. Natürlich darf zum krönenden Abschluss der prominente Antonio Vivaldi nicht fehlen.
Die Begeisterung für Italien, auch in Deutschland, hat in der Barockzeit nicht nur in der Malerei und Architektur, sondern vor allem in der sakralen und höfischen Musik zu einem unvergleichlichen Boom geführt. Italien war „in“. Beim Hören solcher quicklebendiger Kunst wird dies schnell plausibel. Die beiden Interpreten sind durch thematische Programme auch im europäischen Ausland aufgetreten. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Produktionen runden die Tätigkeit der beiden ab.
Mirjam Meinhold ist als Sopranistin am Deutschen Nationaltheater Weimar engagiert, Wieland Meinhold derzeit als Thüringischer Universitätsorganist in Erfurt und Weimar. Davor, um 18:45 Uhr gibt es wieder eine spannende Orgelführung an der Nußbücker-Orgel unter dem Motto „Klangmajestät – Besuch bei der Königin“. Für alle Orgelinteressierten erläutert Universitätsorganist Dr. Meinhold die „Königin der Instrumente“ hautnah.
Telemanns bezaubernde Barockmusik erklingt
Zu seinen Lebzeiten war er berühmter als Johann Sebastian Bach und doch zugleich mit ihm befreundet: Georg Philipp Telemann (1681 – 1767). Seine Musik war so beliebt, daß er damit reich werden konnte. Ganz Hamburg profitierte von seiner bezaubernden Kunst. Das versteht man sofort, wenn man seine Kantaten, Ouvertüren, Sonaten, Arien, Opernintermezzi und Fantasien, vor allem aber seine Menuette hört und erlebt.
So lädt das Duo Vimaris zu einer Stunde am Sonnabend, dem 12. August, um 16 Uhr, zu Telemanns Barockmusik in die Dorfkirche Groß Quassow bei Neustrelitz ein. Zu hören sind neben den Blockflöten (in Sopran- und Altlage) auch die Sopranstimme, begleitet von der Orgel. Eine großzügige Spende erbittet man am Ausgang.