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Im Neustrelitzer Borwinheim, im Hintergrund die Stadtkirche, wird am Sonntag an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert.

Zu einem Gedenkgottesdienst wird am kommenden Sonntag, den 10. November, um 10.30 Uhr, in das Neustrelitzer Borwinheim eingeladen. „Am 9. November jährt sich der Fall der Mauer zum 30. Mal. Der Wille der Menschen, Freiheit zu erlangen und zu bauen, konnte sich Bahn brechen“, schreibt Pastor Christoph Feldkamp in seiner Einladung.

Vorbereitet in den Rede- und Handlungsräumen unter dem schützenden Dach der Kirche, löste die friedlich verlaufene Demonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig eine Welle der Begeisterung in der gesamten DDR aus. Die größte Protestaktion in der DDR seit dem niedergeschlagenen Volksaufstand vom 17. Juni 1953 war die Initialzündung für die Friedliche Revolution. 70 000 Menschen schrieben mit ihrem Mut Geschichte. Ihr friedlicher Widerstand brach der Staatsmacht das Kreuz. „Wir hatten alles geplant, wir waren auf alles vorbereitet“, bekennt Jahre später Horst Sindermann vom SED-Zentralkomitee, und fügt hinzu „nur nicht auf Kerzen und Gebete.“

„In Neustrelitz haben wir die Bilder der vollbesetzten Stadtkirche zu den Friedensgebeten vor Augen“, so Pastor Feldkamp. „Wir wollen aus biblischer Perspektive an das Damals denken und auf das Heute schauen.“