Anlässlich von 30 Jahren Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit lädt die Bundesregierung Neubrandenburger zum Dialog ein. Insgesamt 16 Dialogveranstaltungen zwischen deutsch-deutschen Partnerstädten werden bis Mai 2020 durchgeführt. Am 22. Februar geht es in die Neubrandenburger Partnerstadt Flensburg
Unter dem Motto „Deutschland im Gespräch: Wie wollen wir miteinander leben?“ sind Neubrandenburger eingeladen, vom 21. bis zum 23. Februar 2020 nach Flensburg zu reisen, um dort Einwohner zu treffen. Damit sollen Begegnung und Austausch zwischen Ost- und Westdeutschen sowie der offene und kritische Erfahrungsaustausch und Dialog über den Prozess der Deutschen Einheit gefördert werden. Gemeinsam soll der Blick auch in die Zukunft gerichtet und Ideen für das weitere Zusammenwachsen und die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands entwickelt werden.
Auf Zeitreise geht es für alle Geschichtsinteressierten am 18. Januar von 14 bis 17 Uhr im Müritzeum in Waren. Bei der Weiterbildung der Natur- und Landschaftsführer MV mit dem Titel „Die Besiedlung des heutigen MV durch die Slawen zwischen 500 und 1200 n. Chr.“ wird Referent Frank Saß einen spannenden Blick in die Vergangenheit werfen.
Die Veranstaltung wird nur mit ausreichender Teilnehmerzahl stattfinden, eine Anmeldung ist bis zum 10. Januar unter heike.brechler@naturfuehrer-mv.de notwendig. Der Eintritt kostet für Vereinsmitglieder fünf und für Nichtmitglieder zehn Euro. Das Müritzeum hofft auf reges Interesse und empfiehlt diese Veranstaltung. Alle zertifizierten Natur- und Landschaftsführer werden gebeten ihre Fortbildungsnachweishefte mitzubringen, damit die Teilnahme bestätigt werden kann.
Wer hat alte Aufnahmen vom Neustrelitzer Residenzschloss, auf denen die Fassade gut zu sehen ist? Holger Wilfarth hat mich gebeten, einen entsprechenden Aufruf zu starten. Der Neustrelitzer, der viel Engagement in die virtuelle Auferstehung des Schlosses steckt (Strelitzius berichtete), bereitet aktuell die 3-D-Modellierung der Stadtansicht des Feudalbaus vor.
„Es kann angenommen werden, dass der abgebildete Kopf Teil der Fassade war“, schreibt mir mein Blogfreund, Mitglied des Residenzschlossvereins Neustrelitz. Die genaue Position sei jedoch nicht bekannt. Wer also helfen kann, darf sich gern unter andregross@t-online.de an mich wenden. Ich stelle den Kontakt dann sofort her.
Die Residenzstadt Neustrelitz und das Land Mecklenburg-Vorpommern haben eine Vereinbarung über die denkmalgerechte Gestaltung des Schlossbergs in Neustrelitz abgeschlossen. Die Vereinbarung wurde heute im Rathaus der Residenzstadt von Bürgermeister Andreas Grund und Finanzminister Reinhard Meyer unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung soll die Aufwertung des Schlossbergareals – des Standortes des früheren Residenzschlosses der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz – sichergestellt werden. Grundlage des Papiers ist der Beschluss der Stadtvertretung Neustrelitz vom 24. Oktober 2019.
In der Vereinbarung verpflichtet sich das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Keller des ehemaligen Residenzschlosses zu beräumen, sie mit einer Stahlbetondecke unter Nutzung der noch vorhandenen und verwendbaren Kappengewölbe zu überdecken und begehbar zu machen. Das Land trägt die für die Überdeckung des Kellers, dessen Begehbarmachung sowie die Oberflächengestaltung des früheren Schlossareals notwendigen Kosten. Eine Nutzung der Keller oder nutzungsbedingte Kostenbeteiligung durch das Land ist nicht vorgesehen. Grundlage für die Oberflächengestaltung des Schlossberges soll das Ergebnis des Gestaltungswettbewerbs bleiben. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sichert darüber hinaus eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 75 Prozent (maximal 3 Millionen Euro) an der Errichtung eines Schlossturms zu, der durch die Residenzstadt Neustrelitz errichtet werden soll. Derzeit werden dafür Kosten von 4 Millionen Euro veranschlagt.
Vor einer Baumstrelitzie (Strelitzia nicolai) von links nach rechts: Dr. Helge Zabka, Finn Rautenbach (Direktor des Botanischen Gartens), Roger Bath (Vorsitzender des Aufsichtsrates).Insgesamt gibt es vier Strelitzien-Arten in der Gegend.
