Ein Verkehrsunfall hat sich heute Nachmittag gegen 15.35 Uhr auf dem Neubrandenburger Friedrich-Engels-Ring ereignet. Ein 47-Jähriger befuhr mit seinem Pkw Peugeot aus der Rostocker Straße kommend den linken Fahrstreifen des Rings und kam aus ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab. Hier überfuhr der Mann zunächst den Radweg und kam dann im Bereich der Wallanlage an einem Baum zum Stehen.
Der Fahrzeugführer wurde bei dem Verkehrsunfall schwer verletzt und zur weiteren Behandlung ins Klinikum Neubrandenburg gebracht. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit, es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.
Am heutigen 27. März war für die Abiturientinnen und Abiturienten des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum der ersehnte letzte Schultag geplant. Der wird traditionell in ausgelassener Stimmung gemeinsam begangen. In diesem Jahr sollten die goldenen 20er Jahre das Motto sein. Nun ist alles anders gekommen.
In Anlehnung an das von den Schülern gewählte Thema hat die Schulleitung ein kleines Video „Abiturzulassung in Zeiten von Corona“ gedreht, um den jungen Leuten damit wenigstens eine kleine Freude zu machen. Übrigens eine Ehre, die noch keinem Abiturjahrgang zuteil wurde!
„Wir gratulieren allen 140 Abiturientinnen und Abiturienten, die die Zulassung zum Abitur geschafft haben, ganz herzlich und wünschen euch viel Erfolg für die bevorstehenden Abiturprüfungen“, so Schulleiter Henry Tesch in einem Grußwort. „Wenigstens habt Ihr für diese ja nun eine wesentlich längere individuelle Vorbereitungszeit, was für viele von euch auch ungeahnte Chancen bietet. Wir sind optimistisch, dass wir nach den Abiturprüfungen eine geeignete Form finden werden, euch in würdiger und froher Atmosphäre zu verabschieden.“
Alle diesjährigen zentralen Abiturprüfungen, die sonst im März und April stattgefunden hätten, werden erst Mitte Mai beginnen. Die Abiturprüfungen werden damit auf den Zeitraum verschoben, der ursprünglich für die Nachschreibtermine vorgesehen war.
Das bestehende Programm „MV-Schutzfonds“ zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft (Strelitzius berichtete) soll erweitert werden. „Es geht um weitere direkte Soforthilfe für betroffene Unternehmen. Die Last auf den Schultern der Wirtschaft ist riesig. Die Soforthilfe für akute Notsituationen soll nun auch für Unternehmen von 50 bis 100 Mitarbeitern ermöglicht werden. Diese Unterstützung soll in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses erfolgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Die Landesregierung hat sich am Freitag in einer Telefonkonferenz unter anderem mit Vertretern der IHKs in MV; den Handwerkskammern, der Vereinigung der Unternehmensverbände, des DEHOGA M-V und der Gewerkschaft zum Thema Soforthilfe ausgetauscht.
50 bis 100 Beschäftigte – Zuschuss beträgt 60.000 Euro
Im Land gibt es rund 900 Unternehmen in der Größenklasse mit 50 und bis zu 100 Beschäftigte. Nach den bisherigen Plänen sollen Unternehmen von 50 bis 100 Beschäftigten mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern nicht rückzahlbare Zuschüsse bis maximal 60.000 Euro erhalten. „Das Kabinett wird am Dienstag Details zu den Plänen beraten. Ein weiteres Thema ist dann auch die Unterstützung für Unternehmen von 101 bis 249 Beschäftigten“, so Glawe weiter.
Rund 12.000 Anträge eingegangen – Unterstützung für Kleinst- und Kleinunternehmen
Mit den Soforthilfen des Bundes und den Soforthilfen des Landes im Rahmen des MV-Schutzfonds können nicht rückzahlbare Zuschüsse an Unternehmen und Angehörige freier Berufe einschließlich selbstständiger Künstler und Kulturschaffender ausgereicht werden, die durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht sind. Die Soforthilfe-Programme richten sich an Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Das Landesförderinstitut zahlt seit Donnerstagnachmittag die Gelder aus (Strelitzius berichtete).
