Andreas Butzki, Helge Oehlschläger und Stefanie Drese (hinten von links) in den Neustrelitzer Werkstätten des Rehazentrums. Fotos: Rehazentrum
Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat den Neustrelitzer Werkstätten des Rehabilitationszentrum Neustrelitz einen Besuch abgestattet. Bei einem Rundgang wurde sie vom Leiter der Werkstätten Helge Oehlschläger über die Produktion in den einzelnen Arbeitsbereichen informiert.
In einer anschließenden Gesprächsrunde, an der auch der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Butzki und die Geschäftsführerin des Rehazentrums Magret Höppner teilnahmen, wurde der Verein vorgestellt. Thema waren unter anderem das Bundesteilhabegesetz und seine Konsequenzen für das Rehazentrum.
Ministerin Stefanie Drese mit Magret Höppner und Helge Oehlschläger (von links) in der Gesprächsrunde.
Vor einem Jahr wurde aus dem Virtuellen Landesmuseum Mecklenburg das Virtuelle Landesmuseum Meckenburg-Vorpommern. 49 Häuser sind mit ihren Exponaten auf der Plattform vertreten. Nun gilt es, wie die Stiftung Mecklenburg mitteilt, einen weiteren Schritt zu feiern. Der plattdeutsche Auftritt der 17 vorpommerschen Häuser geht online. Die feierliche Freischaltung erfolgt am 14. Mai im Museum der Stadt Wolgast.
Die Übersetzung hat die frühere Niederdeutschbeauftragte des Landes, Susanne Bliemel, besorgt. „Ihr ist es gelungen, mit ihrer Sprache einen ganz besondeeren Zugang zu den mitterweile 400 Exponaten des digitalen Museums zu schaffen“, so Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung.
„Wir lassen jetzt nicht locker! Unseren Platz auf der Straße werden wir erst räumen, wenn unser Ziel erreicht ist, der erste Spatenstich zur Umgehungsstraße.“ Das hat der Vorstand der Mirower Bürgerinitiative (BI) vor der nächsten Demonstration am 2. Mai um 18 Uhr erklärt. „Unser Sprachrohr sind die Demonstration auf der Straße und die Politiker unseres Bundeslandes, die hinter uns stehen und bereit sind, uns zu unterstützen.“
Zugleich wolle sich die Bürgerinitiative schon jetzt nachhaltig für Mirows Stadtentwicklung einsetzen, wenn die Bundesstraße nicht mehr durch den Ort führt. In den Vorstand der BI sind kürzlich Christine Kittendorf und Kevin Lierow gewählt worden. Sie kandidieren bei den bevorstehenden Kommunalwahlen im Mai auch als Stadtvertreter auf der Liste der CDU.
Mirows Bürgermeister Henry Tesch (CDU) hatte bei der jüngsten Demonstration der BI Anfang April von einem strukturierten Dialog gesprochen, welcher mit den Verantwortlichen geführt werden soll. Mitte Mai wollen die Mirower mit Ministerium und Straßenbauamt erstmals an einem Tisch sitzen. Tesch äußerte sich zuversichtlich, dass der Termin zustande kommt (Strelitzius berichtete).
Wissen Sie noch, wie ein roter Eiserapfel oder der geflammte Kardinal aussieht und was daran so besonders ist? Wenn das nicht der Fall sein sollte, sind Sie herzlich eingeladen zu „Kultur mit Genuss“ mit Ewald Krombholz, Obstkundler und Mitglied des Streuobstverbandes MV. Der Experte tritt am kommenden Sonnabend, den 27. April, von 14 bis 17 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz auf.
An diesem Nachmittag ist mehr über die traditionelle Form des Obstanbaus und alte Obstsorten zu erfahren. Streuobstwiesen gelten als Arche Noah für die Bewahrung alter Obstsorten, denn auf den Obstwiesen, die bis zu 150 Jahre alt sind, finden sich ganz verschiedene Sorten wie Lager-, Winter- oder Mostäpfel. Da auf diesen Flächen gänzlich auf Gifte und andere künstliche Stoffe verzichtet wird, sind die Früchte besonders für die Kinderernährung und auch für Allergiker geeignet. Aber auch die Artenvielfalt auf diesen Obstwiesen ist größer als auf industriell genutzten Flächen und daher besonders wichtig für den Naturschutz.
Der Referent selbst stammt aus Comthurey und engagiert sich seit mehreren Jahren im Streuobstnetzwerk MV. Das Netzwerk setzt sich maßgeblich für den Erhalt und die Pflege der traditionellen Obstwiesen in Mecklenburg-Vorpommern ein. Zudem wird Rainer Warnick aus der Sicht des Imkers über die Besonderheiten und Vorzüge der Streuobstwiesen berichten. Der Eintritt beträgt 15 Euro, für Mitglieder zehn Euro.
Der Waschbär hat Deutschland mittlerweile nahezu flächendeckend besiedelt. Seine Ausbreitung steht nicht nur im Fokus der wildbiologischen Forschung, er provoziert auch eine öffentliche Diskussion über den Umgang mit diesem „Neubürger“. Dr. Berit Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wird am Dienstag, den 7. Mai, um 18 Uhr, im Ägyptischen Saal im Schloss Hohenzieritz über neueste Erkenntnisse aus der wildtierökologischen Forschung, insbesondere zu den Themen Raum- und Sozialverhalten, Reproduktion und Populationsdynamik sowie Nahrungsökologie des Waschbären informieren.
In diesem Zusammenhang wird auch der Einfluss auf die angestammte heimische Fauna thematisiert. Die von der Referentin vorgestellten Ergebnisse stammen aus einem sechsjährigen Projekt zum Waschbären im Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks. Neben zahlreichen Fachpublikationen sind daraus u.a. drei Doktor- und neun Diplomarbeiten entstanden. Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit für Fragen und Diskussionen geben.
Kevin Lierow und Christine Kittendorf von der Bürgerinitiative Umgehungsstraße, Eckhardt Rehberg, Anja Serjogin und Geschäftsführerin Anna Doss von der WOBAU, Amtskämmerer Andreas Franz und Henry Tesch (von links) beim Treffen am Unteren Schloss.
Das Untere Schloss in Mirow, Geburtsstätte der späteren englischen Königin Sophie Charlotte, soll nach den Vorstellungen von Bürgermeister Henry Tesch (CDU) zum Nationalen Kulturerbe erhoben werden. Tesch sprach gegenüber Strelitzius von einem „neuen Anlauf“, nachdem die jahrelangen Bemühungen der Kommune um eine Vermarktung der Immobilie immer wieder gescheitert sind. Die offizielle Aufnahme ins Kulturerbe mache es einzig möglich, auch den Bund ins Boot zu holen, wenn es um die Zukunft und letztlich Rettung des bedeutsamen Feudalbaus geht.
Voraussetzung ist, dass das Land einen entsprechenden Antrag positiv bescheidet. Tesch will gemeinsam mit dem Ludorfer Immobilienmakler Manfred Achtenhagen, dessen Suche nach einem Investor bislang nicht von Erfolg gekrönt war, das notwendige Schreiben erarbeiten. „Das Potenzial des Gebäudes als Nationales Kulturerbe ist absolut gegeben“, schätzte Tesch ein.
Diese Auffassung teilte auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg, der am Mittwoch Mirow besucht hat und sich schwerpunktmäßig über das Untere Schloss informieren ließ. „Ich wüsste nicht, was Nationales Kulturerbe sonst sein soll“, so sein Urteil. Er wolle das Vorhaben jedenfalls unterstützen. Auch das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte und die Mirower Wohnungsbaugesellschaft stehen hinter der Initiative.