In Waren nimmt am 1. Juli der vierte Pflegestützpunkt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte seine Arbeit auf. Bislang gab es dort nur eine Außenstelle. Damit steht im Landkreis ein erweitertes Beratungs- und Unterstützungsangebot für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen zur Verfügung.
Zu erreichen ist der Pflegestützpunkt unter der bekannten Anschrift Zum Amtsbrink 2 in Waren (Müritz), in den Räumen 1.08 und 1.09. Telefonisch sind die Pflegeberater unter der Nummer: 0395 570872332 und die Sozialberater unter 0395 570872331 zu erreichen.
Träger der Pflegestützpunkte in Demmin, Neustrelitz, Neubrandenburg und Waren (Müritz) sind die Pflegekassen und Krankenkassen im Land gemeinsam mit dem Landkreis.
Im Zusammenhang mit den Corona-Schutzbestimmungen sind die Stützpunkte derzeit nur telefonisch erreichbar. Mit den Pflege- und Sozialberatern können gern Termine vereinbart oder auch Fragen am Telefon beantwortet werden.
Nach fünf Jahren erfolgreicher Entwicklung der Konzertreihe „Stunde der Musik“ in der Prieperter Dorfkirche wird es in diesem „Corona-Jahr“ eine wahre Herausforderung. „Wir wollen aber versuchen, unseren Einwohnern, unseren Urlaubern und natürlich auch unseren Künstlern etwas von ‚Normalität‘ wiederzugeben“, so Gerhard Gönner, Vorsitzender des Vereins „Dorf-Natürlich-Leben“ gegenüber Strelitzius. „Natürlich unter den erschwerten Bedingungen wie begrenzte Besucherzahl, Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregelung, Teilnehmererfassung.“ Die Künstler haben es verdient, nach einer langen Pause wieder vor Publikum auftreten zu können. Wir wollen Ihnen gern diese Plattform geben.“
Das Programm (siehe Anhang) wird in diesem Jahr international mit Künstlern aus Mecklenburg-Vrpommern, aus Berlin, aus Frankreich und Russland (wenn es COVID-19 erlaubt). Auch mit kurzfristigen Programmänderungen muss gerechnet werden. So kann der Balalaikavirtuose Prof. Andrej Gorbatschow aus Moskau zum ersten Konzert am 26. Juni coronabedingt nicht anreisen. „Aber wir haben ja in der Region auch Künstler, die gern diese Konzertreihe nutzen“, weiß mein Blogpartner. Nun tritt am kommenden Freitag die noch junge Gruppe „IngFinety Folkas“ auf und wird mit verschiedenen Saiteninstrumenten begeistern.
Wenn das Wetter mitspielt finden die Konzerte natürlich im Freien statt, um einer größeren Zahl von Besuchern die Teilnahme zu ermöglichen. Ansonsten ist es fast wie jedes Jahr: Vom 26. Juni bis zum 28. August jeden Freitag um 19 Uhr Musik in der Dorfkirche Priepert. Der Eintritt ist frei aber um eine Spende wird gebeten. Die Plätze sind in der Zahl begrenzt.
Am Freitag, den 26. Juni, lädt der Verein queerNB zum „Queeren Stammtisch“ ein. Alle Menschen, die sich den queeren Communitys zugehörig oder sonst mit dem Thema verbunden fühlen, sind herzlich zum Austausch im sicheren Rahmen eingeladen. Da die Veranstaltung digital stattfinden, ist eine Anmeldung per E-Mail an info@queernb.de erforderlich.
Seit November 2017 treffen sich jeden letzten Freitag im Monat ab 20 Uhr queere Menschen zu einem Stammtisch in Neubrandenburg. Neben dem Torcafé, dem Stammlokal des Stammtischs, hat sich die Gruppe auch schon im Winehouse, dem Foyercafé, im Güterbahnhof und im Kulturpark getroffen. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die Treffen zuletzt digital statt. Im kommenden Monatsoll es jedoch wieder ein Treffen im realen Leben geben. Dann findet der Stammtisch am 31. Juli im Kulturpark statt.
4. Ringstraße gesperrt
Aufgrund der Instandsetzung von Hausanschlüssen wird die 4. Ringstraße zwischen der Pfaffenstraße und der Neutorstraße im Zeitraum vom 30. Juni bis zum 10. Juli für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. In diesem Zusammenhang wird die 4. Ringstraße aus Richtung Pfaffenstraße und Neutorstraße kommend als Sackgasse beschildert. Der Fußgängerverkehr wird an der Arbeitsstelle vorbeigeführt.
Im Zeitraum vom 22. Juni, 20.30 Uhr, bis zum 23. Juni, 20 Uhr, haben unbekannte Täter in der Wesenberger Bahnhofstraße einen Schuppen gewaltsam geöffnet und ein Motorrad der Marke KTM (EXC 125) entwendet. Sie schoben das Kraftrad über eine Rasenfläche in Richtung der dortigen Gärten. Der Wert des Fahrzeugs beträgt ca. 4000 Euro.
Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Sachverhalt aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier in Neustrelitz unter der Telefonummer 03981 258224 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
„Küss Dein Dorf wach! Werde Dorfmoderator/in“ – heißt es in diesem Jahr wieder für Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums. Die Hochschule Neubrandenburg bildet ab August wieder Dorfmoderatorinnen und –moderatoren aus. Gefragt sind Interessierte, die sich für eine lebendige Entwicklung ihres Dorfes engagieren. Gefördert aus dem Fond zur Unterstützung der ländlichen GestaltungsRäume des Landes Mecklenburg-Vorpommern, bietet die Hochschule damit die Möglichkeit, in sechs Modulen alle notwendigen Grundlagen zu erlernen, um im eigenen Dorf kleine wie große Projekte umzusetzen.
Ab sofort können sich engagierte Dorfbewohner/innen für die Ausbildung bewerben. Carmen Heymann, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Naturschutz und Landnutzungsplanung erklärt, was dahintersteckt: „Als Dorfmoderatorin oder -moderator geht es darum, sich in der Gemeinde zu vernetzen, um gemeinsame Vorhaben oder Aktivitäten mit der und für die Dorfgemeinschaft umzusetzen. Ziel der Teilnehmenden sollte sein, das eigene Dorf zukunftsfähig und vor allem lebendig zu halten.“ Die Fortbildung besteht aus sechs Modulen, die – außer der Exkursion – an der Hochschule Neubrandenburg stattfinden.
Zu Pfingsten hat sich Galeristin Gertrud Johannes entschlossen, die Neustrelitzer Hafengalere wieder zu öffnen. „Ich habe das praktisch über Nacht entschieden. Die Menschen sind dankbar, dass es wieder lebendiger zugeht, auch auf kulturellem Gebiet“, schreibt sie mir.
Die erste Ausstellung von Bärbel Stark aus Neubrandenburg endet an diesem Wochenende. Die nächsten Ausstellerinnen sind zwei Künstlerinnen aus dem Raum Stuttgart: Angelika Mollner, Malerei, und Elke Harders, Skulpturen. Sie präsentieren ihre Arbeiten unter dem Motto „Farbe trifft auf freche Form“ vom 1. Juli bis zum 16. August. Die Vernissage findet am Sonntag, 5. Juli, um 14.30 Uhr statt. Öffnungszeiten Mittwoch bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.
Über 60 Bürger*innen aus Neubrandenburg und der Region Mecklenburgische Seenplatte haben an einem Austausch zu Perspektiven der Erinnerungsarbeit teilgenommen. Er fand auf Einladung der Hochschule Neubrandenburg im ehemaligen Außenlager des KZ Ravensbrück im Wald bei Neubrandenburg statt, das nicht frei zugänglich ist (Strelitzius berichtete).
Nach persönlichen Grußworten von Peter Modermann, 1. Stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg und Prof. Gerd Teschke, Rektor der Hochschule Neubrandenburg, erinnerte Dr. Constanze Jaiser an die Anfänge der Entwicklung des ehemaligen KZ-Außenlagers als Gedenkort nach der politischen Wende. Mit dem Projekt „zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung“ wurden von der RAA MV z.B. Materialien aus dem Stadtarchiv und dem Regionalmuseum Neubrandenburg ausgewertet und aufbereitet sowie Zeitzeugen befragt. Im Rahmen eines weiteren RAA-Projekts wurde im vergangenen Jahr ein Nutzungskonzept für das Land Mecklenburg-Vorpommern entwickelt.
Einladung zur Biografiearbeit
Aus diesen Projekten entstand eine Materialsammlung mit internationaler Perspektive. Diese soll die Lehrenden heute bei ihrer Tätigkeit für eine lebendige, mit Beteiligung der Betroffenen, gemeinsam zu erarbeitende regionale Erinnerungskultur unterstützen, aber auch zur eigenverantwortlichen Biografiearbeit von Bürgerinnen und Bürgern einladen. Ein weiteres Beispiel der Arbeit ist der actionbound: Zwangsarbeit in Neubrandenburg, eine Bildungsralley für Smartphones.
Prof. Júlia Wéber
Mit ihrem Vortrag über Demokratiegefährdungen heute und dem Auftrag, diesen, mit Bildung für Erinnerungsarbeit und mit Gedenkstättenpädagogik als Handlungsfeld Sozialer Arbeit, entgegenzuwirken, stellte Prof. Júlia Wéber den „strukturellen Rassismus“ gestern und heute in den Fokus. Mit rassistischen Praktiken, wozu auch Niedriglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen zählen, würden Menschen fremd gemacht. Dabei sei auch institutioneller Rassismus auf einen Verstärkungsraum angewiesen. Sie betonte die rassismuskritische Haltung als Horizont von Hochschullehre in den Studiengängen des Fachbereich SBE und skizzierte spannende Möglichkeiten der Zusammenarbeit der anwesenden Institutionen und Akteur*innen in der Region. Gesellschaftliches Engagement und Reflexionen darüber sind grundlegend für eine starke Demokratie.