Strelitzius hat interessante Post aus Südafrika erhalten. Absender ist der Neubrandenburger Biologe Dr. Helge Zabka, von 1987 bis 2013 geschäftsführender Direktor des Tierparks Ueckermünde und nach Stationen als Seniorexperte in Ecuador und Moldawien derzeit im südafrikanischen George in einem gigantischen Botanischen Garten beratend tätig.
Übergabe von Laptops für die Umweltbildungsarbeit im Education Center des Garden Route Botanical Garden. Der Donator ist Labdoo www.labdoo.de, hier werden ausgesonderte Laptops für die Umweltarbeit wiederaufbereitet. Klimaneutrale Aktion!
„In Vorbereitung auf diesen Einsatz habe ich mich auch etwas mit Geschichte und Herkunft der Strelitzie, Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz und ihrem Ehemann George III beschäftigt. Und festgestellt, dass dies alles gut historisch miteinander verbunden ist. Und die Stadt George, in der ich gerade tätig bin, auch. Für mich eigentlich völlig unerwartet, das Thema ‚Strelitzie‘ und die Verbindung zu Mecklenburg-Strelitz hat hier ziemlich beeindruckt“, so Dr. Zabka.
Die Strelitzie stehe in George übrigens in jedem Vorgarten. Und stamme ja auch ursprünglich aus dieser Region. Dass es in Deutschland eine Stadt gibt, die die Strelitzie als Stadtblume verehrt, könne sich in George kaum einer vorstellen. Deshalb haben Aufsichtsrat und Geschäftsführung des Botanischen Gartens George beschlossen, am Eingang des Gartens einen Bereich zu schaffen, wo auf diese historischen Bezüge hingewiesen werden soll. Unter dem Arbeitstitel „Strelitzeum“ wird auf die Entdeckungsgeschichte der Strelitzie, auf Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz und ihren Ehemann George III., nach dem die Stadt George benannt wurde, Bezug genommen.
„Eine mögliche Anregung für Neustrelitz könnte ja sein, dieses Projekt an einem geeigneten Ort zu spiegeln“, meint der Biologe. Er habe sich diesbezüglich schon bemüht, bislang aber leider keine Antwort erhalten. Was nicht ist, kann ja noch werden. Da mein Blog auch im Neustrelitzer Rathaus und im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz gelesen wird, weckt dieser Beitrag vielleicht Interesse.
Ein Eindruck vom gigantischen Garden Route Botanical Garden in George. Im Hintergrund die malerischen Outeniqua-Berge. Riedfrosch in einer Protea-Blüte. Fotos: privat
Zur Adventszeit lädt die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz am kommenden Sonntag, den 8. Dezember, zu einem Bastelnachmittag ein. Während die Erwachsenen um 15 Uhr an einer Führung durch die Luisen-Gedenkstätte teilnehmen können, haben die Kleinen (und auch Großen) die Möglichkeit, Baumschmuck zu basteln, als Geschenk oder für den eigenen Baum in der weihnachtlichen Stube. Um Anmeldung unter Telefon 039824 2191987631 oder schloss-hohenzieritz@mv-schloesser.de wird gebeten.
„Neustrelitz und die neue Welt“ lautet der Titel einer neuen Publikation, die das US Generalkonsulat Hamburg und die Stiftung Mecklenburg gemeinsam veröffentlicht haben. Der Band bündelt Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojektes zu den Beziehungen zwischen Mecklenburg-Strelitz und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Die auf Strelitzer Geschichte spezialisierte Autorin Sandra Lembke, auch hier im Strelitzius Blog regelmäßig vertreten, beleuchtet im Buch sehr unterschiedliche Aspekte dieser Beziehungen. So beschreibt sie am Beispiel der Neustrelitzer Zeitung die Rezeption des Amerikanischen Bürgerkrieges in Mecklenburg. Ein anderes Kapitel widmet sie dem Leben von Kurt Goritz (1874 – 1942), der erst am Neustrelitzer Hoftheater und später in den USA erfolgreich war. Packend und einfühlsam fragt Sandra Lembke nach Menschen hinter der „großen Geschichte“: Das Thema Auswanderung erzählt sie anhand der tragischen Erlebnisse zweier Familien aus Neubrandenburg und Woldegk auf ihrem Seeweg in die Neue Welt.
Das 110 Seiten umfassende Buch ist kostenfrei erhältlich in der Stiftung Mecklenburg, Schliemannstr. 2, 19055 Schwerin.
Zugleich kündigt die Stiftung für den 29. Januar 2020 ein weiteres Forum des zivilgesellschaftlichen Austausches über die Zukunft des Schlossareals Neustrelitz an. Nähere Informationen folgen an dieser Stelle.
