Das Teilnehmerfeld sammelt sich vor der Startlinie. Fotos: Redmer
Vom 18. bis 20. September steht Diemitz am Vilzsee ganz im Zeichen des Paddelsports. Beim mittlerweile etablierten 1000Seen Marathon treffen sich rund 400 Breitensportlerinnen und -sportler sowie leistungsorientierte Paddlerinnen und Paddler, um gemeinsam die Saison ausklingen zu lassen.
Einer schönen Tradition folgend, fand am Sonnabend auf dem Gelände am Zierker See die Saisoneröffnung der Ruderer und Kanuten statt. Bei bestem Wassersportwetter versammelten sich zahlreiche Mitglieder des WSV Einheit Neustrelitz am festlich geschmückten Flaggenmast des Vereins zum Anpaddeln und Anrudern.
Die viertägigen Feierlichkeiten von Union Wesenberg zum 100-jährigen Jubiläum des Vereinssports (Strelitzius berichtete) in der Stadt finden heute ihre Fortsetzung. Ab 14 Uhr steht im Kanulager an der Woblitz beim Tag des offenen Bootshauses der Wassersport im Fokus. Alle Interessenten sind herzlich willkommen.
Das sonnendurchflutete Wochenende hat selbst den letzten Stubenhocker ins Freie getrieben, und sei es auch nur bis in den Vorgarten. Mein Korrespondent Ralf Milbredt hat den Wettersegen sportlich quittiert und mir schöne Bilder von der ersten Kajaktour dieses Jahres rund um Priepert geschickt. Auf dem Wasser allein sein mit der unglaublich schönen Natur der Kleinseenplatte, das Erlebnis ist mit Worten kaum zu beschreiben. So wahr ich selbst über viele Jahre begeisterter Paddler war und jetzt aus dem Fahrradsattel genieße.
168 Paddler haben heute Vormittag die Halbdistanz über 21 Kilometer (Wendepunkt in Mirow) und 75 Starter die volle Strecke über 42 Kilometer (Wendepunkte: 1. Nordseite Zethner See, 2. nördliches Drittel Leppinsee; Kontrollpunkt am Nordende des Mirower Sees) beim zum 16. Mal ausgetragenen 1000Seen Marathon ab Strandbad Diemitz in Angriff genommen.
Der Marktplatz am Diemitzer Strand ist unterdessen eröffnet, die Smoker laufen, die Bühne und die Leinwand für heute Abend zum geselligen Ausklang des Events stehen, wie mir mein Korrespondent berichtet. Es ist angerichtet!
Wem ein grüner dreisitziger Kanadier auffällt, der auf der Müritz vermutlich mit dem Kiel nach oben treibt, kann sich gern bei der Polizei in Waren unter 03991/1760 melden. Ein Großeinsatz muss deshalb aber nicht ausgelöst werden. Die beiden Insassen (ein Mann und eine Frau) sind scheinbar gestern Nachmittag gegen 15 Uhr am Ostufer zwischen Tonne 50 und Tonne 36 gekentert. Sie konnten ans Ufer schwimmen und sich dann auf den Rückweg in die Stadt machen.
Etwa um 21.30 Uhr hat sich der Mann bei der Polizei gemeldet. Vermutlich, um dann eine Suchaktion nach ihm und seiner Partnerin auf der Müritz zu vermeiden, falls das Boot gefunden wird. Mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei aus Waren wurde sofort zu Land und Wasser bis es dunkel wurde gesucht – bisher ohne Erfolg. Eine vorsorgliche Meldung an die Polizei wie in diesem Fall ist ratsam, um in der Tat keine unnötigen Suchmaßnahmen nach Menschen im Wasser auszulösen.
Der Neustrelitzer Hobby-Paddler Ralf Milbredt war am Wochenende auf dem Ellbogensee zwischen Großem Priepertsee und Ziernsee unterwegs. „Die Urlaubssaison läuft so langsam an. Die ersten Boote sind in den Häfen im Wasser, aber auf den Seen ist es noch ruhig. Vereinzelt sind Flöße unterwegs, doch als Paddler zieht man allein seine Kreise“, schreibt mir mein Blogfreund.
Wer die Stille mag, sollte also die letzten Tage im April nutzen, um die einmalige Seenlandschaft in unserer Region ohne störenden Motorlärm genießen zu können.
Die neugebaute Schleuse Kannenburg zwischen Großem Kuhwallsee und Großem Lankensee, Eingangsschleuse der Templiner Gewässer, ist fertig. Mit der letzten baurechtlichen Abnahme kann die Schleuse im Landkreis Uckermark nun wieder in Betrieb genommen werden. Bis zum 30. November täglich von 9.30 bis 18 Uhr wird die Schleuse mit Personal des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel besetzt sein und im halbautomatischen Selbstbedienungsbetrieb als Probebetrieb laufen.
