Die Renaissance Wasserburg Spantekow bei Anklam. Foto: Der Gutshauspod
Am 21. und 22. Juni ist es wieder so weit: Denkmalgeschützte Gutshäuser, Schlösser und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern öffnen jeweils ab 11 Uhr ihre Tore und Türen für das Publikum. Zum 18. Mal findet das Kulturerbe-Festival statt, bei dem die Besucherinnen und Besucher rund 400 Jahre Gutshaus-Geschichte genauso wie moderne Betreiber-Konzepte hautnah erleben können. 74 Häuser in sieben Regionen sind in diesem Jahr dabei. Erstmals öffnet rund ein Drittel der teilnehmenden Gutshäuser an beiden Tagen. Auch neu: Die Bustouren gibt es in diesem Jahr nicht nur ab Rostock, sondern auch ab Wismar, Schwerin, Greifswald und Neubrandenburg.
Was war das gestern für ein herrlicher Abend auf der Wesenberger Burg! Nach mehr als zehn Jahren habe ich in meiner Heimatstadt mal wieder aus meinen Glossen lesen dürfen. Der Burgverein hatte mich eingeladen, und die Besucher dürften voll auf ihre Kosten gekommen sein. Jedenfalls habe ich das von allen Seiten in der Pause und danach bescheinigt bekommen. Meine Mitmenschen waren ein großartiges Publikum, und so mancher hat sich bis hin zur Schnappatmung in meinen Zeilen wiederentdeckt.
Die Stadt Burg Stargard plant, die Qualität der Verbindung zwischen Burg und Innenstadt zu erhöhen. Dazu soll die Burgstraße, die bereits 1996/97 mit Städtebaufördermitteln saniert wurde, ein zusätzliches Granitplattenband erhalten, um Barrierefreiheit herzustellen.
Die bestehende Oberfläche mit unregelmäßigem Feldsteinpflaster mit teilweise großen Fugen und Absätzen erschwert vor allem Personen mit motorischen Einschränkungen die Bewegung in diesem Straßenabschnitt. Das geplante Laufband aus Granitplatten wird mit einer Breite von einem Meter in den Straßenkörper eingebettet. Außerdem sollen Sitzbänke aufgestellt werden, um vor allem älteren sowie mobil eingeschränkten Besuchern das Einlegen von Ruhepausen beim Aufstieg zum Burggelände zu ermöglichen.
Am Aufgang zur Wesenberger Burg ist wahrscheinlich gestern Abend ein Hakenkreuz auf eine Infotafel geschmiert geworden. Mitglieder des Wesenberger Burgvereins, die zur vermutlichen Tatzeit in ihrem Raum auf der Burg zusammensaßen, entdeckten im Anschluss die Straftat und informierten unverzüglich die Polizei. Die Beamten nahmen die Anzeige auf und deckten das verfassungsfeindliche Symbol zunächst einmal ab.
Vereinsvorsitzender Axel Hirsch äußerte sich gegenüber Strelitzius empört: „Ich verurteile Schmierereien und die damit einhergehende Sachbeschädigung generell. Aber Nazi-Symbole gehen gar nicht und haben in unserer Stadt ebenso wenig etwas zu suchen wie die Chaoten, die solche Taten begehen. Das ist einfach abartig.“
Bürgermeister Steffen Rißmann hatte noch in der Nacht von dem Vorfall erfahren und heute Morgen den Regiehof mit der Beseitigung der Schmiererei beauftragt. Der verfügt neuerdings über ein Spezial-Gel, das sich bei dieser Gelegenheit gleich bewährt hat. Die Kommunalarbeiter haben, einmal dabei, auch noch das Umfeld der Burg abgesucht, um eventuell weitere Verunstaltungen zu entdecken. Zum Glück sind sie nicht fündig geworden.
Am vergangenen Sonntag gingen um die Mittagszeit mehrere Notrufe in der Einsatzleitstelle Neubrandenburg ein. Die Anrufer meldeten zunächst eine auffällige Person auf dem Burggelände in Penzlin, die dortige Passanten belästigen soll und vermutlich unter dem Einfluss vom Betäubungsmitteln stehen könnte. Auf dem Burggelände lägen verstreut Gegenstände der Person. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass sich eine männliche Person auf der dortigen Bundesstraße befinden soll. Die Person sei lediglich mit einer Unterhose bekleidet und würde den Verkehr stören.
Eingesetzte Kräfte des Polizeireviers Röbel und Neustrelitz kamen vor Ort und konnten die Person, wie in den Notrufen beschrieben, auf einem Feld neben der B192 aus Penzlin in Richtung Neubrandenburg feststellen. Bei der Person handelte es sich um einen 44-jährigen Deutschen, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Aus diesem Grund wurde ein Rettungswagen hinzugezogen und die Person in ein Krankenhaus verbracht.
Weiterhin wurde das Burggelände nach persönlichen Sachen der Person abgesucht. Die Beamten konnten mehrere Bekleidungsgegenstände sowie einen E-Roller einsammeln.
Eine nicht alltägliche Hochzeit haben am Wochenende Alexandra und Peter Rusch aus Ahrensberg gefeiert. Auf dem Wasserweg ist die 42 Personen zählende Festgesellschaft vom Heimatdorf der Brautleute nach Wesenberg gelangt. Sie verteilte sich auf vier Flöße, drei Motorboote, ein Wasserpolo-Boot, ein Stand up Paddle Board, ein Kanu, einen Outrigger-Kanadier und sechs Kajaks. Peter Rusch ist seit Jahren begeisterter Paddler, unter den Gästen der Hochzeit waren weitere Wassersportler, wie mir die Tochter des Brautpaares Maxi Hempel berichtete.
Auf dem Weg zur Trauung auf der Burg der Woblitzstadt war die Wesenberger Schleuse zu passieren. Früher musste hier Bier und Schnaps als Zoll an den Schleusenwärter entrichtet werden, so war es Tradition, und der Alkohol wurde auch gleich verkonsumiert. Das geht heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr. Für den Feierabend haben Alexandra und Peter Rusch aber ein hochprozentiges Schlückchen bei Schleusenwärter Andreas Zander gelassen.
Nach der Eheschließung und einem Imbiss ging es vom Wesenberger Hafen über Woblitz und Obere Havel via Schleuse wieder retour nach Ahrensberg, wo dann ausgiebig gefeiert wurde. Herzlichen Glückwunsch an die frischgebackenen Eheleute auch von Strelitzius.
Jubel im Wesenberger Burghof.Vor der Schleuse……in der Schleuse……im Wesenberger Hafen……und nach der Trauung auf dem Rückweg.