Am Mittwoch, den 25. Juni, laden die Stiftung Mecklenburg und das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zu einem Ortschronistentreffen ein. In der Zeit von 14 bis 18 Uhr stehen im Kulturquartier verschiedene Kapitel der Strelitzer Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert auf dem Programm.
Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Stier und Greif“ ist erschienen. Wie gewohnt, präsentiert das Heft eine abwechslungsreiche Mischung von historischen und aktuellen Themen aus der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommern. Im Bereich „Geschichte und Gegenwart“ geht es u.a. um archäologische Hinweise auf Bischof Otto von Bamberg in Pommern, einen schottischen Besucher des Strelitzer Hofes, einen die Welt bereisenden Herzog und einen der ersten Lithografen Mecklenburgs.
In der Rubrik „Kultur aktuell“ reichen die Themen vom Heimatmuseum Sternberg als bemerkenswertem Neuzugang im Land bis hin zu dem beklagenswerten Verlust des eingestellten „Mecklenburg-Magazins“. Im Interview ist diesmal Philipp Schinschke, Geschäftsführer der Deutschen Kriegsgräberfürsorge MV.
Es war schon ein bemerkenswertes Geschenk, das die Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger „ihrem“ Fritz Reuter 1863 überreichten – kurz vor dem Fortgang des Erfolgsautors aus Mecklenburg nach Thüringen. 100 Personen aus der Stadt und ihrem näheren Umland hatten sich mit Porträtfotografien an einem Erinnerungsalbum beteiligt.
Heute erscheint die neue Ausgabe der Zeitschrift „Stier und Greif“. Wie gewohnt, präsentiert das Heft einen farbenfrohen Strauß aus historischen und aktuellen Themen in der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommern. Im Bereich „Geschichte und Gegenwart“ geht es um Stiftungen in Stralsund, regionale Ferienkolonien, den Weinanbau in Rattey, die spannende Frage, wie das Denkmal für Heinrich Schliemann an den Schweriner Pfaffenteich kam, und vieles andere mehr.
Preisträgerin Renate Drefahl (Mitte), Laudatorin Dr. Cornelia Nenz und Stiftungsgeschäftsführer Dr. Florian Ostrop. Foto: Olaf Both
Am gestrigen Abend erhielt die Germanistin Renate Drefahl in Schwerin den Preis der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes. Die Preisträgerin macht sich seit Langem um die Erinnerung an den Schriftsteller Fritz Reuter und die Pflege der plattdeutschen Sprache verdient.
„Frau Drefahl steht mit ihrem Engagement für die Vermittlung niederdeutschen Kulturerbes an ein breites Publikum“, begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung für die Preisvergabe. Dies zeige sich u.a. in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen, kostümierten Stadtführungen, in der Teilnahme an Plattdeutschsendungen im Rundfunk und in Vorträgen. Besondere Bedeutung für das kulturelle Leben in Mecklenburg-Vorpommern allerdings komme ihrem Engagement als Vereinsvorsitzende zu. Renate Drefahl, die bis zu ihrem Ruhestand im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen tätig war, wurde bereits 1991 Mitglied im Förderverein Reuter-Museen e.V. Vor sieben Jahren übernahm sie den Vorsitz jenes Vereins, der heute rund 120 Mitglieder in ganz Deutschland, in den USA und in Österreich zählt.
Der Förderverein Reuter-Museen e.V. fördert die vier Reuterstätten in Stavenhagen, Eisenach, Dömitz und Neubrandenburg bei Ankäufen, Publikationen und Baumaßnahmen. Er vernetzt diese Stätten miteinander und hat dabei auch einen kleinen Gedenkort in Altentreptow mit im Blick. Der Verein wird darüber hinaus mit innovativen Ideen öffentlich wirksam, etwa durch die Einrichtung eines Fahrradweges auf den Spuren Fritz Reuters.
Der Preis der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes wird seit 2017 jährlich vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € verbunden.
