Nach den Sommerferien wird es in den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern einen verlässlichen, täglichen Regelunterricht für alle Schülerinnen und Schüler geben. Darüber hat heute Bildungsministerin Bettina Martin informiert. Das Konzept zur Öffnung der Schulen im neuen Schuljahr beinhaltet selbstverständlich auch ein Hygienekonzept zum Gesundheitsschutz, denn die Pandemie wird auch im August voraussichtlich noch nicht überwunden sein.
„Angesichts der erfolgreichen Entwicklung des Infektionsgeschehens und der sehr niedrigen Zahlen von Corona-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern ist es vertretbar und aus meiner Sicht auch absolut notwendig, dass wir den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung und Teilhabe wieder weitestgehend ermöglichen. Das bereiten wir nun in enger Abstimmung mit den Gesundheitsexpertinnen und -experten und allen Schulpartnern geordnet vor“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.
Die Oberbürgermeister und Bürgermeister fünf großer Städte im Land wenden sich in einem gemeinsamen Brief an die Menschen in ihren Städten und in Mecklenburg-Vorpommern. Die Öffnung von Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus in unserem Land dürfe nicht vergessen lassen, dass noch vor wenigen Wochen das Leben ein anderes, meist beschwerlicheres war und dass Solidarität nun – in Zeiten von gefüllten Cafés, Stränden oder Campingplätzen – vor allem in gegenseitiger Rücksichtnahme und Abstandhalten bestehe.
Offener Brief der (Ober-) Bürgermeister der Städte Greifswald, Neubrandenburg, Schwerin, Stralsund und Wismar
Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,
als die Weltgesundheitsorganisation Mitte März eine Pandemie ausrief, hatte vermutlich niemand von uns eine Vorstellung davon, was das für unseren Alltag, für unser Miteinander bedeuten würde. Wir hatten vielleicht nach China geblickt, nach Italien nach Spanien, vielleicht auch in die USA oder nach Weißrussland – der Umgang mit dieser Nachricht konnte unterschiedlicher kaum sein. Zunächst.
In Deutschland hatte sich die Regierung entschieden, Schulen zu schließen, Kitas, Einzelhandelsgeschäfte, Hotellerie, Gastronomie. Wir haben die Rathäuser geschlossen – die Gebäude. Unternehmen haben ihre Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, andere Unternehmen stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Veranstalter haben Konzerte abgesagt. Krankenhäuser haben ihren Alltag so organisiert, dass sie im Falle des Falles ausreichend Platz haben, um Menschen intensivmedizinisch und isoliert behandeln zu können. Erklärtes Ziel: Das Erkranken vieler Menschen auf einmal zu verhindern.
Kontaktverbot, Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen – das Aus für Familienfeiern, Hochzeiten im gewünschten Rahmen, geschlossene Grenzen zu unseren Nachbarstaaten und Nachbarbundesländern. Stille Straßen, leere Cafés, staufreie Autobahnen. Gute elf Wochen später haben wir eine leise Ahnung davon – so also fühlt es sich an, das Herunterfahren unseres gesellschaftlichen Lebens.
Der Preis dafür war für manche und manchen hoch, mitunter auch zu hoch. Wer seinen Job verloren hat, einsam war ohne soziale Kontakte, wer die Freundinnen und Freunde in der Schule vermisst hat oder als allein erziehendes Elternteil Job und Kind organisieren musste – niemand außer denen, die das erlebten und erleben, kann das nachempfinden.
Und dennoch, die Maßnahmen haben gegriffen, die Anzahl der Infektionen ist überschaubar geblieben. Die Grundlage für alle diese Maßnahmen – das Infektionsschutzgesetz. Ein Leben – geregelt in zahlreichen Verordnungen, die seit dem 27. April Tag für Tag wieder mehr davon möglich machen. Schulen, Kitas, Cafés und Restaurants, Bolzplätze, Läden und Nagelstudios – sehr kleinteilig kommt die schrittweise Öffnung daher. Verwirrend, mitunter widersprüchlich. In jedem Fall mit einem erheblichen Aufwand für jene verbunden, die die Auflagen umsetzen müssen – in Kitas und Schulen, in Pflegeheimen, Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie – danke dafür.
