Schlagwörter
Babke, Camp Carolinum, Gymnasium Carolinum, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schulwald, Willy-Brandt-Stiftung, Willy-Cup

Der Willy-Cup 2026 fand vom 3. bis 8. Mai bereits zum dritten Mal in Folge statt. Organisiert wurde der internationale Schülerwettbewerb von der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung in Kooperation mit dem Schulverein Carolinum e.V. sowie der Schulwald-Akademie „Jost Reinhold“. Insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler aus Norwegen, Dänemark und Deutschland verbrachten dafür eine intensive Woche im Schulcamp Carolinum in Babke, am Gymnasium Carolinum und im dazugehörigen Schulwald.
Das vielseitige Programm umfasste theoretische Einheiten, Exkursionen, Datenerhebungen und Auswertungen ebenso wie zahlreiche kulturelle Aktivitäten. Den feierlichen Höhepunkt bildete – wie bereits in den vergangenen Jahren – die Abschlusspräsentation in der Aula des Carolinum. Dort stellten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse auf Englisch vor.
Während in den vergangenen Jahren vor allem die wissenschaftliche Arbeit in unterschiedlichen Ökosystemen des Schulwaldes im Mittelpunkt stand, sollte in diesem Jahr verstärkt die Bedeutung praktischer Maßnahmen vermittelt werden. Das Kernthema des Willy-Cups 2026 war daher der Umbau instabiler Monokulturen hin zu klimaresilienten und strukturreichen Mischwäldern. Wissenschaftliche Erkenntnisse wurden dabei gezielt mit praktischem Handeln verknüpft.
Herausforderungen des Klimawandels
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich nicht nur theoretisch mit den Herausforderungen, die der Klimawandel für Wälder in Deutschland mit sich bringt, sondern konnten ihr neu erworbenes Wissen unmittelbar im Schulwald anwenden. Um die Entwicklung einer neuen Waldgeneration zu fördern, wurden ausgewählte Bäume markiert und gefällt, damit mehr Licht in das Waldökosystem gelangt und sogenannte Zukunftsbäume bessere Wachstumsbedingungen erhalten. Darüber hinaus errichteten die Teilnehmenden ein sogenanntes Weisergatter – einen zehn mal zehn Meter großen Schutzzaun für junge Bäume.
Im Anschluss an die praktische Arbeit rückte die wissenschaftliche Datenerhebung in den Fokus. Die Schülerinnen und Schüler nahmen Baumdaten auf den Dauerbeobachtungsflächen des Schulwaldes auf und werteten diese aus. Besonders bemerkenswert war dabei, dass erstmals seit der Ersterhebung im Jahr 2021 – damals durchgeführt von 9. Klassen – eine Wiederholungsaufnahme begonnen wurde. Dadurch konnten die aktuellen Werte direkt mit den Daten von 2021 verglichen werden. Die Teilnehmenden erhielten so spannende Einblicke in das Wachstum der Bäume innerhalb der vergangenen fünf Jahre sowie in die Menge an CO₂, die in diesem Zeitraum aus der Atmosphäre gebunden wurde.
Spiele, Sport und Speisen
Auch der kulturelle Austausch kam während der Woche nicht zu kurz. Gemeinsame Spiele und sportliche Aktivitäten stärkten das Miteinander ebenso wie ein internationaler Abend mit Präsentationen über die vertretenen Länder. Bei gemeinsamen Abendessen im Camp Carolinum in Babke lernten die Jugendlichen zudem typische norwegische, dänische und deutsche Speisen kennen. Von Wraps als klassischem norwegischen Freitagsgericht über dänischen Milchreis bis hin zu einem Grillabend mit selbstgemachten Wildbratwürsten und Stockbrot am Lagerfeuer reichte das kulinarische Programm.
Ein besonderer Dank gilt dem Schulverein Carolinum e.V. sowie der Stiftung Wälder für Morgen für ihre Unterstützung. Der Willy-Cup ist ein internationaler Schülerwettbewerb, der innovative Konzepte für Nachhaltigkeit sowie Natur- und Umweltschutz fördert. Initiiert wurde das Projekt von der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Schulverein Carolinum e.V., dem Gymnasium Carolinum Neustrelitz und der Schulwald-Akademie Jost Reinhold. Veranstaltungsorte sind das Gymnasium Carolinum, das Schulcamp Carolinum in Babke sowie verschiedene Schulwaldstandorte.
Die Schulwaldflächen und die fachliche Expertise werden vom langjährigen Kooperationspartner, der Stiftung Wälder für Morgen, bereitgestellt.
Neben Schülerinnen und Schülern des Carolinum nehmen jährlich Jugendliche der norwegischen Partnerschule in Jessheim sowie Teilnehmende aus einem wechselnden Gastland teil – 2024 aus Polen, 2025 aus Italien und 2026 aus Dänemark. Gemeinsam suchen sie Antworten auf naturwissenschaftliche Fragestellungen und übernehmen praktische Aufgaben zum Schutz und Erhalt verschiedener Ökosysteme im Schulwald des Carolinums.





