Es war schon ein bemerkenswertes Geschenk, das die Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger „ihrem“ Fritz Reuter 1863 überreichten – kurz vor dem Fortgang des Erfolgsautors aus Mecklenburg nach Thüringen. 100 Personen aus der Stadt und ihrem näheren Umland hatten sich mit Porträtfotografien an einem Erinnerungsalbum beteiligt.
Preisträgerin Renate Drefahl (Mitte), Laudatorin Dr. Cornelia Nenz und Stiftungsgeschäftsführer Dr. Florian Ostrop. Foto: Olaf Both
Am gestrigen Abend erhielt die Germanistin Renate Drefahl in Schwerin den Preis der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes. Die Preisträgerin macht sich seit Langem um die Erinnerung an den Schriftsteller Fritz Reuter und die Pflege der plattdeutschen Sprache verdient.
„Frau Drefahl steht mit ihrem Engagement für die Vermittlung niederdeutschen Kulturerbes an ein breites Publikum“, begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung für die Preisvergabe. Dies zeige sich u.a. in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen, kostümierten Stadtführungen, in der Teilnahme an Plattdeutschsendungen im Rundfunk und in Vorträgen. Besondere Bedeutung für das kulturelle Leben in Mecklenburg-Vorpommern allerdings komme ihrem Engagement als Vereinsvorsitzende zu. Renate Drefahl, die bis zu ihrem Ruhestand im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen tätig war, wurde bereits 1991 Mitglied im Förderverein Reuter-Museen e.V. Vor sieben Jahren übernahm sie den Vorsitz jenes Vereins, der heute rund 120 Mitglieder in ganz Deutschland, in den USA und in Österreich zählt.
Der Förderverein Reuter-Museen e.V. fördert die vier Reuterstätten in Stavenhagen, Eisenach, Dömitz und Neubrandenburg bei Ankäufen, Publikationen und Baumaßnahmen. Er vernetzt diese Stätten miteinander und hat dabei auch einen kleinen Gedenkort in Altentreptow mit im Blick. Der Verein wird darüber hinaus mit innovativen Ideen öffentlich wirksam, etwa durch die Einrichtung eines Fahrradweges auf den Spuren Fritz Reuters.
Der Preis der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes wird seit 2017 jährlich vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € verbunden.
Felix Reuter ist Pianist und Musikkomödiant, Improvisationskünstler und Entertainer. Er ist ein Genie im Kombinieren von Komödie und klassischer Musik und steht für exzellente Unterhaltung auf höchstem Niveau. Am kommenden Freitag, den 1. Dezember, gastiert er um 19.30 Uhr im Landestheater Neustrelitz.
In seiner Show wird musiziert, geplaudert und gerätselt. Woher stammt z. B. das Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“? Wer hat es geklaut? Woher hat J. S. Bach die Melodie von „Jesu bleibet meine Freude“ – von „Sind die Lichter angezündet“!! Jingle Bells kommt in Bachs Kompositionen zum ersten Mal in verkürzter Form vor, – oder was hat die Ode an die Freude von Beethoven mit einem Weihnachtslied zu tun? – Sehr viel!!!
TICKETS unter 03981 20 64 00 oder einfach online buchen unter https://tog.de