Am Samstag, den 22. August, um 16 Uhr, würdigt der Förderverein Liepener Kirche und Orgel mit einer Lesung up platt den großen niederdeutschen Dichter und Schriftsteller Rudolf Tarnow. Rainer Schumacher wird unterhaltsam durch das Leben und Werk des beliebten Autors führen. Eine Begegnung mit Köster Klickermann ist natürlich auch dabei.
Im Rahmen des Projekts „On & Off für 60+ Gemeinsam gegen Einsam“ beim ISBW in Neustrelitz wird am morgigen Mittwoch, dem 18. März, um 14 Uhr, zu einer weiteren Begegnung eingeladen. Nach einer vorangegangenen Buchvorstellung kam die Idee auf, doch mal einen Nachmittag der plattdeutschen Sprache zu widmen. Nun ist es soweit. In gemütlicher Runde trifft sich die Gruppe zu einer besonderen Lesung. Volker Bieschke wird Texte des bekannten niederdeutschen Dichters Fritz Reuter, auf Plattdeutsch, zu Gehör bringen. Unterstützung erfährt er dabei von Dieter Mülling. Musikalische Einspielungen plattdeutscher Lieder lockern die Lesung zwischen den Texten auf.
Christine Kittendorf freut sich auf die Besucher beim Plattdeutschen Nachmittag in ihrem Kaffeehus.
Im Mirower Kaffeehus Kittendorf findet am komenden Montag, den 13. Januar, um 14.30 Uhr der nächste Plattdeutsche Nachmittag statt. Es wird vergnüglich für alle Plattdeutschfreunde und die, die es werden wollen, verspricht Gastgeberin Christine Kittendorf.
Preisträgerin Renate Drefahl (Mitte), Laudatorin Dr. Cornelia Nenz und Stiftungsgeschäftsführer Dr. Florian Ostrop. Foto: Olaf Both
Am gestrigen Abend erhielt die Germanistin Renate Drefahl in Schwerin den Preis der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes. Die Preisträgerin macht sich seit Langem um die Erinnerung an den Schriftsteller Fritz Reuter und die Pflege der plattdeutschen Sprache verdient.
„Frau Drefahl steht mit ihrem Engagement für die Vermittlung niederdeutschen Kulturerbes an ein breites Publikum“, begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung für die Preisvergabe. Dies zeige sich u.a. in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen, kostümierten Stadtführungen, in der Teilnahme an Plattdeutschsendungen im Rundfunk und in Vorträgen. Besondere Bedeutung für das kulturelle Leben in Mecklenburg-Vorpommern allerdings komme ihrem Engagement als Vereinsvorsitzende zu. Renate Drefahl, die bis zu ihrem Ruhestand im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen tätig war, wurde bereits 1991 Mitglied im Förderverein Reuter-Museen e.V. Vor sieben Jahren übernahm sie den Vorsitz jenes Vereins, der heute rund 120 Mitglieder in ganz Deutschland, in den USA und in Österreich zählt.
Der Förderverein Reuter-Museen e.V. fördert die vier Reuterstätten in Stavenhagen, Eisenach, Dömitz und Neubrandenburg bei Ankäufen, Publikationen und Baumaßnahmen. Er vernetzt diese Stätten miteinander und hat dabei auch einen kleinen Gedenkort in Altentreptow mit im Blick. Der Verein wird darüber hinaus mit innovativen Ideen öffentlich wirksam, etwa durch die Einrichtung eines Fahrradweges auf den Spuren Fritz Reuters.
Der Preis der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes wird seit 2017 jährlich vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € verbunden.
Das Kaffeehus Kittendorf in Mirow hat mich gebeten, zwei Veranstaltungen anzukündigen: Am Montag, 30. September, gibt es ab 14 Uhr einen Plattdeutschen Nachmittag. In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre kommen Plattdeutschfreunde und die es werden wollen auf ihre Kosten. Der Eintritt ist frei, der Hut geht rum…
Am Freitag, 4. Oktober, um 18 Uhr, findet eine Autorenlesung mit Martin Nicklas statt. Der Neustrelitzer liest aus seinem zweiten Buch „Es kommt stets auf die Grautöne an!“ und aus seinem Kurzgeschichten-Fundus. Der Eintritt ist auch hier kostenlos, eine Hutspende ist erwünscht.
Mit der ins Plattdeutsche übertragenen Komödie EXTRAWURST ist die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin am Sonntag, 2. Juni, um 16 Uhr, in Neustrelitz am Landestheater zu Gast
„In’n Frieden un in’n Krieg behöllt de Einigkeit denn’ Sieg“. Noch Fragen? Dann ist das so beschlossen. Am Ende einer Vereinssitzung im Tennisclub, souverän durchmoderiert vom frisch wiedergewählten Vorsitzenden, soll vor der Buffet-Eröffnung unter Punkt 7. ‚Sonstiges‘ nur noch fix über den Kauf des neuen Grills abgestimmt werden. Da entzündet sich an der Frage, wo denn das Halal-Grillgut des türkischstämmigen Mitglieds gebraten werden soll, eine Diskussion, in deren Verlauf sich der Tennisverein komplett zerlegt. Dabei hatte der Betroffene zunächst gar kein Problem, wohl aber mit dem nun folgenden Umgang damit. Und sehr bald geht es gar nicht mehr um die Wurst, sondern in wechselnden Fronten um Fleischesser:innen gegen Vegetarier:innen, Religiöse gegen Atheist:innen, Gutmenschen gegen Hardliner:innen, Feminist:innen gegen Chauvis, Mitglieder gegen Vorstände – schlicht und einfach: ums Prinzip wie ums Überleben, also jede:r gegen jede:n.
