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Montage: Hochschule Neubrandenburg

„Küss Dein Dorf wach! Werde Dorfmoderator/in“ – heißt es in diesem Jahr wieder für Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums. Die Hochschule Neubrandenburg bildet ab August wieder Dorfmoderatorinnen und –moderatoren aus. Gefragt sind Interessierte, die sich für eine lebendige Entwicklung ihres Dorfes engagieren. Gefördert aus dem Fond zur Unterstützung der ländlichen GestaltungsRäume des Landes Mecklenburg-Vorpommern, bietet die Hochschule damit die Möglichkeit, in sechs Modulen alle notwendigen Grundlagen zu erlernen, um im eigenen Dorf kleine wie große Projekte umzusetzen.

Ab sofort können sich engagierte Dorfbewohner/innen für die Ausbildung bewerben. Carmen Heymann, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Naturschutz und Landnutzungsplanung erklärt, was dahintersteckt: „Als Dorfmoderatorin oder -moderator geht es darum, sich in der Gemeinde zu vernetzen, um gemeinsame Vorhaben oder Aktivitäten mit der und für die Dorfgemeinschaft umzusetzen. Ziel der Teilnehmenden sollte sein, das eigene Dorf zukunftsfähig und vor allem lebendig zu halten.“ Die Fortbildung besteht aus sechs Modulen, die – außer der Exkursion – an der Hochschule Neubrandenburg stattfinden.

Die Dozenten vermitteln Grundlagen der Kommunikation, Einblicke in das Projektmanagement oder Antworten auf die Frage, wie Gelder beschafft werden können. Ein eigenes kleines Projekt können die Teilnehmenden gleich in Begleitung des Fortbildungsteams umsetzen. Das kann die Sanierung einer Dorfkirche sein, die Wiederbelebung des Dorffestes, einer Besenwirtschaft, eines Gemeindetreffs, die Gestaltung von Gemeinschaftsflächen oder die Stärkung von Mobiltäts-Angeboten. Ausschlaggebend für den Projektinhalt ist, was vor Ort gebraucht wird. „Bei der Fortbildung geht es um mehr, als reine Wissensvermittlung“, erklärt Heymann und setzt fort: „Die Ausbildungsdurchgänge der Vergangenheit haben gezeigt, dass der Kontakt der Dorfmoderatorinnen und -moderatoren untereinander und zu uns an der Hochschule gewinnbringend für die Entwicklung der Dörfer waren. Sie tauschen heute noch Ideen aus oder unterstützen sich gegenseitig, wenn etwas Neues angegangen werden soll.“

Die Ländlichen GestaltungsRäume in MV

Mitmachen kann jeder, der sich für sein Dorf engagieren will. Mitte August soll die erste Schulung an der Hochschule abgehalten werden. Bis 31. Juli 2020 werden Bewerbungen angenommen. Diese können bei Carmen Heymann (heymann@hs-nb.de) mit einer Werdegangbeschreibung und der Begründung für die Bewerbung als Dorfmoderator/in eingereicht werden. Bewerben können sich alle Interessierten aus den ländlichen GestaltungsRäumen des Landes Mecklenburg-Vorpommern (vgl. Karte), die in ihrem Dorf oder Ortsteil etwas bewegen wollen. Angehende Dorfmoderator/innen sollten auf ein kleines bestehendes Netzwerk in ihrer Gemeinde zurückgreifen können und den Rückhalt der Einwohner/innen haben.

Besonders geeignet sind Tandems aus zwei Teilnehmenden eines Ortes, idelaerweise verschiedenen Alters. So können die Bedürfnisse von Jung und Alt in Einklang gebracht werden. Die Bewerber sollten Interesse daran haben, Dörfer und ihre Einwohner/innen zu unterstützen, die Besonderheiten ihres Ortes zu entdecken und kreative Ideen für die zukünftige Gestaltung ihres Dorflebens zu verwirklichen.