Sophia Maeno (links) und Maša Novosel. Foto: privat
Die CD „Friedrich Wilhelm Kücken. Romantische Lieder“ ist die neueste Publikation der Stiftung Mecklenburg, realisiert in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und dem Verlag Edition Massonneau. Die Schweriner Mezzosopranistin Sophia Maeno, der Bariton Andreas Beinhauer aus Halle (Saale) und die Pianistin Maša Novosel aus Zagreb haben aus rund 130 überlieferten Kücken’schen Liedern mehr als 20 klavierbegleitete Solostücke des Künstlers (1810 Bleckede – 1882 Schwerin) aufgenommen. Diese Auswahl – fast durchweg Weltersteinspielungen – enthält anrührende Darstellungen von Abschied, Abendstimmung oder Liebessehnsucht ebenso wie heiter-humorvolle Werke. Sie entstand als Produktion des Deutschlandfunks Kultur auf der Basis einer kritischen Notenausgabe des in Schwerin beheimateten Musikverlages Edition Massonneau.
Am kommenden Sonnabend, den 10. Februar, um 16 Uhr, wird die neue Sonderausstellung „Gemeinsinn und Nachhaltigkeit. Zum kulturellen Erbe des Stiftens in Mecklenburg-Vorpommern“ im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz eröffnet. Die Schau stellt 20 historische Stiftungsgeschichten aus dem gesamten Bundesland vor. Im Vordergrund stehen dabei die Persönlichkeiten hinter den Stiftungen und die Leitfrage: Was motiviert Menschen, sich mit ihrem Vermögen für das Gemeinwohl zu engagieren? Eine Tafel ist dabei auch der Neustrelitzer Heimatforscherin Annalise Wagner gewidmet.
Entstanden ist die Ausstellung in einer Kooperation der Stiftung Mecklenburg mit dem Landesnetz der Stiftungen in MV, die durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und durch die Stiftungen Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gefördert wurde. Zur Vernissage am 10. Februar laden die Kuratoren der Ausstellung Dr. Antje Strahl & Dr. Reno Stutz zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch ein.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung läuft vom 10.02.2024 bis zum 14.04.2024.
Für den 29. Januar haben die Stiftung Mecklenburg und die Stadtvertretung Neustrelitz zum siebenten Mal dazu eingeladen, miteinander über die Zukunft des Neustrelitzer Schlossbergareals zu sprechen (Strelitzius berichtete). Als Referenten angesagt haben sich Dr. Kai-Michael Sprenger, Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte Frankfurt a. M., und Dr. Frank Havemann, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin. Konferenzort ist das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in der Residenzstadt.
Heute ist nun das Programm veröffentlicht worden, das ich dieser Meldung anhänge. Anmeldungen per Mail sind noch möglich unter tagungsbuero.neustrelitz@gmail.com.
Thomas Naedler, Susanne Bliemel und Dr. Florian Ostrop (von links). Foto: Stiftung Mecklenburg
Im Jahr ihres 50. Jubiläums vergibt die Stiftung Mecklenburg zwei gleichrangige Preise für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes. Am gestrigen Mittwochabend erhielt die Lehrerin, Moderatorin und Autorin Susanne Bliemel aus Banzkow einen der beiden Preise in Schwerin verliehen. Den passenden Rahmen hierfür bildete das von der Preisträgerin gemeinsam mit Thomas Naedler selbst entwickelte neue plattdeutsche Programm „Blink un Blank“.
Susanne Bliemel trägt seit Jahrzehnten mit viel Fantasie, Kreativität und freundlicher Beharrlichkeit dazu bei, das Plattdeutsche als lebendige Sprache zu pflegen – mit ihren Übersetzungen des Virtuellen Landesmuseums MV und der „Abrafaxe“ ebenso wie auch als Lehrerin, Weiterbildungsfachkraft, Radiomoderatorin und Buchautorin. Damit stärke sie in erheblichem Maße regionale Identität in Mecklenburg-Vorpommern, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, Dr. Florian Ostrop, bei der Übergabe des Preises.