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Stipendiatin Jette Albrecht mit Schulleiter Henry Tesch und Andrea Binkowski, Vorstand Schulverein Carolinum.

Mit einem hervorragenden Abiturdurchschnitt von 2,2 verabschiedet das Gymnasium Carolinum seinen Abiturjahrgang 2026. Nach vier Kurshalbjahren mit unzähligen Klausuren, Tests, Studienaufgaben und Projekten haben über 100 Carolinerinnen und Caroliner ihre Abiturprüfungen erfolgreich bestanden. Insgesamt waren dafür über 350 schriftliche und nahezu 250 mündliche Prüfungen zu absolvieren.

Auch wenn in diesem Jahr nur ein Schüler die Traumnote 1,0 erreichte, können sich weitere 34 Absolventinnen und Absolventen über einen Notendurchschnitt von besser als 2,0 freuen.

Für viele Abiturientinnen und Abiturienten geht mit dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife nach zwölf Jahren intensiven Lernens ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Auf ihrem Weg zum Abitur nutzten zahlreiche Schülerinnen und Schüler neben dem Unterricht, der Unterstützung ihrer Lehrkräfte und gegebenenfalls Nachhilfe auch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Verantwortungsvoll eingesetzt, erwies sie sich für viele als hilfreiche Ergänzung beim Lernen und bei der Vorbereitung auf die Prüfungen.

Am heutigen Freitag überreichte Schulleiter Henry Tesch im Beisein von Eltern, Familien, Freunden sowie zahlreichen Gästen die Abiturzeugnisse. Die feierliche Veranstaltung wurde vom Ensemble des Gymnasiums Carolinum unter der Leitung von Laura Gust musikalisch umrahmt.

Die Dankesworte der Schülerschaft sprachen Jette Albrecht und Toni Schuldt. In ihrem Rückblick auf sechs gemeinsame Jahre am Carolinum erinnerten sie an viele bewegende, schöne und herausfordernde Momente. Gleichzeitig brachten sie ihren Dank gegenüber der Schule und ihren Familien sowie ihre Freude zum Ausdruck, mit dem bestandenen Abitur nun ihre eigenen Wege gehen zu können.

Schulleiter Tesch: Kein Schlusspunkt, ein Doppelpunkt

Schulleiter Henry Tesch stellte seine Festrede unter drei Begriffe, die sich wie ein roter Faden durch den Nachmittag zogen: Mut. Menschlichkeit. Miteinander. „Heute ist kein Schlusspunkt“, sagte er zu den Absolventinnen und Absolventen. „Heute ist ein Doppelpunkt. Denn das Entscheidende beginnt erst jetzt.“

Dabei würdigte er zunächst die Leistung der jungen Menschen. Das Abitur sei weit mehr als ein Zeugnis über schulische Leistungen. Es erzähle von Ausdauer, Fleiß und Disziplin, aber ebenso von Zweifeln, langen Lernabenden und der Bereitschaft, immer wieder neu anzufangen. „Sie dürfen heute stolz auf das sein, was Sie erreicht haben – nicht, weil Ihnen etwas geschenkt wurde, sondern weil Sie sich diesen Tag Schritt für Schritt erarbeitet haben“, sagte Tesch.

Immer wieder verband der Schulleiter nachdenkliche Gedanken mit einem Augenzwinkern. So erinnerte er daran, dass sich hinter einer angekündigten „kleinen Lernkontrolle“ aus Sicht vieler Schülerinnen und Schüler manchmal eine erstaunlich umfangreiche Klausur verborgen habe. Das Schmunzeln im Saal zeigte, dass sich viele in dieser Erinnerung wiederfanden.

Im Mittelpunkt seiner Rede standen jedoch weniger Noten als Werte. „Ein Zeugnis öffnet Türen“, sagte Tesch. „Welcher Mensch durch diese Türen geht, entscheiden allein Sie.“ Gerade in einer Zeit rasanter technologischer Entwicklungen und künstlicher Intelligenz werde Menschlichkeit immer kostbarer. Mitgefühl, Respekt und die Fähigkeit zuzuhören seien Eigenschaften, die keine Maschine ersetzen könne. „Bleiben Sie freundlich, wenn andere unfreundlich sind. Bleiben Sie respektvoll, wenn andere laut werden. Bleiben Sie menschlich, wenn Leistung wichtiger zu werden scheint als der Mensch“, gab er den jungen Erwachsenen mit auf den Weg.

Ebenso eindringlich warb er für Mut – nicht als Abwesenheit von Angst, sondern als Bereitschaft, trotz aller Unsicherheiten den ersten Schritt zu gehen. Lebenswege müssten nicht geradlinig verlaufen. Umwege seien oftmals keine Niederlagen, sondern Teil des Lebens und persönlicher Entwicklung.

