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Essen, Fischrestaurant, Himmelpfort, Leben, Spitzkohl, Stolpsee

Kommt Herbst, kommt Spitzkohl. In der Strelitzius-Küche hat der schmackhafte Kegel seinen Stammplatz, da achtet schon die Holde als Chefeinkäuferin drauf. Und hat mir die Woche wieder ein Prachtexemplar ins Haus gebracht. Wobei wir heute kurz davor standen, dem Spitzen nicht die nötige Ehrerbietung zu erweisen. Unser Ausflug nach Himmelpfort zum Sonnetanken hat uns auf eine harte Probe gestellt. Erstmals landeten wir auf der Terrasse der Gaststätte „Zum Stolpseefischer“. Wer da die Speisekarte ignoriert und es bei einem Schoppen Riesling und einem halben Schwarzen vom Hahn belässt, muss schon einigermaßen widerstandsfähig sein.
Aber, Vorfreude, schönste Freude, nicht nur im Advent. Kaum heimgekehrt, war der Spitzkohl auch schon fällig. Wegen Übergewichts wanderte eine Hälfte wieder in den Kühlschrank zur späteren Verwendung, über die wieder hier zu lesen sein wird. Blieben rund 800 Gramm Kohl. Den Strunk habe ich in Teilen mitverwendet, der schnurpst so schön, und das Gemüse in mundgerechte Stücke zerteilt. Dann habe ich 500 Gramm Rinderhack in einer Wokpfanne in zwei Esslöffeln Olivenöl knusprig-braun angebraten, kräftig mit Pfeffer, Salz und Thymian gewürzt, die Kohlschnipsel dazugegeben, einen halben Liter Gemüsebrühe aufgefüllt und das Ganze zehn Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, Nach der Hälfte der Zeit habe ich zwei Teelöffel rosenscharfen Paprika über das Gericht gegeben und alles noch mal gut durchmischt.
Der Clou kommt beim Auftischen. Das ebenso einfache wie köstliche Essen mit einem Klacks Naturjoghurt und Röstzwiebeln krönen. Nachschlag garantiert! Und das Fischrestaurant am Stolpsee läuft uns ja nicht weg. Für alle, die es noch in diesem Jahr kennenlernen wollen: Im Oktober ist an den Wochenenden geöffnet, wie von der freundlichen Bedienung zu erfahren war. Dann folgt die Winterpause.

