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Borwinheim, Deutsche Tanzkompanie, Genesis, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Werkeinführung

Die Anfänge der Welt und der Menschheit, von nichts weniger erzählt das Tanzprojekt „Genesis“ der Deutschen Tanzkompanie. Wo kommen wir her? Warum tut der Mensch Böses? Lange schon hegte Tänzer und Choreograph Vinícius da Silva den Wunsch, den Stoff zu verarbeiten. Mit der Livemusik an Orgel und Klavier von Lukas Storch, Kantor der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Strelitzer Land sowie Kreiskantor in den Regionen Strelitz und Stargard, werden die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzkompanie im Neustrelitzer Borwinheim am 6. Juni die Urgeschichte auf der Bühne entstehen lassen.
Ein erster Eindruck lässt sich am 10. Mai um 11.30 Uhr in der öffentlichen Werkeinführung mit dem Inszenierungsteam gewinnen. Sie findet gleichfalls im Borwinheim, statt. Der Eintritt ist frei.
„Wann haben Sie sich das letzte Mal mit dem Alten Testament beschäftigt? Das 1. Buch davon, Genesis, ist Anstoß für da Silvas Tanzprojekt. Keine Sorge, gemeinsam werden wir in dem Vormittag auf die Reise in die Anfänge der Schöpfung gehen und kulturell dabei mitunter erstaunliches entdecken. Unser Verständnis von Zeit und Schöpfung als ultimativer Anfang der Welt ist vielleicht durch die Moderne geprägt, auch unser Verständnis von Sünde und Vergeltung im Alten Testament“, heißt es in der Einladung.
Einzutauchen in das Umfeld der Entstehung der Bibel voller altorientalischer Vorstellungen, enthüllt Verblüffendes. Was bedeuten eigentlich die Namen Adam und Eva, war also der erste Mensch ein Mann, oder doch nicht? Wo finde ich diesen Garten Eden? Genesis, wörtlich übersetzt Entstehung, bezeichnet das erste Buch des Alten Testaments. Wenn es um die Bibel geht, werden meistens die Erzählungen der Genesis besprochen. Im Judentum ist es eine häufig herangezogene Schrift und im Islam spielt der Text eine zentrale Rolle für biblische Bezüge im Koran.
Sein zu wollen wie Gott, kann als Urlüge des Menschen gesehen werden – der Einsatz von Gewalt als Mittel der Selbstbehauptung im Verhalten zum Mitmenschen als Ausdruck davon. Dementgegen steht die Kraft menschlicher Liebe und Bindung. Die Choreographie von Vinícius da Silva erzählt hiervon und schafft im Tanz Erfahrungen jenseits der Worte und Musik.