„Alles auf Zukunft“ lautet das Motto der am heutigen Donnerstag in Wismar stattfindenden Landeskulturkonferenz M-V. Die Deutsche Tanzkompanie war mit einer künstlerischen Intervention aus den Reihen des Ensembles vor Ort, denn ihre Existenz ist alles andere als gesichert. Gleich nach der Eröffnungsrede durch Ministerin Bettina Martin zog der Theatertod durch die Reihen. Die Aktion erzeugte Betroffentheit und Erstaunen, wurde mit Interesse und Anteilnahme bedacht.
Sicherung der Deutschen Tanzkompanie und Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit fordern auch tausende Bürger, Einwohner und Gäste mit Unterschriften und Postkarten, adressiert an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Diese wollen Unterstützer aus Publikumsinitiative und Theaterförderverein im November in Schwerin überreichen.
Heute Abend ist das ganze Ensemble Teil der Generalprobe zur großen Musical-Produktion „The open door to Swing Street“ in Neustrelitz, morgen präsentiert die Kompanie auf der großen TanzLand-Gala der Bundeskulturstiftung eine Schlüsselszene aus der aktuellen Produktion „Feuer“.
Dr. Michael Buddrus vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Angrit Lorenzen-Schmidt von der Geschichtswerkstatt Rostock e.V. stellen seit dem 25. September mit einer Lesereise ihr Biographisches Lexikon „Ärzte in Mecklenburg im Dritten Reich“ vor. Porträtiert sind darin mehr als 2.300 Medizinerinnen und Mediziner, niedergelassene, angestellte und beamtete ebenso wie Angehörige der Medizinalbürokratie. Auch Flüchtlinge und Dienstverpflichtete, die aus anderen Regionen nach Mecklenburg kamen, sind berücksichtigt.
Ausführliche Studien zum historischen Hintergrund betten die Biographien in den beiden reich bebilderten Bänden ein. Dabei werden die Verhältnisse in Mecklenburg mit denen auf Reichsebene verglichen und der Bereich der Medizinverbrechen in das weit größere Feld der ärztlichen Normaltätigkeit eingeordnet. Lexikon und Studien basieren auf bislang meist unerschlossenen Quellen und bilden das derzeit umfänglichste Projekt seiner Art in Deutschland. Buchpräsentationen (Eintritt frei) finden noch an den folgenden Orten statt:
Seit vergangenen Montag sind in der Rummelbeck im Bereich des Ortseingangs von Fichtenhusen (Gemeinde Bad Kleinen) mehrere tote Fische gefunden worden. Ebenfalls wurden ca. 100 tote Fische im mit der Rummelbeck verbundenen Wallensteingraben im Bereich von Moidentin gesichtet (Strelitzius berichtete). Der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hat sich am heutigen Vormittag gemeinsam mit dem Landrat Nordwestmecklenburg, Tino Schomann, und dem Gewässerwart des Landesanglerverbandes, Mario Voigt, ein Bild von der Lage gemacht.
Die Wasserschutzpolizeiinspektion (WSPI) Wismar wurde am heutigen Nachmittag über eine ungewöhnlich hohe Anzahl toter Fische im Gewässerlauf Rummelbeck informiert. Die Rummelbeck ist ein Zufluss zum Wallensteingraben, der Verbindungsgraben zwischen dem Schweriner See und der Ostsee in Wismar. Die eingesetzten Beamten der WSPI Wismar stellten vor Ort eine Vielzahl toter Fische verschiedener Art und Größe fest.
Die Oberbürgermeister und Bürgermeister fünf großer Städte im Land wenden sich in einem gemeinsamen Brief an die Menschen in ihren Städten und in Mecklenburg-Vorpommern. Die Öffnung von Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus in unserem Land dürfe nicht vergessen lassen, dass noch vor wenigen Wochen das Leben ein anderes, meist beschwerlicheres war und dass Solidarität nun – in Zeiten von gefüllten Cafés, Stränden oder Campingplätzen – vor allem in gegenseitiger Rücksichtnahme und Abstandhalten bestehe.
