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Der Laden „Hauptsache kreativ“ in der Strelitzer Straße in Neustrelitz hat bereits zehn Schneiderinnen und Näherinnen gefunden, die mehrlagige, farbenfrohe Mundschutzmasken nähen. Die Masken sollen zunächst primär an Beschäftigte von „systemrelevanten“ Einrichtungen herausgegeben werden, die aktuell keine industriell hergestellten Masken bekommen können. Im nächsten Schritt kann die Zivilbevölkerung die selbstgenähten Masken an unterschiedlichen Orten der Stadt gegen eine Spende von mindestens fünf Euro erwerben.

Die Menschen sollen dieser Tage möglichst zu Haus bleiben und zwischenmenschliche Kontakte meiden. Aber irgendwann muss fast jeder mal raus: zum Einkaufen, zur Tankstelle, zur Bahn, zur Apotheke, zum Arzt. In diesem Moment kommen wir dann doch mit anderen Menschen in Kontakt und zwar mit denen, die in diesen Tagen ganz besonders dafür sorgen, dass die Versorgung der entscheidenden Lebensbereiche weiterhin funktioniert: Supermarktpersonal, Menschen in Gesundheitswesen und Pflegediensten, Beschäftigte von Bäckereien und anderen Lebensmittelgeschäften, Postangestellte, Busfahrer*innen, Reinigungskräfte, Feuerwehrleute, Polizisten usw. Diese Menschen treffen jeden Tag zwangsläufig und unfreiwillig sehr viele andere Menschen. Sie sind die offensichtlichen Helden dieser Tage!

Die vom Kulturquartier, der Initiative „Sofalebensretter“ (Strelitzius berichtete) und Kunden des Ladens „Hauptsache kreativ“ ins Leben gerufene Aktion „Bunt-Schutz für Neustrelitz“ soll diesen Menschen Respekt für ihre Arbeit zeigen und sie zudem vor einem potenziellen Ansteckungsrisiko besser schützen. Außerdem sollen mit der Aktion lokale Infrastrukturen, die durch Schließungen starke Umsatzeinbußen verzeichnen, zumindest minimal unterstützt werden. Die Masken sollen bunt und schön sein – ein modisches Kleidungsstück, das zugleich einen sehr wichtigen Zweck im öffentlichen Leben erfüllt.

 „Die selbstgenähten Masken sind in systemrelevanten Bereichen nur bedingt einsetzbar, aber sie sind besser als gar kein Schutz. Im Alltagsleben unter der Zivilbevölkerung verringern sie – neben dem Einhalten der Abstandsregel und dem regelmäßigen Händewaschen – die Gefahr einer Ansteckung, da sie die Verbreitung von Tröpfchen durch Husten oder Niesen eindämmen. Wichtig ist, dass die Masken nach dem Tragen regelmäßig gewaschen werden“, sagt die Neustrelitzer Ärztin Beate Wendt. Es sollten sich also, sobald die selbstgenähten Masken verfügbar sind, möglichst viele Menschen der Aktion anschließen und die Masken IMMER beim Einkaufen, in der Bahn etc. tragen.

Systemrelevante Einrichtungen, die Bedarfe an den selbstgenähten Mundschutzmasken haben, wenden sich an Barbara Suhr-Lehmann von „Hauptsache kreativ“: 03981 256902 oder hauptsache_kreativ@arcor.de

Die Aktion freut sich über weitere Unterstützer*innen:

  1. Näher*innen und Schneider*innen, die über zeitliche Kapazitäten sowie eine Nähmaschine verfügen, können die Aktion nähenderweise unterstützen. Stoffe und Nähanleitungen stellt Barbara Suhr-Lehmann von „Hauptsache kreativ“ zur Verfügung: 03981-256902 (täglich 10 bis12 Uhr) oder hauptsache_kreativ@arcor.de
  • Läden und andere Infrastrukturen, die geöffnet haben, können die Aktion unterstützen, indem sie – wenn die systemrelevanten Bereiche versorgt sind – die Masken auch „unter die Bevölkerung“ bringen und eine Spendenbox aufstellen. Die gesammelten Spenden laufen bei Barbara Suhr-Lehmann vom Laden „Haupsache Kreativ“ zusammen – wie diese später verteilt werden und welchen Infrastrukturen und Menschen die Gelder zugute kommen, wird zu einem späteren Zeitpunkt unter den Initiatoren überlegt. Die Koordination der Distribution läuft über das Kulturquartier: 03981-23909-99 oder presse@kulturquartier.de