Rund 12.000 Anträge sind aktuell beim Landesförderinstitut eingegangen. „Die Nachfrage bei der Soforthilfe ist verständlicherweise ungebremst hoch. Das ist in der Geschichte unseres Landes einmalig. Wir setzen auf schnelle Unterstützung für die Menschen vor Ort“, so Glawe. Die Anträge wurden schon über 105.000 Mal beim Landesförderinstitut heruntergeladen. Auf Bitten des Ministers werden die Anträge vom LFI auch am Wochenende weiter bewilligt. „Dafür danke ich dem gesamten Team des Landesförderinstitutes sehr. Es ist toll, was hier in den vergangenen Tagen auf die Beine gestellt wurde“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.
Die Anträge für Kleinst- und Kleinunternehmen sind zum Download auf der Internetseite des Landesförderinstitutes eingestellt: www.lfi-mv.de
Das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) informieren:
Insgesamt wurden bislang 309 Menschen in MV positiv auf das Virus getestet.
20 Personen mussten/müssen im Krankenhaus behandelt werden, vier davon auf einer Intensivstation.
In sechs Laboren in MV, die auch alle Corona-Tests aus den Abstrichzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städte auswerten, wurden insgesamt bislang fast 13.000 Corona-Tests analysiert.
Am heutigen Welttheatertag habe ich mich besonders über ein paar Zeilen von meinem Blogfreund Marco Zabel, Vorsitzender des Fördervereins Landestheater Neustrelitz gefreut. Der Spielbetrieb der Theater- und Orchester GmbH mit allen ihren Sparten kann ja derzeit nicht stattfinden. Gleiches gilt für die Deutsche Tanzkompanie. Und im 20. Jahr der Festspiele im Schlossgarten bzw. der Schlossgartenfestspiele werden wir auch auf diese verzichten müssen, ich hatte darüber berichtet.
Auf facebook, instagram und youtube kann man sehen, wie die Theatermitarbeiter den Kontakt zum Publikum aufrecht zu erhalten versuchen. WIR SIND FÜR EUCH DA! rufen sie uns zu, auch mit persönlichen Grüßen und „kleiner Kunst im Stream“, wie Marco Zabel würdigt. „Am Welttheatertag möchte ich diese Grüße im Namen des Theaterfördervereins unbedingt erwidern. WIR VERMISSEN EUCH!!! Wer bisher noch nicht wußte, was wir an unserem Theater und euch haben, wer es in den bangen Jahren vor dem Theaterpakt nicht wissen wollte, der merkt es jetzt. Und so wünschen wir unserer Theater und Orchester Gesellschaft und allen Mitwirkenden heute alles Gute und freuen uns auf die Zeit, wo wieder gearbeitet, geprobt und gespielt werden kann. Und wir das alles unbeschwert genießen können! Wir brauchen gewiss Vernunft und Geduld, aber wir sind bereits bereits fest VERABREDET“, so der Neustrelitzer.
Der Laden „Hauptsache kreativ“ in der Strelitzer Straße in Neustrelitz hat bereits zehn Schneiderinnen und Näherinnen gefunden, die mehrlagige, farbenfrohe Mundschutzmasken nähen. Die Masken sollen zunächst primär an Beschäftigte von „systemrelevanten“ Einrichtungen herausgegeben werden, die aktuell keine industriell hergestellten Masken bekommen können. Im nächsten Schritt kann die Zivilbevölkerung die selbstgenähten Masken an unterschiedlichen Orten der Stadt gegen eine Spende von mindestens fünf Euro erwerben.
Die Menschen sollen dieser Tage möglichst zu Haus bleiben und zwischenmenschliche Kontakte meiden. Aber irgendwann muss fast jeder mal raus: zum Einkaufen, zur Tankstelle, zur Bahn, zur Apotheke, zum Arzt. In diesem Moment kommen wir dann doch mit anderen Menschen in Kontakt und zwar mit denen, die in diesen Tagen ganz besonders dafür sorgen, dass die Versorgung der entscheidenden Lebensbereiche weiterhin funktioniert: Supermarktpersonal, Menschen in Gesundheitswesen und Pflegediensten, Beschäftigte von Bäckereien und anderen Lebensmittelgeschäften, Postangestellte, Busfahrer*innen, Reinigungskräfte, Feuerwehrleute, Polizisten usw. Diese Menschen treffen jeden Tag zwangsläufig und unfreiwillig sehr viele andere Menschen. Sie sind die offensichtlichen Helden dieser Tage!
