Das sonnendurchflutete Wochenende hat selbst den letzten Stubenhocker ins Freie getrieben, und sei es auch nur bis in den Vorgarten. Mein Korrespondent Ralf Milbredt hat den Wettersegen sportlich quittiert und mir schöne Bilder von der ersten Kajaktour dieses Jahres rund um Priepert geschickt. Auf dem Wasser allein sein mit der unglaublich schönen Natur der Kleinseenplatte, das Erlebnis ist mit Worten kaum zu beschreiben. So wahr ich selbst über viele Jahre begeisterter Paddler war und jetzt aus dem Fahrradsattel genieße.
Liegeplatz in Himmelpfort am Stolpsee. Foto: Tom Sawyer Tours
Das Team der Tom Sawyer Tours hat die Wintermonate genutzt, um die Eröffnung einer neuen Charterstation für die Hausboote vorzubereiten. Das geht aus dem jüngsten Newsletter der Gut Conow Unternehmensgruppe hervor. Ab 1. März bietet das Stolpsee Bootshaus in Himmelpfort einen idealen Ausgangspunkt, um die beeindrucke Natur entlang der Havel zu erkunden.
Kommt Herbst, kommt Spitzkohl. In der Strelitzius-Küche hat der schmackhafte Kegel seinen Stammplatz, da achtet schon die Holde als Chefeinkäuferin drauf. Und hat mir die Woche wieder ein Prachtexemplar ins Haus gebracht. Wobei wir heute kurz davor standen, dem Spitzen nicht die nötige Ehrerbietung zu erweisen. Unser Ausflug nach Himmelpfort zum Sonnetanken hat uns auf eine harte Probe gestellt. Erstmals landeten wir auf der Terrasse der Gaststätte „Zum Stolpseefischer“. Wer da die Speisekarte ignoriert und es bei einem Schoppen Riesling und einem halben Schwarzen vom Hahn belässt, muss schon einigermaßen widerstandsfähig sein.
Aber, Vorfreude, schönste Freude, nicht nur im Advent. Kaum heimgekehrt, war der Spitzkohl auch schon fällig. Wegen Übergewichts wanderte eine Hälfte wieder in den Kühlschrank zur späteren Verwendung, über die wieder hier zu lesen sein wird. Blieben rund 800 Gramm Kohl. Den Strunk habe ich in Teilen mitverwendet, der schnurpst so schön, und das Gemüse in mundgerechte Stücke zerteilt. Dann habe ich 500 Gramm Rinderhack in einer Wokpfanne in zwei Esslöffeln Olivenöl knusprig-braun angebraten, kräftig mit Pfeffer, Salz und Thymian gewürzt, die Kohlschnipsel dazugegeben, einen halben Liter Gemüsebrühe aufgefüllt und das Ganze zehn Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, Nach der Hälfte der Zeit habe ich zwei Teelöffel rosenscharfen Paprika über das Gericht gegeben und alles noch mal gut durchmischt.
Der Clou kommt beim Auftischen. Das ebenso einfache wie köstliche Essen mit einem Klacks Naturjoghurt und Röstzwiebeln krönen. Nachschlag garantiert! Und das Fischrestaurant am Stolpsee läuft uns ja nicht weg. Für alle, die es noch in diesem Jahr kennenlernen wollen: Im Oktober ist an den Wochenenden geöffnet, wie von der freundlichen Bedienung zu erfahren war. Dann folgt die Winterpause.
Morgen dürfte es vielen Menschen beim bundesweiten Warnstreik so ergehen, der den Personennahverkehr lahmlegen soll. Sie warten vergeblich auf den Bus. Einem Erpel in Himmelpfort ist es heute schon passiert, mein „Fundstück“ des Wochenendes.
Die Holde und meine Wenigkeit haben das Federvieh beim Dorfrundgang getroffen. Zu reden über den Fahrplan war mit ihm nicht. Als ich dem Schnatterer allerdings mit der Kamera zu dicht auf den Schnabel gerückt bin, ist er abgehoben. Und davongeflogen. Was den Mitmenschen in deutschen Landen morgen auch nicht vergönnt sein dürfte.
