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Foto: Archiv H. Langhans

Der Klein Vielen e.V. hat mich auf eine besondere Veranstaltung aufmerksam gemacht. Betrieb und Rückbau des sowjetischen Schießplatzes zwischen Neustrelitz und Granzin sind Themen eines Vortrags am kommenden Sonnabend, den 23. März, um 15 Uhr, im gemeindezentrum Klein Vielen in Peckatel. Berichten wird der Zeitzeuge Oberst a. D. Hubert Langhans. Der Eintritt ist frei.

Wer vor der „Wende“ bis Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf der B 193 von Neustrelitz nach Penzlin fuhr, sah sie: Rechts am Ortsausgang Neustrelitz lagen weitflächige Kasernenanlagen und dann links davon ein Schießplatz der „Russen“, soweit das Auge reichte. Er verlief über Granzin bis weiter nach Speck. Bei Granzin stand man in der „Sahara“, einer Sandwüste mitten in Mecklenburg-Vorpommern – sofern man dort hindurfte. Jeder Bewuchs wurde über Jahrzehnte von den Panzerketten förmlich niedergewalzt. Und dann wurde im Oktober 1990 der Müritz Nationalpark gegründet – mit dem sowjetischen Schießplatz in der Kernzone.

Hubert Langhans widmet sich anhand von Filmausschnitten und Fotos seinem Thema und vermittelt einen authentischen Eindruck von der damaligen Situation. Er hat ab 1991 den Rückbau der militärischen Anlagen im Müritz-Nationalpark begleitet und war im Auftrag des Nationalparkamtes Kontaktperson zur sowjetischen Kommandantur.