Starkregen und Windböen haben am Sonntagabend gegen 18.55 Uhr mehrere Bäume in Buschhof und an der Kreisstraße in Richtung Ichlim an der mecklenburgischen Landesgrenze zu Brandenburg entwurzelt. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt.
Bei einem Haus hat ein Baum das Dach und das Obergeschoss durchschlagen. Auf einem Grundstück beschädigte ein Baum einen Gasbehälter, wobei dem Besitzer eine Notabschaltung gelang. Bei einigen Nebengebäuden und Schuppen wurden die Dächer beschädigt. Herunterfallende Äste verursachten an Zäunen und Carports Schäden.
Die entwurzelten Bäume wurden durch die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Schwarz, Krümmel und Neustrelitz (Einsatz mit Drehleiter) beseitigt. Eine Vollsperrung zwischen den Ortschaften Buschof und Krümmel konnte im Verlauf des Tages heutigen ebenfalls aufgehoben werden.
Die Gefahrenbremsung eines Linienbusfahrers in Neubrandenburg am Sonntagabend gegen 18.35 Uhr in der Neustrelitzer Straße auf Höhe des Volvo-Autohauses hat vier verletzte Fahrgäste gefordert. Ein Radfahrer und der Fahrer eines schwarzen Kombi waren regelwidrig unterwegs und hatten zu der Notmaßnahme gezwungen. Beide entfernten sich unerlaubt vom Unfallort. Durch die Reaktion des Busfahrers konnte ein Zusammenstoß verhindert werden.
Bei den leicht Verletzten handelt es sich um drei Kinder im Alter von zwei, neun und zehn Jahren sowie eine 42-jährige Frau. Sie wurden im Klinikum Neubrandenburg vorsorglich untersucht und behandelt. Die Kriminalpolizei in Neubrandenburg ermittelt wegen Verdachts der Unfallflucht und bittet um Zeugenhinweise: Wer hat gestern Abend den Unfall beobachtet? Wer kann Hinweise zum Pkw oder zum Radfahrer geben? Sachdienliche Informationen nehmen das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 55825224, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.
Derzeit sind bei den beiden Neustrelitzer Kommunaltöchtern Stadtwerke und neuwo die beiden Dezernenten der Stadtverwaltung zugleich als 2. Geschäftsführer tätig. Beide Dezernenten gehen in Kürze in den Ruhestand. Der grüne Stadtvertreter Falk Jagszent beantragt für die Sitzung der Stadtvertretung am 19. August, dass keine automatische Nachbesetzung der 2. Geschäftsführer*innen nach dem gleichen Muster mit den neuen Dezernent*innen erfolgt. „Diese Stellen müssen nach Rechtssprechung des Bundesarbeitsgerichts öffentlich ausgeschrieben werden. Das ist zwingend und im Sinne der Transparenz. Wenn man die Stellen nachbesetzt, so muss jede*r die Chance haben, sich zu bewerben, um die oder den Beste*n zu finden.“
Die Alternative wäre es laut Jagszent, auf die Wiederbesetzung zu verzichten. Beide Möglichkeiten werden in der Stadtvertretung zur Abstimmung gestellt
Ein Pkw ist am Sonntagabend gegen 18.50 Uhr in Mirow in der Strelitzer Straße auf Höhe des Imbiss Kostros in Brand geraten. Nach ersten Ermittlungen schlugen plötzlich Flammen aus dem Motorraum des Opel Corsa. Das Ausbreiten der Flammen auf die Umgebung konnte durch den schnellen Einsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mirow verhindert werden, so dass keine weiteren Schäden eintraten.
Es entstand ein geschätzter Schaden am PKW (Baujahr 1999) von 1.000 Euro. Vermutet wird als Brandursache ein technischen Defekt an der Batterie.
Tom Hillenbrand hat seinen Zuhörern nicht verraten, in welche Kryptowährung sie investieren sollten, um ganz schnell ganz reich zu werden. Er wisse es auch nicht. Trotzdem wurde ihm am Sonntagabend bei seiner Lesung aus dem Thriller „Montecrypto“ im Festsaal des Mirower Schlosses mit lang anhaltendem Beifall gedankt. Kaum ein Stuhl war leer geblieben, und wie der Erfolgsautor gleich zu Beginn auf Nachfrage erfuhr, befanden sich weder Aktionäre, noch Investoren in Bitcoins im Publikum. Hillenbrand selbst hatte zumindest vier Monate Recherche in der Hinterhand und konnte so nicht nur blendend unterhalten, sondern auch die eine oder andere Wissenslücke schließen. Wir haben erfahren, dass sich 50 Kilogramm Kokain, auf dem Bootssteg der Schlossinsel gedealt, zwar leichter mit Bitcoins auf einem Stick, als mit einem Koffer voll Geld oder gar Gold bezahlen. Allerdings seien die Coins dann schlechter unbemerkt in den Wirtschaftskreislauf zu bringen.
Weitere vier Monate hat der in München lebende und arbeitende Schriftsteller gebraucht, um sein Buch zu schreiben, es folgten die üblichen zwei Monate, in denen er darüber nachdenkt, „ob das alles so geht“. „Wer lahmarschig arbeitet, der liest sich am Ende auch lahmarschig“, so Hillenbrands Erkenntnis, bei dem ein erneuter Jobwechsel „zunehmend unwahrscheinlich“ wird. Im Gegensatz zu früheren Tätigkeiten im Journalismus werde die Schriftstellerei nicht langweilig. Ansonsten mache er sich immer einen Plan, den er spätestens nach dem dritten Kapitel wieder über den Haufen werfe, weil die Figuren ein Eigenleben führen. Sein nächstes Thema am Puls der Zeit? Fake News wären der Stoff für einen Thriller. Aber darauf würden bestimmt auch andere Autoren kommen, und deshalb werde er wohl eher kein Buch darüber schreiben. Vielleicht okkupiert der Wahlmünchener ja literarisch den Mars. Zumindest hat er auf seinem T-Shirt an diesem Abend bereits dazu aufgefordert.
Tom Hillenbrand, der heute noch einmal in der Pfarrscheune in Schwarz zu erleben ist und sich dort mit dem kulinarischen Krimi „Bittere Schokolade“ von einer ganz anderen Seite zeigt (siehe Programm unten), hat zur Freude der rührigen ortsansässigen Buchhändler Grit und Peter Schmitt für einen gelungenen Auftakt der Mirower Kultur- und Literaturtage gesorgt. Den konnte auch Petrus nicht vermiesen, der mit kräftigem Gewitter und Regen eine Freiluftveranstaltung unmöglich machte. Dank Schlossherrin Dr. Susanne Bocher gab es einen Plan B. Das ZDF hat für sein Kulturmagazin „Aspekte“ bei der Lesung gedreht, die sich auch Bürgermeister Henry Tesch nicht hat entgehen lassen. Zuvor hatte der Feuerwehrmusikzug Mirow an der Remise in kleiner Besetzung auf die Veranstaltung eingestimmt.
Grit Schmitt dankte dem Gast vor begeistertem Publikum.