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Abbau, Burgverein, Maibaum, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Wesenberg

Ein paar Juni-Tage Gnadenfrist waren ihm ja noch eingeräumt worden. Aber nun war heute Schluss mit dem Etikettenschwindel, und der Wesenberger Maibaum musste vom Markt der Woblitzstadt weichen. Traditionell waren die Mannen des Burgvereins zum Abtransport angetreten, aber erstens ist das neue Prachtexemplar um einiges schwerer als sein Vorgänger (Strelitzius berichtete), und zweitens werden die seit Jahren Anpackenden bei allen Neuzugängen auch nicht jünger. Da war es nur von Vorteil, dass dem Maibaum-Team mit Marcel Beyer von der ortsansässigen Dachdeckerfirma Friedemann, Chef des Wesenberger Feuerwehrvereins, auch beim Abbau Unterstützung zuteil wurde.
Und das mit gleich zwei Fahrzeugen an einem Nachmittag. Zunächst wurde per Leiter ein Seil an der Spitze des Maibaums in zwölf Metern Höhe befestigt, um den Kaventsmann dann im zweiten Schritt am Kranhaken aus der Grube zu hieven und in die Waagerechte zu bringen. Aus der er dann doch per Hand auf starke Schultern gehoben und gemessenen Schritts in die nahegelegene Villa Pusteblume getragen wurde. Vorher wurden noch Kranz und Beschilderung mit flinken Fingern entfernt. Nach so vielen Jahren sitzt jeder Handgriff.
In der „Pusteblume“ wartet der nackte Maibaum unter dem Dach eines Carports auf den Wonnemonat 2027. Dann wird der Mast rechtzeitig nicht nur wieder geschmückt, sondern möglicherweise auch noch standesgemäßer aufgestellt. Wie mir Axel Hirsch, Vorsitzender des Burgvereins, verriet, schwebt seinen Mitstreitern und ihm eine kleine Zeremonie vor. Mit Gesang, und so… Das dürfte mit Sicherheit für noch mehr Zaungäste sorgen. Ich rege schon Mal „Der Mai ist gekommen“ an.
Bereits morgen ist der Wesenberger Burgverein übrigens wieder gefordert. Da gibt es von 13 bis 17 Uhr das traditionelle große Kinderfest unterhalb der Burg. Bin leider verhindert, aber unbedingt hingehen, ich weiß aus dem vergangenen Jahr, dass es sich so was von lohnt.