Offener Brief der (Ober-) Bürgermeister der Städte Greifswald, Neubrandenburg, Schwerin, Stralsund und Wismar
Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,
als die Weltgesundheitsorganisation Mitte März eine Pandemie ausrief, hatte vermutlich niemand von uns eine Vorstellung davon, was das für unseren Alltag, für unser Miteinander bedeuten würde. Wir hatten vielleicht nach China geblickt, nach Italien nach Spanien, vielleicht auch in die USA oder nach Weißrussland – der Umgang mit dieser Nachricht konnte unterschiedlicher kaum sein. Zunächst.
In Deutschland hatte sich die Regierung entschieden, Schulen zu schließen, Kitas, Einzelhandelsgeschäfte, Hotellerie, Gastronomie. Wir haben die Rathäuser geschlossen – die Gebäude. Unternehmen haben ihre Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, andere Unternehmen stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Veranstalter haben Konzerte abgesagt. Krankenhäuser haben ihren Alltag so organisiert, dass sie im Falle des Falles ausreichend Platz haben, um Menschen intensivmedizinisch und isoliert behandeln zu können. Erklärtes Ziel: Das Erkranken vieler Menschen auf einmal zu verhindern.
Kontaktverbot, Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen – das Aus für Familienfeiern, Hochzeiten im gewünschten Rahmen, geschlossene Grenzen zu unseren Nachbarstaaten und Nachbarbundesländern. Stille Straßen, leere Cafés, staufreie Autobahnen. Gute elf Wochen später haben wir eine leise Ahnung davon – so also fühlt es sich an, das Herunterfahren unseres gesellschaftlichen Lebens.
Der Preis dafür war für manche und manchen hoch, mitunter auch zu hoch. Wer seinen Job verloren hat, einsam war ohne soziale Kontakte, wer die Freundinnen und Freunde in der Schule vermisst hat oder als allein erziehendes Elternteil Job und Kind organisieren musste – niemand außer denen, die das erlebten und erleben, kann das nachempfinden.
Und dennoch, die Maßnahmen haben gegriffen, die Anzahl der Infektionen ist überschaubar geblieben. Die Grundlage für alle diese Maßnahmen – das Infektionsschutzgesetz. Ein Leben – geregelt in zahlreichen Verordnungen, die seit dem 27. April Tag für Tag wieder mehr davon möglich machen. Schulen, Kitas, Cafés und Restaurants, Bolzplätze, Läden und Nagelstudios – sehr kleinteilig kommt die schrittweise Öffnung daher. Verwirrend, mitunter widersprüchlich. In jedem Fall mit einem erheblichen Aufwand für jene verbunden, die die Auflagen umsetzen müssen – in Kitas und Schulen, in Pflegeheimen, Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie – danke dafür.
Harry Glawe wird den „HeimkehrerTag“ in Wismar eröffnen.
Die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet am kommenden Freitag, den 27. Dezember, gemeinsam mit der Stadt Neubrandenburg und weiteren Partnern zum zweiten Mal den „HeimkehrerTag“. 40 Unternehmen stellen von 11 bis 15 Uhr in der Mensa der Hochschule Neubrandenburg sich und ihre freie Stellen vor. Der Heimkehrer Tag bietet attraktive Jobs, Einblicke in den aktuellen Wohnungs- und Grundstücksmarkt sowie Informationen über die Kinderbetreuung in der Region.
Ziel der Veranstaltung ist, ehemaligen Landeskinder, die die Feiertage zu Hause verbringen, Karriereperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern aufzuzeigen. Auch Urlaubern sollen Möglichkeiten nahegebracht werden, eine neue Lebens- und Arbeitsheimat zu finden.
„Unternehmen und Regionen stehen in einem immer stärkeren Wettbewerb um qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte. Wichtig ist, potentiellen Arbeitskräften attraktive Rund-um-Angebote aufzuzeigen. Neben der eigentlichen Arbeitsstelle geht es dabei auch um Wohnraum, Kinderbetreuung und Freizeitangebote. Damit können wir im Land punkten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld. Weitere „HeimkehrerTage“ gibt es am 27. Dezember in Schwerin und Wismar.