Die Stadt Neustrelitz ist wieder handlungsfähig. Nach monatelanger Patt-Situation zwischen Stadtvertretung und Verwaltung (Strelitzius berichtete) ist der Haushalt 2026 gestern Abend einschließlich der haushaltsbegleitenden Maßnahmen in leicht modifizierter Form, die ja Stein des Anstoßes waren, von den Abgeordneten beschlossen worden. Das Votum fiel bis auf eine Enthaltung einstimmig aus.
Mit einem „Statement der unternehmerischen Freiheit“ wendet sich die gewerbliche Wirtschaft des östlichen Mecklenburg-Vorpommerns an die Politik in Europa, der Bundesrepublik, Mecklenburg-Vorpommern und die Gesellschaft. IHK-Präsident Krister Hennige hat dieses Statement während des heutigen Wirtschaftsempfangs der IHK Neubrandenburg der Öffentlichkeit vorgestellt.
Am Rand des Oberliga-Spiels zwischen der TSG Neustrelitz und dem SV Siedenbollentin am vergangenen Freitag ist es zu einer Sachbeschädigung am Fahrzeug von Ex-TSG-Spieler Tom Kliefoth gekommen, der seit dieser Saison für die Siedenbollentiner aufläuft. Die TSG Neustrelitz hat ein Statement abgegeben:
Der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Heiko Kärger, hat sich bestürzt über das Hissen der Hakenkreuzflagge am Bahnhof in Neubrandenburg (Strelitzius berichtete) geäußert. In einem Statement heißt es: „Wer den Mut hat hinzusehen, für den sind die Spuren, die das NS-Regime in unserer Region und dieser Stadt hinterlassen haben, allgegenwärtig. Hier wurden bis zuletzt neue Flugzeuge entwickelt und getestet, die im Laufe des Krieges hunderttausendfach den Tod brachten. Auf dem Tollensesee dieser Stadt wurden neue Torpedos erprobt, deren Aufgabe die Auslöschung von Leben war.
Im KZ-Außenlager ‚Waldbau‘ vor den Toren dieser Stadt mussten Frauen und Mädchen mit primitivsten Mitteln Fertigungsstätten für die Rüstungsindustrie in den Waldboden graben. Viele überlebten diese Arbeit nicht oder wurden, am Ende ihrer Kräfte und damit für die Kriegswirtschaft nutzlos, zurück ins Stammlager Ravensbrück transportiert. Zur ‚Vernichtung‘, wie es im damaligen Sprachgebrauch hieß. Etwa 28.000 Frauen und Mädchen kamen hier ums Leben. Mütter, Schwestern und Töchter.
Der Mann, der als Kommandeur des Wachbataillons ‚Berlin‘ maßgeblich zur Niederschlagung des Umsturzversuches nach dem Attentat auf Hitler beitrug – er war ein Sohn dieser Stadt. Die Wunden, die durch diesen Krieg in zahllose Familien gerissen wurden – sie sind bis heute nicht verheilt. Auch nicht in Deutschland.
Eine kleine Minderheit in diesem Land ignoriert die grausamen Spuren, die dieser Krieg in unserer Region hinterlassen hat. Sie redet das schier unfassbare Leid der Menschen klein. Für sie ist das Hakenkreuz, und alles wofür es steht, ein Symbol für den Wunsch nach einer vermeintlich ‚guten, alten Zeit‘. Diesen Menschen möchte ich sagen: Sie täuschen sich. Das Hakenkreuz steht nur für eine Sache. Es steht für Schande.
Nach der teilweisen Wahlverschiebung in Neubrandenburg (Strelitzius berichtete) hat sich Oberbürgermeister Silvio Witt an die Bürgerinnen und Bürger gewandt:
Freie Wahlen sind das höchste Gut der Demokratie. Daher müssen Bürgerinnen und Bürger darauf vertrauen können, dass Wahlen nach fest geregelten Abläufen und im gesetzlichen Rahmen stattfinden.
Dazu zählen selbstverständlich korrekte Stimmzettel. Leider ist uns bei der Erstellung der Stimmzettel für die Wahl zur Stadtvertretung im Wahlbereich 1 (dazu zählt unter anderem die Oststadt) ein Fehler unterlaufen. Zwar wurde dieser vor der Wahl entdeckt, jedoch haben schon zahlreiche Briefwählerinnen und -wähler ihre Stimme abgegeben, so dass das Innenministerium, die Rechtsaufsichtsbehörde unserer Stadt, in Abstimmung mit der Stadt die Wahl zur Stadtvertretung im Wahlbereich 1 abgesagt und diese Stimmen somit für ungültig erklärt hat und nunmehr für den Wahlbereich 1 die Wahl zur Stadtvertretung zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden muss. Über den Wahltermin entscheidet die aktuelle Stadtvertretung in der kommenden Woche.
Sicher können Sie sich vorstellen, wie sehr uns dieser Fehler ärgert und ich sichere Ihnen zu, dass wir unsere internen Abläufe dementsprechend prüfen und optimieren werden. Gleichzeitig haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung in meiner Amtszeit rund zehn Wahlen vorbereitet und durchgeführt und dies ohne besondere Vorkommnisse. Daher sehe ich unser Haus trotz des aktuellen Vorfalls auch beim Thema Wahlen gut aufgestellt.
Mit einer leuchtenden Farbtreppe setzt das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz seit heute ein deutliches Zeichen für gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz. Die Aktion findet im Kontext der deutschlandweiten Demonstrationen für Demokratie sowie der ab März stattfindenden Wochen gegen Rassismus, des Diversity Month und des Pride Month statt.
„Wir möchten mit der Farbtreppe schlicht und einfach signalisieren, dass unser Team und unsere Einrichtung für Weltoffenheit, Pluralismus und demokratische Werte steht.“ so Geschäftsführerin Dorothea Klein-Onnen. Neben diesem visuellen Statement beteiligt sich das Kulturquartier in der kommenden Zeit wieder mit Medienpräsentationen und Veranstaltungen an den Wochen gegen Rassismus, den Büchertagen und dem Diversity Month.
Die Farbtreppe konnte dank der finanziellen Unterstützung der Neuwo mbH realisiert werden, wofür sich das Kulturquartier bedankt..