Michael Kleinert, Karin Hartmann, Oliver Hohlfeld (von links).
Oliver Hohlfeld, als Dramaturg der Deutschen Tanzkompanie bestens bekannt, stellt am kommenden Sonnabend um 19.30 Uhr seinen Roman „Theatertöten“ vor. Das Buch trägt den beziehungsreichen Untertitel „Aus den Sterbehäusern einer antiquarischen Kulturillusion“.
Unterstützt wird Hohlfeld von den prominenten Schauspielern Karin Hartmann und Michael Kleinert. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt vier Euro.
Im Müritz-Nationalpark entsteht in Zwenzow ein Pavillon in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Windwurf, den 2014 ein Orkan angerichtet hat (Strelitzius berichtete). Wie das Nationalparkamt mitteilt, dient der Bau in dem touristischen Eingangsbereich nicht nur der Information, sondern gleichzeitig als Rastplatz und Wetterschutz.
Bis Saisonbeginn soll der Pavillon fertiggestellt sein. Das Holzgebäude wird aus EU-Mitteln finanziert, regionale Betriebe errichten es. Ob es allerdings einem neuerlichen Orkan trotzen kann, bleibt abzuwarten.
Rund 50 Firmen von größer bis ganz klein haben sich an der ersten Unternehmensmesse des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte am heutigen Donnerstag im HKB in Neubrandenburg beteiligt. „Ich bin mit der Premiere sehr zufrieden“, sagte mir die Chefin der veranstaltenden Wirtschaftsförderung MSE, Sabine Lauffer, „und habe auch viel positives Feedback von den Beteiligten erhalten.“ Zwar hätte sie sich noch mehr Besucher gewünscht, aber das wichtigste Anliegen der Messe sei erfüllt: Die rund 200 Aussteller und sonstigen Akteure hätten ausgiebig die Gelegenheit zum Netzwerken genutzt.
Auch Judith Kenk, Gründerin des Netzwerkes Seenplatte (Strelitzius berichtete), war hier in ihrem Element. Sie hielt einen der Vorträge im Bühnenprogramm, das von der IT-Sicherheit bis zum Fachkräftemangel in der Region eine große Bandbreite von Themen und Referenten bereithielt.
Zur Eröffnung konnten Vizelandrat Thomas Müller, der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund und der 1. Stellvertreter des Neubrandenburger Oberbürgermeisters, Peter Modermann, begrüßt werden. Grund besuchte unter anderem den Stand der Stadtwerke Neustrelitz und des Landeszentrums für erneuerbare Energien M-V (Leea) in Neustrelitz.
Schon mal ein Blick voraus: Am 3. April findet im HKB eine Jobbörse mit etwa 40 Unternehmen statt. Nach Angaben der Agentur für Arbeit sind mehr als 2500 Stellen in der Region zu vergeben.
Ein Gruß an den Mäzen des Carolinums Jost Reinhold.
Das Ensemble Carolinum unter seinem Maestro Reinhard Gust gastiert bereits zum vierten Mal auf der Apenninen-Halbinsel und gibt in dieser Woche in der oberitalienischen Region Piemont zwei Konzerte. Die Auftritte in Mondovi zum Auftakt am Dienstag und am heutigen Donnerstag in Cuneo sind Höhepunkte der mehr als 15-jährigen Schulpartnerschaft. Das Neustrelitzer Gymnasium ist im Piemont inzwischen mit zwei Schulen verbunden.
Donatella Garello, Henry Tesch und der stellvertretende Schulleiter aus Mondovi Rudy Mamino (von links).
Der Neustrelitzer Schulleiter Henry Tesch und die langjährige Freundin und Kollegin Donatella Garello haben die intensive Zusammenarbeit und den Schüleraustausch 2002 aus der Taufe gehoben. Den aktuellen Aufenthalt der rund 70 Schülerinnen und Schüler aus Neustrelitz in Italien nutzten beide Lehrer, um über weitere Projekte nachzudenken und bestehende zu besprechen. Henry Tesch würdigte gegenüber Strelitzius das fortwährende Engagement des Ehrenvorsitzenden des Schulvereins des Carolinums, Jost Reinhold, der auch diesmal die Auftritte der jungen Künster in Italien ermöglicht hat.
Alessandro Parola, Federico Borgna, Donatella Garello und Henry Tesch (von links) im Rathaus von Cuneo.
Am heutigen Vormittag wurde das Ensemble Carolinum von Bürgermeister Federico Borgna im Rathaus von Cuneo empfangen. Mit dabei auch der dortige Leiter der Partnerschule Alessandro Parola, mit dem ebenfalls neue Vorhaben besprochen wurden. Der Ratssaal von Cuneo war anlässlich des Geburtstages des Heiligen Benedikt, Schutzpatron von Europa, am 21. März mit den Flaggen der EU-Mitgliedsländer geschmückt. Das Ensemble Carolinum – ein europäischer Botschafter.
Mein Lieblingscafé in Mirow lädt am morgigen Freitagabend zu einer unterhaltsamen Literaturveranstaltung ein. Roger Kunert aus Neustrelitz liest im Kaffeehus Kittendorf ab 18 Uhr (Einlass 17 Uhr) aus dem 1957 erschienenen Buch des Oberlandforstmeisters Alexander von Bülow „Leben und Jagen“.
Es sind heitere und ernste Geschichten aus einer Zeit, als in Mirow noch die Krähen geschossen wurden, es Sekt im Bahnhofsgebäude von Groß Quassow gab, als die besten Böcke in Neu Canow standen und Shakespeare in Mirow aufgeführt wurde. Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt. Reservierungen unter Telefon 039833 170259.
Der Klein Vielen e.V. hat mich auf eine besondere Veranstaltung aufmerksam gemacht. Betrieb und Rückbau des sowjetischen Schießplatzes zwischen Neustrelitz und Granzin sind Themen eines Vortrags am kommenden Sonnabend, den 23. März, um 15 Uhr, im gemeindezentrum Klein Vielen in Peckatel. Berichten wird der Zeitzeuge Oberst a. D. Hubert Langhans. Der Eintritt ist frei.
Wer vor der „Wende“ bis Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf der B 193 von Neustrelitz nach Penzlin fuhr, sah sie: Rechts am Ortsausgang Neustrelitz lagen weitflächige Kasernenanlagen und dann links davon ein Schießplatz der „Russen“, soweit das Auge reichte. Er verlief über Granzin bis weiter nach Speck. Bei Granzin stand man in der „Sahara“, einer Sandwüste mitten in Mecklenburg-Vorpommern – sofern man dort hindurfte. Jeder Bewuchs wurde über Jahrzehnte von den Panzerketten förmlich niedergewalzt. Und dann wurde im Oktober 1990 der Müritz Nationalpark gegründet – mit dem sowjetischen Schießplatz in der Kernzone.
Hubert Langhans widmet sich anhand von Filmausschnitten und Fotos seinem Thema und vermittelt einen authentischen Eindruck von der damaligen Situation. Er hat ab 1991 den Rückbau der militärischen Anlagen im Müritz-Nationalpark begleitet und war im Auftrag des Nationalparkamtes Kontaktperson zur sowjetischen Kommandantur.
Michael Goralczyk als Wachmann Dave. Foto: Jörg Metzner
Die erfolgreiche Komödie „Nipplejesus“ kehrt am kommenden Sonnabend, den 23. März, um 19.30 Uhr in die Kunstsammlung Neubrandenburg in der Großen Wollweberstraße 24 zurück. Das Ein-Personen-Stück erzählt die Geschichte des Wachmanns Dave, der ein umstrittenes Kunstwerk bewachen muss, den „Nipplejesus“.
Am Sonntag, 24. März, ist Krimi-Zeit! Live, vor dem Tatort und zum letzten Mal! Der überragende Thriller „Todesfalle“von Ira Levin mit unverhofften Wendungen und viel Humor ist um 16 Uhr auf der Bühne im Schauspielhaus Neubrandenburg zu erleben.
Thomas Pötzsch in „Todesfalle“. Foto: Christian Brachwitz