Das Pastewka-Autorenduo, auch für die TV-Serie Stromberg bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, versetzt seine Zuschauer:innen mitten hinein in einen unserer oft genug absurden, selbstgerechten Kulturkämpfe. Und als Teil der Mitgliederversammlung kann das Publikum gelegentlich sogar mit abstimmen.
Die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin ist mit ihrem von Ulrike Stern ins Plattdeutsche übertragenen Stück „Allens, wat ick säker weit“ am 29. Oktober um 16 Uhr zu Gast im Landestheater Neustrelitz. „Ick fraag mi, wanniehr dat losgeiht. Dat Läwen. Wanniehr fangt dat Läwen an?“
Nach der Schulzeit wollte Rosie nur ein Vierteljahr weg, um herauszukriegen, was sie will und um vielleicht ihr Glück zu finden. Doch als sie ins Elternhaus zurückkehrt, scheint dort nichts mehr zu sein, wie es war: Ihre große Schwester Paula möchte raus aus ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter. Ihr Bruder Benjamin kämpft darum, mit dem Lebensstil seiner Kollegen mitzuhalten. Ihr älterer Bruder Marko möchte weiblich gelesen werden. Und ihre Eltern, Robert und Franziska, würden so gerne und können doch nicht alles richtig machen. Mit den Kindern aus dem Haus aber im Leben noch nicht ganz angekommen und noch ein paar Jahre bis zur Rente für die Eltern, muss sich Familie Voss völlig neu aufstellen. Da versucht nicht nur Rosie, sich zu besinnen auf Alles, was sie sicher weiß.
In dem 2016 von The State Theatre Company of South Australia und Frantic Assembly uraufgeführten Things I Know To Be True begleitet Andrew Bovell seine Figuren über ein ganzes Jahr. Mit großem Mitgefühl, genauer Beobachtung und einem feinen Gespür für Tragik und Komik fragt der australische Dramatiker danach, was eine Kernfamilie noch zusammenhält, wenn ihre Kinder groß sind.
Ute Eisenack, Beauftragte für Evangelischen Religionsunterricht, spricht Plattdeutsch. Foto: privat
Zum diesjährigen plattdeutschen Gottesdienst am Sonntag im Rahmen des heute Abend beginnenden Altstrelitzer Stadtteilfestes (Programm unten) wurde Ute Eisenack eingeladen. Die 54-Jährige stammt aus Malchin und lebt jetzt in Brandenburg. Dort war sie lange für den Religionsunterricht in Brandenburg zuständig und ist nun Schulpfarrerin in Wittstock. Zudem ist sie Plattdeutschbeauftragte der Berlin-Brandenburgischen Kirche (EKBO) und im Bundesrat für Niederdeutsch. Manch eine hat vielleicht schon ihre plattdeutschen Andachten auf Radio NDR1 gehört. Plattdeutsch ist die Sprache ihrer Kindheit und sie sagt: „ Plattdeutsch predigen bedeutet für mich auch, sehr anschaulich die Worte zu wählen, um den ganzen Menschen in Fühlen und Denken ansprechen zu können.“
So versucht Ute Eisenack den Menschen aller Generationen die plattdeutsche Sprache wieder ans Herz und in den Mund zu legen. Sie hat sich auch mit Situation und Geschichte der Altstrelitzer beschäftigt und wird sicher einiges zu sagen haben. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr auf dem Festplatz in Altstrelitz, weil die Kirche zur Zeit nicht nutzbar ist. Musikalisch wird er vom Posaunenchor Strelitz unter Leitung von Wolfgang Erben begleitet. Und natürlich sind alle eingeladen, auch selbst auf Platt mitzusingen und mitzubeten.
Wer gerne mal wieder den Sprachklang von Platt genießen möchte, ist am Mittwoch, 2. August, 19 Uhr, im Antiquariat Neustrelitz, Am Stadthafen 17, am richtigen Ort. „Plattdeutsche Geschichten“ verspricht Dr. Cornelia Nenz bei Ihrer Lesung.
Sie ist eine ausgewiesene Kennerin der niederdeutschen Sprache, wirkte in Neustrelitz als Dramaturgin und Intendantin des Staatlichen Folkloreensemble der DDR und leitete danach zwölf Jahre lang das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen. Wie immer gilt: Eintritt frei; Spenden erbeten.