Ab kommenden Montag, den 8. Juni, beginnen Bauarbeiten auf der Bundesstraße 104 und der Kreisstraße 104 in der Ortslage Petersdorf zwischen Neubrandenburg und Woldegk. Die Arbeiten auf einer Länge von knapp 500 Metern sollen bis zum 30. Oktober beendet werden.
Die Bauarbeiten in und an den Nebenanlagen im Zuge der B 104 und der MSE 104 erfolgen unter halbseitiger Sperrung und Verkehrsregelung mittels Lichtzeichenanlage. Die Deckenerneuerungen auf der B 104 und im Zuge der MSE 104 (vormals MST 45 und 40) werden unter Vollsperrung ausgeführt. Termine dafür stehen noch nicht fest.
Für die Dauer der Vollsperrung der B 104 an einem noch festzulegenden Wochenende ist eine entsprechende Umleitungsstrecke (s. Umleitungsplan oben) ausgewiesen. Die Kosten für die Fahrbahnerneuerung der B 104, der MSE 104 sowie den Ausbau der Nebenanlagen werden auf insgesamt 789.000 Euro geschätzt.
Auch im Mai zeigt sich: Die Corona-Krise schlägt auf dem Arbeitsmarkt im Seenplatte-Landkreis durch. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, gleichzeitig melden mehr Unternehmen Kurzarbeit an, wie die Neubrandenburger Arbeitsagentur meldet. Nach dem deutlichen Anstieg im April mit 1.967 Anzeigen, fällt der Anstieg mit 139 neuen Anzeigen im Mai deutlich moderater aus.
Im Mai waren in der Seenplatte 12.319 Menschen ohne Job. 297 mehr als im April. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,4 Prozent. Im Mai 2019 lag die Quote bei 8,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg von 1.225 oder 11 Prozent zu verzeichnen. Dieser deutliche Anstieg ist maßgeblich eine Folge des Coronavirus und betrifft nahezu alle Branchen. Im Besonderen die Gastronomie, das Hotel-und Gastgewerbe, Reiseveranstalter sowie die Dienstleistungsbranche.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auch darauf zurückzuführen, dass derzeit weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen durchgeführt werden können. „Eines wird jedoch deutlich“, so die Agentur. „Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze!“
Ein stark alkoholisierter 28-jähriger Eritreer hat am Dienstagabend gegen 17 Uhr am Brodaer Strand in Neubrandenburg Passanten belästigt und bedroht. Die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg konnten den Mann aufgrund von Zeugenhinweisen vor Ort schnell ausfindig machen. Der Afrikaner ist der Polizei bereits aufgrund von Diebstahlsdelikten bekannt.
Auch den Beamten gegenüber verhielt sich der Beschuldigte unkooperativ und aggressiv. Während der polizeilichen Maßnahmen vor Ort versuchte der Mann nach der im Holster gesicherten Dienstwaffe eines Beamten zu greifen. Der Beschuldigte wurde in Gewahrsam genommen und dem Polizeihauptrevier Neubrandenburg zugeführt, wo er über Nacht zur Verhinderung weiterer Straftaten verblieb. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,84 Promille.
Die Ermittlungen wurden im Kriminalkommissariat Neubrandenburg wegen Bedrohung und aufgrund des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Am heutigen Vormittag wurde der Beschuldigte nach seiner Vernehmung entlassen.
Zu einem Kellerbrand aus bislang ungeklärter Ursache ist es am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr in der Einsteinstraße 9 in Neubrandenburg gerkommen. Nachdem der 34-jährige Hinweisgeber Brandgeruch im Hausflur bemerkte, begab er sich in die Kellerräume und konnte dort eine starke Rauchentwicklung feststellen. Daraufhin informierte er die Polizei und die Feuerwehr.
Das Feuer wurde durch die Feuerwehr gelöscht und der Hausaufgang, der bereits bis in die oberen Etagen verraucht war, wurde belüftet. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt und mussten auch nicht evakuiert werden. Am Gebäude entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro. Die Berufsfeuerwehr Neubrandenburg, die Freiwilligen Feuerwehren der Oststadt und der Innenstadt sowie der Leitungsdienst der Feuerwehr waren mit insgesamt 33 Kameraden vor Ort. Auf Grund der unklaren Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen.