Am Sonnabendvormittag fiel einem 42-Jährigen auf seiner Motorhaube ein etwa 20 mal 20 Zentimeter großes Hakenkreuz auf, das dort eingeritzt wurde. Während der Anzeigenaufnahme am Sonnabendnachmittag wurde als möglicher Tatort und Tatzeitraum der Freitagabend etwa zwischen 18 Uhr und 21.15 Uhr angegeben. In diesem Zeitraum stand der schwarze Skoda Octavia mit MST-Kennzeichen nahe des Stadions im Neubrandenburger Kulturpark in der Parkstraße.
Am Aufgang zur Wesenberger Burg ist wahrscheinlich gestern Abend ein Hakenkreuz auf eine Infotafel geschmiert geworden. Mitglieder des Wesenberger Burgvereins, die zur vermutlichen Tatzeit in ihrem Raum auf der Burg zusammensaßen, entdeckten im Anschluss die Straftat und informierten unverzüglich die Polizei. Die Beamten nahmen die Anzeige auf und deckten das verfassungsfeindliche Symbol zunächst einmal ab.
Vereinsvorsitzender Axel Hirsch äußerte sich gegenüber Strelitzius empört: „Ich verurteile Schmierereien und die damit einhergehende Sachbeschädigung generell. Aber Nazi-Symbole gehen gar nicht und haben in unserer Stadt ebenso wenig etwas zu suchen wie die Chaoten, die solche Taten begehen. Das ist einfach abartig.“
Bürgermeister Steffen Rißmann hatte noch in der Nacht von dem Vorfall erfahren und heute Morgen den Regiehof mit der Beseitigung der Schmiererei beauftragt. Der verfügt neuerdings über ein Spezial-Gel, das sich bei dieser Gelegenheit gleich bewährt hat. Die Kommunalarbeiter haben, einmal dabei, auch noch das Umfeld der Burg abgesucht, um eventuell weitere Verunstaltungen zu entdecken. Zum Glück sind sie nicht fündig geworden.
Das Denkmal von Karl Marx in Neubrandenburg ist erneut Ziel von Vandalismus geworden. Bereits zum dritten Mal wurde das Denkmal am Arm beschädigt. Dieses Mal wurde es zusätzlich mit einem Hakenkreuz beschmiert (Strelitzius berichtete).
„Dieses Denkmal, wie auch andere Skulpturen in unseren Parks, ist nicht nur ein Symbol unserer Geschichte, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Stadtgestaltung. Solche Kunstwerke tragen zur Identität unserer Stadt bei und bieten den Bürgerinnen und Bürgern Orte der Begegnung, des Nachdenkens und des kulturellen Austauschs“, sagt Oberbürgermeister Silvio Witt. „Wir geben dem Vandalismus nicht nach und lassen nicht zu, dass solche Taten unser Zusammenleben und unseren Respekt für die Geschichte und die Menschen, die sie geprägt haben, untergraben. Nach dem letzten Vorfall hatten wir umfangreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen und können so dieses Mal unter anderem den Tatzeitraum einschränken.“
Am gestrigen Abend gegen 18.15 Uhr, informierte ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung Neubrandenburg die Polizei über eine Sachbeschädigung an der Karl-Marx-Statue am Schwanenteich. Durch bislang unbekannte Täter wurde der rechte Arm der Statue beschädigt. Des Weiteren wurde der Torso mit einem ca. 0,50m mal 0,50m großen schwarzen Hakenkreuz beschmiert. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 500 Euro geschätzt.
Erst im März dieses Jahres hatte die Karl-Marx-Statue wieder ihren angestammten Platz am Schwanenteich in Neubrandenburg eingenommen. Bereits zum zweiten Mal musste die Plastik des Bildhauers Gerhard Thieme aus dem Jahr 1969 in Folge einer gewaltsamen Abtrennung des rechten Armes rekonstruiert werden.
Die Kriminalpolizei Neubrandenburg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter 0395/55825224, die Internetwache der Landespolizei unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Heiko Kärger, hat sich bestürzt über das Hissen der Hakenkreuzflagge am Bahnhof in Neubrandenburg (Strelitzius berichtete) geäußert. In einem Statement heißt es: „Wer den Mut hat hinzusehen, für den sind die Spuren, die das NS-Regime in unserer Region und dieser Stadt hinterlassen haben, allgegenwärtig. Hier wurden bis zuletzt neue Flugzeuge entwickelt und getestet, die im Laufe des Krieges hunderttausendfach den Tod brachten. Auf dem Tollensesee dieser Stadt wurden neue Torpedos erprobt, deren Aufgabe die Auslöschung von Leben war.
Im KZ-Außenlager ‚Waldbau‘ vor den Toren dieser Stadt mussten Frauen und Mädchen mit primitivsten Mitteln Fertigungsstätten für die Rüstungsindustrie in den Waldboden graben. Viele überlebten diese Arbeit nicht oder wurden, am Ende ihrer Kräfte und damit für die Kriegswirtschaft nutzlos, zurück ins Stammlager Ravensbrück transportiert. Zur ‚Vernichtung‘, wie es im damaligen Sprachgebrauch hieß. Etwa 28.000 Frauen und Mädchen kamen hier ums Leben. Mütter, Schwestern und Töchter.
Der Mann, der als Kommandeur des Wachbataillons ‚Berlin‘ maßgeblich zur Niederschlagung des Umsturzversuches nach dem Attentat auf Hitler beitrug – er war ein Sohn dieser Stadt. Die Wunden, die durch diesen Krieg in zahllose Familien gerissen wurden – sie sind bis heute nicht verheilt. Auch nicht in Deutschland.
Eine kleine Minderheit in diesem Land ignoriert die grausamen Spuren, die dieser Krieg in unserer Region hinterlassen hat. Sie redet das schier unfassbare Leid der Menschen klein. Für sie ist das Hakenkreuz, und alles wofür es steht, ein Symbol für den Wunsch nach einer vermeintlich ‚guten, alten Zeit‘. Diesen Menschen möchte ich sagen: Sie täuschen sich. Das Hakenkreuz steht nur für eine Sache. Es steht für Schande.
Am heutigen Sonnabend gegen 9 Uhr wurde der Polizei bekannt, dass es in der Hans-Beimler-Straße in Waren an der Kranich-Apotheke zu Schmierereien an den Scheiben des Durchgangs zum Hinterhof gekommen ist. Die vor Ort eingesetzten Beamten stellten an mehreren Schaufensterscheiben ein Hakenkreuz (Größe 50 x 50 cm), die Buchstaben „NR“ und weitere nicht einzuordnende Schmierereien in der Gesamtgröße von 1,5 x 3 Metern fest. Betroffen waren insgesamt drei Schaufensterscheiben im Durchgang, die von der Straße nicht einsehbar sind. Die bisher unbekannten Täter benutzten schwarze Sprühfarbe.
Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 50 Euro. Eine Beseitigung wurde veranlasst. Die Tatzeit konnte auf die vergangene Nacht zwischen 22 Uhr und 2 Uhr eingeschränkt werden. Eine Strafanzeige wurde aufgrund des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg ermittelt.
Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an das Polizeihauptrevier Waren unter 03991-1760, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.