Die vom Kulturquartier, der Initiative „Sofalebensretter“ (Strelitzius berichtete) und Kunden des Ladens „Hauptsache kreativ“ ins Leben gerufene Aktion „Bunt-Schutz für Neustrelitz“ soll diesen Menschen Respekt für ihre Arbeit zeigen und sie zudem vor einem potenziellen Ansteckungsrisiko besser schützen. Außerdem sollen mit der Aktion lokale Infrastrukturen, die durch Schließungen starke Umsatzeinbußen verzeichnen, zumindest minimal unterstützt werden. Die Masken sollen bunt und schön sein – ein modisches Kleidungsstück, das zugleich einen sehr wichtigen Zweck im öffentlichen Leben erfüllt.
Ein aufmerksamer Hinweisgeber hat der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg am Donnerstagabend gegen 22 Uhr telefonisch mitgeteilt, dass er zwei Personen auf einem Gartengrundstück am Sandberg in Neustrelitz bemerkt hat, die augenscheinlich Schrott stehlen. Die Beamten haben dort zwei männliche 35- und 42- jährige Deutsche angetroffen, die gerade Schrott in ihre Rucksäcke packten. Die beiden Neustrelitzer gaben an, dass es sich um einen verwilderten Garten handelt und sie sich aus diesem Grund auch Gegenstände mitnehmen dürften.
Die Polizeibeamten erläuterten den beiden Tatverdächtigen die Rechtslage. Auch wenn der Garten augenscheinlich nicht viel genutzt bzw. gepflegt wird, gibt es einen Eigentümer. Aus diesem Grund haben die Beamten eine Strafanzeige wegen versuchten Diebstahls aufgenommen. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle Neustrelitz aufgenommen. Die Gegenstände wurden wieder ausgepackt und in dem Garten belassen. Die Polizei möchte sich an dieser Stelle bei dem aufmerksamen Hinweisgeber bedanken.
Auf Anregung der Neustrelitzer Stadtvertretung wird im Neustrelitzer Familienzentrum ab kommenden Montag, 30. März, eine Telefonnummer erreichbar sein, unter der Hilfesuchende und Anbieter von nachbarschaftlicher Hilfe schnell und unkompliziert zueinander gebracht werden sollen.
Jeder, der helfen kann und möchte, kann sein Angebot hier registrieren lassen. Jeder der z. B. eine Einkaufhilfe sucht, seine Medikamente aus der Apotheke braucht, zum Briefkasten muss oder seinen Hund ausführen lassen möchte kann sich melden. Im Familienzentrum wird beides koordiniert und vermittelt.
Erreichbar ist die Vermittlungsstelle montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 03981 203862 im Familienzentrum. Frau Wozniak und Frau Kaiser nehmen die Anrufe gern entgegen.
In Mecklenburg-Vorpommern stehen ab heute vier Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereit, im Auftrag des Gesundheitsministeriums bei Verdacht einer Corona-Infektion Abstriche bei immobilen Patienten vorzunehmen. „Immobilen Menschen, die keine Möglichkeit haben bei einem Corona-Verdacht in ein Abstrichzentrum zu kommen, wird geholfen. In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz sind vier Teams zusammengestellt worden, die in das heimische Umfeld kommen, um dort Abstriche vorzunehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.
Die 2er-Teams sind mit medizinischem Fachpersonal besetzt, die im ganzen Land unterwegs sein werden, um die Abstriche vornehmen. Die Abstriche erfolgen ausschließlich durch die Verordnung eines Arztes, der einen DRK-Koordinator über die Einsätze informiert. Dieser teilt die Teams nach Bedarf und Notwendigkeit ein. Das Wirtschaftsministerium fördert die mobilen Teams mit bis zu 100.000 Euro pro Monat.