Die Deutsche Tanzkompanie hat heute die Proben zum vierten und letzten Teil ihres Elementezyklus aufgenommen. Zur Werkeinführung des Tanzepos „Erde“ in zwei Akten am Mittag im Haus am Neustrelitzer Riefstahlplatz waren auch Medienvertreter eingeladen. Marco Zabel, Geschäftsführender Direktor der Kompanie, verband seine Neujahrsgrüße damit, dass es 2026 zugleich viele gute Wünsche für unsere Erde gebe. Insofern werde sich die Inszenierung von „Erde“ neben dem Element Erde „durch einen starken Blick auf unseren Heimatplaneten auszeichnen“.
Erst schwebt sie, und später geht sie auch noch in die Luft. Die Deutsche Tanzkompanie hat gestern in Neustrelitz in die erste Neuproduktion der Spielzeit 2024/25 eingeführt. Das Tanzstück mit dem verheißungsvollen Titel „Schweben“ soll in schon drei Wochen auf die Bühne gebracht werden. Am 1. November um 19.30 Uhr wird die ca. 40-minütige Produktion erstmalig am Landestheater zur Neustrelitz-Premiere von „Der Tod und das Mädchen“ gezeigt. Eine sehr spannende Paarung, treffen doch völlig unterschiedliche Tanz-Stile aufeinander, wie Marco Zabel, Geschäftsführender Vorstand der Kompanie, betonte.
Bei „Schweben“ handele es sich um ein „geradezu hinreißendes Stück“. Am 8. November wird es mit dem Titelzusatz „Halb du, halb ich“ am Standort der Tanzkompanie am Riefstahlplatz erneut aufgeführt, diesmal in Kombination mit einem Auftritt von Overhead Project aus Köln, das für Aufführungen an der Grenze zwischen zeitgenössischem Zirkus und Tanz steht. Am Ende werden beide Ensembles vereint zu erleben sein. „Geschwebt“ wird auch in Herford und Güstrow, wie mir Marco Zabel sagte.
Seine Vorfreude auf die Arbeit mit der Tanzkompanie hat Torsten Händler gestern bei der Einführung im Ballettsaal zum Ausdruck gebracht. Der bekannte Choreograf, der 2011/12 die künstlerische Leitung der Tanzkompanie für zwei Spielzeiten innehatte und nach Wirken an vielen bekannten Häusern im In- und Ausland jetzt Freiberufler ist, bezeichnete es als spannend, mit Tänzerinnen und Tänzern zu arbeiten, die er nicht kennt und die ihn nicht kennen. Unmittelbar nach der Werkeinführung begannen denn auch die Proben für „Schweben“.
Emotional, nicht ganz ernst, auch skurril
„Die Liebe bringt uns zum Schweben, aber auf dem Weg dorthin gibt es so manche Schwierigkeit zu überwinden. Es ist ein Puzzle, bis man sich gefunden hat, um Liebe zu geben und zu empfangen.“ Bei Schweben handele es sich ergo um ein sehr emotionales Stück, nicht ganz ernst, auch skurril, das zum Schmunzeln anrege. „Die Tänzerinnen und Tänzer geben viel dazu und animieren sich gegenseitig“, so der Choreograf zu seinem Ansatz.
Für die Kostüme sorgt in bewährter Manier Nicola Clarissa Gehring. „Sie werden einfach gehalten sein, ich habe mich vom Hütchenspiel und von den Papiermodepuppen früherer Zeiten inspirieren lassen“, verriet die Kostümbildnerin. Eine Art schwebender Balken, gebaut von Axel Rothe nach einer Idee von Torsten Händler, macht das Bühnenbild aus. Die Truppe verteilte sich für das erste Foto (siehe oben) schon mal auf dem ungewöhnlichen Requisit. Getanzt wird zu einer musikalischen Collage, die von Filmmusik bis zu Klängen von Gabriel Prokofiev reicht, Enkel von Sergei Prokofiev. Das Publikum darf auf jeden Fall gespannt sein. Auch übrigens auf das Tanzpoem „Luft“, um mal weiter in die Spielzeit hineinzuschauen, nach „Feuer“ und „Wasser“ den dritten Teil des vielbeachteten Elementezyklus der Deutschen Tanzkompanie. Dazu demnächst mehr.
Tickets für den 1. November gibt es beim Theaterservice. Für die Aufführung am 8. November bei der Deutschen Tanzkompanie erfolgt an dieser Stelle noch eine gesonderte Mitteilung.
Eine Woche, bevor das neue Tanzpoem „WASSER“ das Licht der Welt erblickt, lädt die Deutsche Tanzkompanie am 6. April um 11.30 Uhr zur öffentlichen Werkeinführung in ihren Ballettsaal am Neustrelitzer Wilhelm-Riefstahl-Platz. Dramaturg Oliver Hohlfeld und Choreograph Lars Scheibner stellen das Konzept der Produktion vor, berichten vom Entstehungsprozess und geben einen Vorgeschmack vor der anstehenden Premiere.
Dabei geht es auch um die Quellen, die alle beteiligten Künstler inspirierten. Die Tänzerinnen und Tänzer der Deutschen Tanzkompanie werden exklusiv erste Ausschnitte aus dem neuen Stück zeigen. Der Eintritt ist frei.