Einfach einmal Danke sagen

Besonders bewegend wurde es, als Henry Tesch den Blick auf die Eltern, Großeltern und Familien richtete. Er bat die Absolventinnen und Absolventen, sich den Menschen zuzuwenden, die sie über viele Jahre begleitet, unterstützt und ermutigt haben. „Kein Erfolg entsteht allein. Hinter jedem Schritt stehen Menschen, die mitgegangen sind“, sagte er und lud die jungen Erwachsenen ein, einfach einmal „Danke“ zu sagen.

Auch den Lehrerinnen und Lehrern sprach der Schulleiter seinen Dank aus. Sie hätten ihre Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich begleitet, sondern sie in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt und gefördert. Zum Abschluss seiner Rede kehrte Henry Tesch noch einmal zu den drei Begriffen zurück, die den Nachmittag geprägt hatten: Mut. Menschlichkeit. Miteinander. Diese drei Worte seien weit mehr als gute Wünsche. Sie könnten jungen Menschen Orientierung geben – unabhängig davon, ob ihr Weg sie in ein Studium, eine Ausbildung oder zunächst in die Welt hinaus führe.

Mit lang anhaltendem Applaus verabschiedete das Publikum den Abiturjahrgang 2026. Für die Absolventinnen und Absolventen endet damit zwar ihre Schulzeit am Carolinum. Zugleich beginnt ein neuer Lebensabschnitt – mit vielen Möglichkeiten, neuen Herausforderungen und hoffentlich mit genau den Werten, die ihnen an diesem Tag mit auf den Weg gegeben wurden.

Auch in diesem Jahr würdigten das Gymnasium Carolinum und der Schulverein Carolinum e. V. zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Auszeichnungen für herausragende Leistungen in den verschiedensten Fachbereichen sowie für besonderes Engagement:

Ein einmaliges Stipendium für sehr gute schulische Leistungen und besonderes Engagement für die Schule in Höhe von 1000 €:

• Jette Albrecht

Den Preis für besonderes Engagement für das Gymnasium Carolinum in Höhe von 200 €:

• Erik Jantzen, Karl Friedrich Knüppel, Moritz Wloczyk

Schüler mit dem Durchschnitt 1,0 (250,00 €):

• Leon Vierziger

Auszeichnungen in den Sprachen, Geschichte und Kunst in Höhe von jeweils 200 €:

1) Deutsch in Zusammenarbeit mit dem Buchladen Frau Rilke in Neustrelitz und Schmitt’s Buchhandlung in Mirow: 

Neele Martin

2) Englisch vergeben durch die Landespartnerschaft M/V und Mecklenburg County in North Carolina:

Charlotte Meißner

3) Latein in Kooperation mit dem Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen: 

Albatoul Alsayed

4) Geschichte und Politische Bildung in Kooperation mit dem Historisch-technischen Museum Peenemünde: 

Leon Vierziger

5) Kunst: 

Julian Zander

Weitere Auszeichnungen in Mathematik und den Naturwissenschaften:

1. Buchpreis und Mitgliedschaft Deutscher Mathematiker Verein: 

Leon Vierziger

2. Karl-von-Frisch-Abiturientenpreis für hervorragende Leistungen im Fach Biologie: 

Moritz Wloczyk

3. Buchpreis und Urkunde der Gesellschaft Deutscher Chemiker: 

Greta Dobbert

Urkunde der Gesellschaft Deutscher Chemiker: 

Katalina Sohrweide, Paula Maria Walzer

4. Deutsche Physikalische Gesellschaft

• DPG Buchpreis und DPG Mitgliedschaft: Kimon Koch

• DPG Mitgliedschaft: Charlotte Behrendt, Amy Sophie Gebert, Jan Heymann, Adrian Weinberg, Moritz Wloczyk

5. MINT-Zertifikate: 

Amy Sophie Gebert, Hedwig Schirrmeister, Annabell Körsten, Bruno Hamprecht, Greta Dobbert, Ilka Zacharias, Leon Vierziger, Mia Holz, Moritz Wloczyk.

Hat den Traumnote von 1,0 hingelegt: Leon Vierziger.
Besonders engagiert: eingerahmt von links Erik Jantzen, Karl Friedrich Knüppel, Moritz Wloczyk.
Im Fach Deutsch ausgezeichnet: Neele Martin, flankiert von Buchhändler Peter Schmidt und Lehrerin Anke Strauß.
Für ihre Englisch-Leistungen wurde Charlotte Meißner mit dem Sophie Charlotte Award geehrt.
Albatoul Alsayed wurde für ihre Leistungen im Fach Latein gewürdigt.
Ehrung durch die Gesellschaft Deutscher Chemiker. Links Lehrerin und Koordinatorin Julia Zwerg.
Die Physik-Asse.
Mit MINT-Zertifikaten ausgezeichnet.
Dank an die Tutoren.
Das Ensemble Carolinum unter Leitung von Laura Gust.
Die Abiturienten 2026 auf einen Blick.