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Auszeichnung, Daniel Sanders Preis, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Starsy, Stiftung Kulturgut

Der Burg Stargarder Personen-Lexikograf Peter Starsy ist am Mittag im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz mit dem Daniel-Sanders-Preis für Kultur und Demokratie 2024 geehrt worden (Strelitzius berichtete). Die von der Stiftung Kulturgut Mecklenburg-Strelitz vergebene Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert. Sie ist zum 17. Mal vergeben worden.
Im bis auf den letzten Platz besetzten Daniel-Sanders-Saal des Quartiers wurden das außerordentliche ehrenamtliche Engagement und die Grundlagenarbeit des 64-jährigen gelernten Uhrmachers zur Erforschung der Landes-, Regional- und Ortsgeschichte in Mecklenburg-Strelitz hervorgehoben, der in Neubrandenburg aufgewachsen ist und bereits im Alter von zwölf Jahren begonnen hatte, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Nach einleitenden Worten des Stiftungsvorsitzenden Marco Zabel hatte der Berliner Sanders-Experte Sebastian Göttel einen stark beachteten Festvortrag zum Beziehungsgeflecht von Sprache in Demokratie und Diktatur gehalten.
Die Laudatio hielt Dr. Bernd Schattinger (Schwerin). Er bescheinigte dem Preisträger eine „besondere kulturell-wissenschaftliche Leistung“. Die von ihm „nach dem Uhrmacher-Prinzip der Präzision“ in vielen Jahren angelegte Datenbank enthalte Angaben zu mehr als 153.000 Familien und Personen, die viel umfangreicher und komplexer seien als die üblichen Einträge in Personen-Lexika.
Eindringliche Worte des Geehrten
In seinen Dankesworten sagte Peter Starsy unter anderem: „Geschichte ist nicht nur das, was einmal gewesen ist. Geschichte verlangt auch danach genauer hinzuschauen, zu ergründen, was geschah, warum etwas geschah, wer daran beteiligt war und welches Schicksal oft genug aus dieser Beteiligung erwuchs.“ Ohne das Wissen um Geschichte bleibe der Umgang mit Gegenwart zufällig, bleibe insbesondere die Gestaltung von Zukunft unsicher.
Zu den ersten Gratulanten am Ende des Festaktes gehörte der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund. Heiko Kärger, letzter Landrat des 1994 gebildeten Landkreises Mecklenburg-Strelitz und Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, hatte sich auf Initiative des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz in einer Videobotschaft an die Versammelten gewandt. Die Kreismusikschule Kon.centus umrahmte die Festveranstaltung musikalisch. Mehr von der würdigen Veranstaltung im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz morgen hier im Blog.