Ich habe heute noch schnell ein Himmelpforter Weihnachtsbier genossen, bevor es aus dem Kalender fällt. Wir sind einander in durchaus empfehlenswerter Umgebung begegnet, weshalb ich es jetzt zu Protokoll gebe. Ortseingangs von Himmelpfort aus Richtung Fürstenberg oder Lychen befindet sich rechterhand das Café & Bistro Hasenheide. Hier stand einst der alte Dorfkonsum, der, zuletzt marode, dem Ort alles andere als zur Zierde gereichte. Es gibt im malerischen Himmelpfort Gaststätten, die hinsichtlich ihrer Lage gesegneter sind, aber wer in der Hasenheide Nummer 21 einkehrt, wird es schwerlich bereuen.
Vor einem guten Jahr ist das moderne Gebäude, das unübersehbar aus seiner Umgebung hervorsticht, fertiggestellt worden. Im vergangenen Sommer hat es einen Betreiberwechsel gegeben. Der neue Wirt Danny Neugebauer hat noch einiges an Veränderung vor, wobei ich nur empfehlen kann, behutsam vorzugehen. Die Holde und meine Wenigkeit sind jedenfalls auf den erlebten Mix zwischen cooler Lounge und Kaffeehaus abgefahren. Ein großzügig bemessenes Außenrevier gibt es auch noch, wo es in den schöneren Jahreszeiten direkt an der Straße mit Sicherheit viel zu sehen gibt.
Der Weihnachtsmann ist in unserer Nachbarschaft angekommen. Alle Jahre wieder hat er sein Postamt mit Weihnachtsmannstube im brandenburgischen Himmelpfort bezogen. Von hier aus beantwortet der bärtige Alte mit seinen Weihnachtsengeln hunderttausende von Briefen, die ihn mit Wünschen aus aller Welt erreichen. Adresse: An den Weihnachtsmann, Weihnachtspostfiliale, 16798 Himmelpfort.
Die Geschichte des Weihnachtsmannes in Himmelpfort reicht 33 Jahre zurück, wie von der Deutschen Post zu erfahren ist: Alles begann im Jahr 1984. Damals schrieben zwei Kinder aus Berlin und Sachsen an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort. Eine Postmitarbeiterin wollte die Briefe nicht mit dem Vermerk „Empfänger unbekannt“ zurückschicken. Deshalb beantwortete sie die Briefe selbst. Die beiden Kinder haben ihren Freunden offensichtlich von der Antwort erzählt. Denn in der folgenden Saison kamen bereits 75 Briefe für den Weihnachtsmann an.
Ab 1990 trafen mehr und mehr Weihnachtsbriefe in Himmelpfort ein, inzwischen sind es pro Jahr rund 300 000, davon 90 Prozent aus Deutschland. Die Deutsche Post reagierte auf das große Interesse und engagierte 1995 erstmals Helferinnen. Seitdem unterstützen sie den Weihnachtsmann in Himmelpfort beim Beantworten der Briefe. Übrigens kann die Weihnachtsmannstube hinter dem Haus des Gastes in der Vorweihnachtszeit täglich ab 10.30 Uhr besichtigt werden. Mein Ausflugstipp! Wo es doch jetzt auch noch schneien soll…
Die Feldberger Kneipp-Frauen-Wandergruppe (Strelitzius berichtete) startet am kommenden Sonnabend zu ihrer ersten Tour. Wie die 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins, Inge Grell, mitteilt, geht es in Fahrgemeinschaften um 14 Uhr vom Parkplatz Edeka mit dem Auto zum Landhaus Himmelpfort. Von dort aus wird die etwa fünf Kilometer lange Runde um den Haussee in Angriff genommen.
Vereinschefin Inge Grell. Foto: privat
„Wir treffen uns zum Genuss-Wandern. Das heißt, nicht Strecke machen ist angesagt, sondern genussvolles miteinander in Bewegung sein, wo auch Platz zum Innehalten, Lauschen, Staunen und Genießen der Schönheit alles Seienden ist. Im Anschluss wollen wir uns, sofern die Tour das ermöglicht, in einer Gaststätte zusammensetzen und in gemütlicher Runde die Wanderung ausschwingen lassen“, so Inge Grell. Jeder könne sich mit seinen Wünschen einbringen. An Wanderzielen mangele es mit Sicherheit in unserer schönen Heimat nicht. Unter info@metamorphosa.de kann man sich auch in einen Verteiler aufnehmen lassen und wird dann vor der jeweils nächsten Wanderung benachrichtigt.