Für den „Berufsverkehr“ hat die Strasener Schleuse schon mal geöffnet. Ab 1. April können dann auch Einheimische und Touristen auf ihren Wasserwanderwegen überall in der Kleinseenplatte die Schleusen passieren (Strelitzius berichtete).
Danke an meinen Blogpartner Ralf Milbredt, der wieder mit dem Kajak unterwegs war und zum Abschluss einen Sprung in die noch eiskalten Fluten (9 Grad) gewagt hat, für die Schnappschüsse zum Frühlingsanfang.
Eine nicht alltägliche Hochzeit haben am Wochenende Alexandra und Peter Rusch aus Ahrensberg gefeiert. Auf dem Wasserweg ist die 42 Personen zählende Festgesellschaft vom Heimatdorf der Brautleute nach Wesenberg gelangt. Sie verteilte sich auf vier Flöße, drei Motorboote, ein Wasserpolo-Boot, ein Stand up Paddle Board, ein Kanu, einen Outrigger-Kanadier und sechs Kajaks. Peter Rusch ist seit Jahren begeisterter Paddler, unter den Gästen der Hochzeit waren weitere Wassersportler, wie mir die Tochter des Brautpaares Maxi Hempel berichtete.
Auf dem Weg zur Trauung auf der Burg der Woblitzstadt war die Wesenberger Schleuse zu passieren. Früher musste hier Bier und Schnaps als Zoll an den Schleusenwärter entrichtet werden, so war es Tradition, und der Alkohol wurde auch gleich verkonsumiert. Das geht heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr. Für den Feierabend haben Alexandra und Peter Rusch aber ein hochprozentiges Schlückchen bei Schleusenwärter Andreas Zander gelassen.
Nach der Eheschließung und einem Imbiss ging es vom Wesenberger Hafen über Woblitz und Obere Havel via Schleuse wieder retour nach Ahrensberg, wo dann ausgiebig gefeiert wurde. Herzlichen Glückwunsch an die frischgebackenen Eheleute auch von Strelitzius.
Jubel im Wesenberger Burghof.Vor der Schleuse……in der Schleuse……im Wesenberger Hafen……und nach der Trauung auf dem Rückweg.
Die neugebaute Schleuse Kannenburg zwischen Großem Kuhwallsee und Großem Lankensee, Eingangsschleuse der Templiner Gewässer, ist fertig. Mit der letzten baurechtlichen Abnahme kann die Schleuse im Landkreis Uckermark nun wieder in Betrieb genommen werden. Bis zum 30. November täglich von 9.30 bis 18 Uhr wird die Schleuse mit Personal des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel besetzt sein und im halbautomatischen Selbstbedienungsbetrieb als Probebetrieb laufen.
Edgar Enderlein, Leiter des Fachbereiches Wasserstraßen: „Aus einer ehemals handbetriebenen und veralteten Schleuse ist jetzt eine halbautomatische fernüberwachte Selbstbedienungsschleuse geworden. Ab der nächsten Sportbootsaison können die Wassersportlerinnen und Wassersportler die Vorteile nutzen.“
Vom 22.12.2017 bis 17.10.2023 wurde die Schleuse Kannenburg, die in den Templiner Gewässern bei Kilometer 3,60 liegt, planmäßig für den Schiffsverkehr gesperrt (Strelitzius berichtete). In dieser Zeit erfolgten die Sicherung der alten Schleuse und die Planung des Ersatzneubaues nach dem aktuellsten Stand der Technik. Nach den abgeschlossenen Genehmigungsverfahren durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt begann die Ausführung der Baumaßnahme. Der Ersatzneubau der Schleuse ist eine Unterhaltungsmaßnahme des Bundes auf der Grundlage des Wasserstraßengesetzes (WaStrG).
Der Bau erfolgte als Spundwandschleuse mit massiven Schleusenhäuptern und ist als nutzerbediente Schleuse im halbautomatischen Betrieb mit erneuerten Vorhäfen, Schleusenbetriebsgebäude und einer Überführungsanlage ausgestattet. Dieser Schleusenbetrieb ist durch den Einsatz modernster Automatisierungstechnik möglich.