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„Eine traurige Niederlage, wir waren nicht von Anfang an druckvoll da, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten. Irgendwie hatten wir keinen Zugriff, haben Chancen kreiert, aber der letzte Ball kam nicht an“, blickte TSG-Mannschaftskapitän Will Siakam im Gespräch mit mir auf die heutigen 1:2-Heimniederlage der Neustrelitzer Fußball-Oberligisten gegen die Reinickendorfer Füchse zurück (Strelitzius berichtete kurz).

„In der zweiten Halbzeit waren wir dann im Spiel, aber der Elfmeter gegen uns hat uns wieder aus der Balance gebracht. Nach dem Strafstoß für uns waren wir wieder in der Spur, hatten auch Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt. Im Großen und Ganzen hat es heute einfach nicht gereicht. Wenn wir genauso weiterspielen, wird es schwer in der Saison. Wir müssen nachlegen, Gas geben, weiter an uns glauben, und dann wird es schon“, so Siakam.

Früher Rückstand

Fürs Protokoll, dass die TSG vor 300 Zuschauern im Parkstadion bereits in der 14. Minute durch eine völlig konfuse Abwehr in Rückstand geraten ist. Nach vorn Fehlpässe über Fehlpässe, unnötige Ballverluste, kaum Spielentwicklung, es konnte nur besser werden, und es wurde besser. Die Einwechslung von Anrijs Tomass Kmetjuks und Younes Laribi zu Beginn der zweiten Halbzeit bringt neuen Druck unter den TSG-Kessel. Jean Luca Beck hat gute Szenen. Dennoch fällt das 0:2 (Elfmeter), dann endlich ebenfalls vom Punkt das 1:2 durch Will Siakam. Fast im Gegenzug Handelfmeter für die Füchse, die TSG mit Fortuna im Bunde: Der Ball prallt von der Unterkante der Latte ab, das wäre schon das Aus gewesen. Ein Geschenk!

Will Siakam hätte wenigstens noch die Punkteteilung besorgen können, aber, allein vom Tor, setzt er das Leder deutlich neben den linken Pfosten. Die größte Gelegenheit für die Neustrelitzer in den gesamten 95 Minuten. Es sollte wohl nicht sein, gefightet wurde bis zum Abpfiff, das Blatt aber nicht mehr gewendet. Ganz miese Stimmung im Stadion.

Schwächster Auftritt der Saison

„Alle sind enttäuscht, Spieler ebenso wie Trainerteam“, sagte mir Co-Trainer Tino Schmunck. „Es war von vornherein kein Schwung in unserem Spiel, es floss so dahin, bislang unser schwächster Auftritt in dieser Saison. Wir müssen nach den Landespokalspielen, die ja nichts für den Oberliga-Betrieb bringen, nun endlich unseren Rhythmus finden. Die Jungs sind fit, aber sie müssen weiter zusammenwachsen. Das braucht Zeit, mindestens ein halbes Jahr.“ Hinzu komme, dass in die Mannschaft aus der jüngeren Geschichte der TSG heraus hohe Erwartungen gesetzt sind, gerade auch bei Heimspielen, ein Rucksack, der für den einen oder anderen Spieler gewöhnungsbedürftig sei. „Hier in der Oberliga ist nichts egal, hier müssen Punkte geholt werden.“

Das letzte Wort habe ich heute TSG-Präsident Nico Manke gegeben: „In diesem Spiel hat es auf unserer Seite so viele individuelle Fehler gegeben, kaum anzusehen, die Niederlage ist nicht ganz unverdient. In er zweiten Hälfte haben wir wenigstens ein paar gute Ansätze gesehen, wir hätten das 2:2 machen können, aber auch 1:3 verlieren können. Mit dem Ergebnis müssen wir leben.“