Es war schon ein bemerkenswertes Geschenk, das die Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger „ihrem“ Fritz Reuter 1863 überreichten – kurz vor dem Fortgang des Erfolgsautors aus Mecklenburg nach Thüringen. 100 Personen aus der Stadt und ihrem näheren Umland hatten sich mit Porträtfotografien an einem Erinnerungsalbum beteiligt.
Peter Starsy, Dr. Bernd Schattinger und Marco Zabel (von links).
Im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz hat gestern Peter Starsy den Daniel-Sanders-Preis 2024 für Kultur und Demokratie erhalten (Strelitzius berichtete). Laudator Dr. Bernd Schattinger würdigte den von der Stiftung Kulturgut Ausgezeichneten als einen „Datensammler, der sich als Laienforscher professionalisiert und der letztlich mit seiner genealogisch ausgerichteten Familien- und Personendaten-Sammlung eine besondere kulturell-wissenschaftliche Leistung erbracht hat und erbringt“.
Schattinger, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins der Landesbibliothek M-V, sprach im Zusammenhang mit der Würdigung aber nur von einem ersten Schritt. In einem zweiten müsse für das auf einem Privat-PC existierende Verzeichnis eine offizielle, öffentliche, serverbasierte und professionelle Datenbank eingerichtet und betrieben werden. Er denke dabei an Institutionen wie das Landeshauptarchiv, die Landesbibliothek oder auch an die Universitätsbibliotheken Rostock und Greifswald. „Wenn das gelänge, wäre das Lebenswerk von Peter Starsy, des in der Tradition von Daniel Sanders wirkenden Personen-Lexikografen gesichert.“
Peter Starsy, Dr. Bernd Schattinger und Marco Zabel (von links).
Der Burg Stargarder Personen-Lexikograf Peter Starsy ist am Mittag im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz mit dem Daniel-Sanders-Preis für Kultur und Demokratie 2024 geehrt worden (Strelitzius berichtete). Die von der Stiftung Kulturgut Mecklenburg-Strelitz vergebene Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert. Sie ist zum 17. Mal vergeben worden.
Im bis auf den letzten Platz besetzten Daniel-Sanders-Saal des Quartiers wurden das außerordentliche ehrenamtliche Engagement und die Grundlagenarbeit des 64-jährigen gelernten Uhrmachers zur Erforschung der Landes-, Regional- und Ortsgeschichte in Mecklenburg-Strelitz hervorgehoben, der in Neubrandenburg aufgewachsen ist und bereits im Alter von zwölf Jahren begonnen hatte, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Nach einleitenden Worten des Stiftungsvorsitzenden Marco Zabel hatte der Berliner Sanders-Experte Sebastian Göttel einen stark beachteten Festvortrag zum Beziehungsgeflecht von Sprache in Demokratie und Diktatur gehalten.
In diesem Jahr vergibt die Stiftung Kulturgut Mecklenburg-Strelitz den Daniel-Sanders-Preis für Kultur und Demokratie an Peter Starsy aus Burg Stargard (Strelitzius berichtete kurz), der für sein außerordentliches Engagement und seine Grundlagenarbeit zur Erforschung der Landes-, Regional- und Ortsgeschichte in Mecklenburg-Strelitz geehrt wird. Neben dem jüngst erschienenen Personenlexikon „Wer war wer in Neubrandenburg“ nahm die Jury ausdrücklich Bezug auf das jahrzehntelange ehrenamtliche Wirken des Preisträgers.
Die Stiftung Kulturgut Mecklenburg-Strelitz vergibt den Daniel Sanders Preis für Kultur und Demokratie in diesem Jahr an Peter Starsy aus Burg Stargard. Er wird für sein außerordentliches Engagement und seine Grundlagenarbeit zur Erforschung der Landes-, Regional- und Ortsgeschichte in Mecklenburg-Strelitz geehrt. Im Mittelpunkt stehen dabei seine Forschungen zur Biographie- und Personengeschichte.