Edgar Enderlein, Leiter des Fachbereiches Wasserstraßen: „Aus einer ehemals handbetriebenen und veralteten Schleuse ist jetzt eine halbautomatische fernüberwachte Selbstbedienungsschleuse geworden. Ab der nächsten Sportbootsaison können die Wassersportlerinnen und Wassersportler die Vorteile nutzen.“
Vom 22.12.2017 bis 17.10.2023 wurde die Schleuse Kannenburg, die in den Templiner Gewässern bei Kilometer 3,60 liegt, planmäßig für den Schiffsverkehr gesperrt (Strelitzius berichtete). In dieser Zeit erfolgten die Sicherung der alten Schleuse und die Planung des Ersatzneubaues nach dem aktuellsten Stand der Technik. Nach den abgeschlossenen Genehmigungsverfahren durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt begann die Ausführung der Baumaßnahme. Der Ersatzneubau der Schleuse ist eine Unterhaltungsmaßnahme des Bundes auf der Grundlage des Wasserstraßengesetzes (WaStrG).
Der Bau erfolgte als Spundwandschleuse mit massiven Schleusenhäuptern und ist als nutzerbediente Schleuse im halbautomatischen Betrieb mit erneuerten Vorhäfen, Schleusenbetriebsgebäude und einer Überführungsanlage ausgestattet. Dieser Schleusenbetrieb ist durch den Einsatz modernster Automatisierungstechnik möglich.
Darauf mussten meine Leser geraume Zeit warten. Die Wahrheit ist, dass nicht jeder Ausflug auch zu einem Fundstück führt. So beliebt die Entdeckungen auch sind, wie mir die Klickzahlen verraten. Zumal der Nahbereich ja nun auch nicht so viel Abwechslung bietet. Gestern aber brauchte ich nicht mal die Wesenberger Stadtgrenzen zu verlassen. Das Fundstück wurde mir, der ich im Biergarten am Hafen mal wieder Seltenem frönte, diesmal war ein privatgebrautes Hefeweizen mit dem klangvollen Namen „Affengeil“ am Hahn, quasi angestrampelt.
Ich hatte es ja erst auf die Wirkung des gehopften Getränkes geschoben. Aber, ich hatte ja nur eines. Jedenfalls sah ich plötzlich einen Miniaturschaufelraddampfer im Hafen der Woblitzstadt anlegen. Nachdem ich Halluzinationen ausgeschlossen hatte, habe ich mich unmittelbar an die Wasserkante begeben. Tatsächlich hatte da ein fahrradtrainiertes Urlauberpärchen ein schwimmendes Ferienhäuschen namens „Lütt Hütt“ mit alleiniger Beinkraft durch die Kleinseenplatte bis ans Wesenberger Gestade getrieben. Und sei gut vorangekommen, wie ein Blitzinterview mit dem kommunikationsfreudigen Kapitän ergab. Schlafkabine, Kocher, Badeleiter, alles vorhanden. Selbst vom Duschen an Bord wurde gesprochen, wobei mir da die Phantasie fehlte und ich auch nicht intim werden wollten. Der Clou: Jeder tritt für sich allein. Strampelt der eine rück- und der Partner vorwärts, dreht sich die Schwimmhütte auf der Stelle.
Fünf derartige innovative Tret-Domizile seien bei der Rechliner Woterfitz GmbH zu haben. Was mein Gesprächspartner betonte: Damit könne man auch in Gewässer vorstoßen, die für Motorboote gesperrt seien. Mehr Ruhe, mehr Erholung, mehr für sich, weniger Umweltbelastung seien kaum denkbar. In die abschließbare Kabine durfte ich nicht schauen, wahrscheinlich waren die Betten nicht gemacht. Vielleicht hätte ich mich doch als Hafenmeister ausgeben sollen, wie mir im Erstkontakt unterstellt. Den Tretbootfahrern wünsche ich einen auf jeden Fall noch schönen Urlaub. Gute Wahl, das Wasserfahrzeug!
Für den heutigen Tag sagt der Deutsche Wetterdienst auch für Mecklenburg und Nordrügen gebietsweise schwere Sturmböen voraus. Die Wasserschutzpolizei MV warnt die Sportbootführinnen und Sportbootführer sowie Wassersportler im Land Mecklenburg-Vorpommern davor, sich bei der derzeitigen örtlichen Unwetterlage in und auf der Ostsee oder den Binnenseen aufzuhalten.
In der vergangenen Woche kamen Skipper aufgrund der Wetterlage in gefährliche Situationen. So kenterte am vergangenen Wochenende ein Ehepaar mit seinem Sportboot bei 7 Beaufort auf dem Schweriner Innensee. Beide konnten wohlbehalten gerettet werden. Ähnliches passierte einem Segler auf dem Plauer See. Acht Schweriner verspürten am gleiche Wochenende bei bis zu einem Meter hohen Wellen mit Kanus auf den Großen Sternberger See Abenteuerlust. Während der Fahrt kenterten zwei Boote. Glücklicherweise konnten alle Kanuten gerettet werden.
Auch für Badende ist die derzeitige Wetterlage nicht ungefährlich. Also: Lassen Sie bis zur Wetterberuhigung die Boote festgemacht! Gehen Sie bei Gewitter oder Orkan nicht baden und betreiben Sie keinen Wassersport!