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Foto: Oz J. Tabib

Schatten verbergen und offenbaren zugleich. Sie spielen mit der Wahrnehmung – und werfen Fragen über unser eigenes Bild auf. In „Shadow Tricks: Schattenspiele“ am Samstag, 10. Mai, um 17 Uhr, im Schlosstheater Rheinsberg spürt das Ensemble Le Sommeil musikalisch den Spiegelungen der Seele nach.

Die Mezzosopranistin Margarita Slepakova und der Lautenist Leon Serafin bringen selten gehörte Werke aus Frankreich und England des 17. und 18. Jahrhunderts auf die Bühne. Im Zentrum stehen unter anderem Kompositionen von Robert de Visée, Henry Purcell und Michel Lambert sowie weitere Stücke aus der Zeit der Renaissance und des Frühbarocks – Musik, die von Traumbildern, Verwandlungen und verborgenen Sehnsüchten erzählt.

Inspiriert von alten Mythen und der Kunst der Schattenbilder, taucht Le Sommeil ein in die komplexe Welt menschlicher Instinkte und Maskierungen. Der Abend erzählt von inneren Kämpfen und der Lust, Regeln zu überschreiten. Je heller das Licht, desto schärfer der Schatten – und desto klarer auch der Blick auf die verborgenen Facetten unserer selbst.

Das Ensemble Le Sommeil widmet sich der Entdeckung und Neuinterpretation barocker und frühbarocker Musik. Mit feinem Gespür für historische Klangfarben und einer Leidenschaft für poetisches Erzählen erschaffen die Musiker Konzerterlebnisse, in denen Musik und Imagination verschmelzen. Der Name des Ensembles – französisch für „Der Schlaf“ – verweist auf die Zwischenwelt von Traum und Wirklichkeit, die auch das Konzertprogramm im Schlosstheater prägt.

Das Ensemble ist regelmäßig Gast bei renommierten Alte Musik-Festivals und musiziert mit Ensembles wie Il Pomo d’Oro, Monteverdi Choir & Orchestra, Il Giardino Armonico und dem Kammerorchester Basel. Nun ist das Ensemble erstmals in Rheinsberg zu erleben. Das Konzert ist Teil der Veranstaltungsreihe „Gespräche am Rheinsberger Musenhof“ (Strelitzius berichtete).