Trotz Winterpause im Neustrelitzer Antiquariat am Hafen wird es noch eine Lesung in diesem Jahr geben. Am Mittwoch, den 13. November, findet diese von der AWO-Regionalgruppe Neustrelitz und dem Verein „Freunde des Buches“ gemeinsam organisierte Veranstaltung um 18 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte in der Glambecker Straße 7 statt.
Der Autor und diesjährige Annalise-Wagner-Preisträger Reinhard Simon wird sein Buch „Domjücher Schicksale: Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ vorstellen. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Aus 73 Vorschlägen und Bewerbungen hatte die Jury einstimmig zur Auszeichnung mit dem 28. Annalise-Wagner-Preis die als Manuskript vorgelegte Dokumentation „Wenn Sie Ihren Sohn noch einmal sehen wollen …“ : Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ von Reinhard Simon aus Neustrelitz ausgewählt (Strelitzius berichtete). Auf der Grundlage dieses Manuskripts erschien die Publikation „Domjücher Schicksale: Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ (ISBN 9783946732549).
Diese Dokumentation gehört nach Einschätzung der Annalise-Wagner-Stiftung zu den verdienstvollen Publikationen zur regionalen Geschichte, Kultur- oder Naturgeschichte, die als Ergebnis von Bürgerforschung im Ehrenamt entstehen. Und sie ist ein Beispiel für „kleine Texte“ mit großem Potential als Impulsgeber für lebendige demokratische Erinnerungskultur, aktives bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftlichen Diskurs in der Region.
Reinhard Simon lebt in Neustrelitz und ist Verwaltungsangestellter im Naturschutzbereich. 2015 las er einen Artikel über die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an psychisch kranken oder behinderten Menschen aus psychiatrischen Einrichtungen in Mecklenburg. Und erfuhr: Auch an einem historischen Ort „vor der Haustür“ spielte dieses dunkle Kapitel der Regionalgeschichte, in der „Heil- und Pflegeanstalt Domjüch“ am Domjüchsee bei Neustrelitz.
Die in unserer Region gut bekannte Journalistin Kathrin Matern hat sich zusammen mit ihrem Filmteam über einen Zeitraum von drei Jahren mit Schicksalen von Minderjährigen beschäftigt, die als Inoffizielle Informanten vom Ministerium für Staatssicherheit angeworben wurden. Gedreht wurde unter anderem in Rostock und Neustrelitz. Der als Ergebnis ihrer Recherche entstandene Dokumentarfilm „Die Stasi im Kinderzimmer“ wurde bereits auf mehreren Festivals und im Fernsehen gezeigt.
Am 21. November wird Kathrin Matern zusammen mit zwei der vier Protagonisten ihres Films, dem Rostocker Christian Ahnsehl und Anna Frieda Schreiber, als Teenager noch unter dem Namen Andreas Schreiber aufgewachsen, das Gymnasium Carolinum besuchen, um ihren neuen Film zu zeigen. Im Anschluss daran wollen die Gäste mit den Schülern ins Gespräch kommen.
Im Neustrelitzer Borwinheim, im Hintergrund die Stadtkirche, wird am Sonntag an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert.
Zu einem Gedenkgottesdienst wird am kommenden Sonntag, den 10. November, um 10.30 Uhr, in das Neustrelitzer Borwinheim eingeladen. „Am 9. November jährt sich der Fall der Mauer zum 30. Mal. Der Wille der Menschen, Freiheit zu erlangen und zu bauen, konnte sich Bahn brechen“, schreibt Pastor Christoph Feldkamp in seiner Einladung.
Vorbereitet in den Rede- und Handlungsräumen unter dem schützenden Dach der Kirche, löste die friedlich verlaufene Demonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig eine Welle der Begeisterung in der gesamten DDR aus. Die größte Protestaktion in der DDR seit dem niedergeschlagenen Volksaufstand vom 17. Juni 1953 war die Initialzündung für die Friedliche Revolution. 70 000 Menschen schrieben mit ihrem Mut Geschichte. Ihr friedlicher Widerstand brach der Staatsmacht das Kreuz. „Wir hatten alles geplant, wir waren auf alles vorbereitet“, bekennt Jahre später Horst Sindermann vom SED-Zentralkomitee, und fügt hinzu „nur nicht auf Kerzen und Gebete.“
„In Neustrelitz haben wir die Bilder der vollbesetzten Stadtkirche zu den Friedensgebeten vor Augen“, so Pastor Feldkamp. „Wir wollen aus biblischer Perspektive an das Damals denken und auf das Heute schauen.“