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Architektur, Finanzen, Geschichte, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Politik

Der Schlossturm, hier eine Aufnahme aus den 40-er Jahren kurz vor der Zerstörung, könnte nach den heute von Neustrelitzer Seite vorgelegten Plänen wiedererrichtet und gemeinsam mit dem Schlosskeller einer Nutzung zugeführt werden. Foto: Dr. Katrin Bosch
Die Gegner der vom Land favorisierten Verfüllung des Neustrelitzer Schlosskellers haben den Sommer nicht ungenutzt verstreichen lassen. Sie präsentierten auf der heutigen Stadtvertretersitzung in Neustrelitz gleich zwei Überraschungen, zumindest für die Öffentlichkeit. Der Sprecher der Stadtvertreter gegenüber dem Land in der strittigen Angelegenheit und Bauausschussvorsitzende Ernst August von der Wense (CDU legte ein Gutachten vor, wonach die Kellergewölbe entgegen anderslautenden Behauptungen aus der Landeshauptstadt nicht einsturzgefährdet seien. Aus dem Ministerium von Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD), der sich für heute hatte entschuldigen lassen, war stereotyp behauptet worden, eine Verfüllung sei alternativlos.
Im Anschluss präsentierte der FDP-Stadtvertreter Bernd Werdermann einen mit dem Neustrelitzer Architekten Christian Peters entwickelten Gegenentwurf zu den Schweriner Plänen. Darin wird eine Wiedererrichtung des Turmes des Neustrelitzer Residenzschlosses unter Nutzung der Kellerräume vorgesehen. Wie zu erfahren war, ist der Vorstoß bereits im Finanzministerium geprüft worden und unerwartet durchaus auf Sympathie gestoßen. Pressesprecher Stefan Bruhn machte aber geltend, dass die Finanzierung des Projektes den bisher gesteckten Rahmen überschreite. Das letzte Wort hätten die Landtagsabgeordneten.
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