36 Trommeln mit jeweils 500 Metern Kupferkabel sind von der Baustelle eines Solarfeldes in Woldegk gestohlen worden. Gestern Abend erstattete die geschädigte Firma Anzeige bei der Polizei in Friedland. Der Schaden beträgt etwa 9000 Euro. Nach bisherigen Ermittlungen kann der Tatzeitraum auf die Abendstunden des 7. November eingegrenzt werden.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können und zur möglichen Tatzeit verdächtige Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen haben, wenden sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395 55822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.
Freude beim „emevo“-Team über die Zuwendung: Robert Grzesko, Claudia Domröse, Andrea Meifert (von vorn). Foto: emevo
Mit großer Freude hat der Trägerkreis E-Mobilität M-V e.V. am vergangenen Freitag den Fördermittelbescheid für das Projekt „Kompetenzzentrum alternative Mobilität M-V“ erhalten (Strelitzius berichtete). Mit ca. 220.000 Euro wird das Projekt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (EFRE) bis Ende 2021 gefördert.
Bereits seit 2017 ist der Trägerkreis aufklärend und beratend im Bereich der Elektromobilität aktiv. Doch die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es nicht nur eine Antriebsform in Zukunft geben kann. Die Frage der Reichweite und auch die Tank- und Ladeinfrastrukturen spielen bei der Wahl eines geeigneten Fahrzeuges eine wichtige Rolle. Die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität schreiten immer weiter voran. Dazu zählen neben den batteriebetriebenen Fahrzeugen, auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb, oder um es genau zu bezeichnen, Fahrzeuge mit einer Brennstoffzelle.
Parallel werden in der Automobilindustrie synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels entwickelt. Sie werden aus erneuerbarem Strom und Wasserstoff gewonnen und können in Verbrennungsmotoren eingesetzt oder diesen beigemischt werden. Nicht zu vergessen bleibt Erdgas als Antriebsform, welches besonders umweltfreundlich ist, wenn es aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird.
Zusammen bilden diese Antriebsformen umweltfreundliche Alternativen zu den bisherigen Verbrennungsmotoren. Doch bei all den unterschiedlichen Möglichkeiten fällt es nicht leicht den Überblick zu behalten. Daher hat es sich das „Kompetenzzentrum alternative Mobilität M-V“, welches unter der Marke „emevo“ agiert, zur Aufgabe gemacht, der Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns als Ansprechpartner für jegliche Fragen aus dem Bereich der alternativen Mobilität zur Verfügung zu stehen.
Der FV Wokuhl hat alle Veranstaltungen im und um das Bürgerbegegnungszentrum Wokuhl pandemiebedingt abgesagt. Dies betrifft den Adventsbasar am 28. November und im Dezember die Senioren- und die Fußballerweihnachtsfeiern.
Der Skat am 21. November und am zweiten Weihnachtsfeiertag wird ebenfalls nicht stattfinden. Auch hat der Vorstand bereits entschieden, das für den 24. Januar 2021 geplante traditionelle Hallenturnier um den Pokal des Bürgermeisters der Gemeinde Wokuhl-Dabelow zu streichen.
Wenn es die Corona-Lage erlaubt, sollen im Dezember noch folgende Spiele der Männermannschaft ausgetragen werden:
Zu einem räuberischen Diebstahl ist es heute gegen 0.10 Uhr in Neubrandenburg gekommen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen waren die beiden Geschädigten, ein 19-Jähriger und ein 21-Jähriger, zu Fuß in der Rudolf-Virchow-Straße unterwegs. Eine bislang unbekannte männliche Person sprach die beiden jungen Männer an und forderte mit vorgehaltener Schreckschusswaffe die Herausgabe vorhandenen Bargeldes. Um seiner Aufforderung Nachdruck zu verleihen, schoss der Täter einmal in Richtung Erdboden.
Die Geschädigten händigten dem Täter eine geringe Bargeldmenge und einen Rucksack aus. Anschließend entfernte sich der Täter in Richtung der Parkplätze in der Virchow-Straße. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter verlief bislang erfolglos. Bei diesem soll es sich um einen 20 bis 25 Jahre alten und ca. 1,78 Meter großen Mann handeln. Er hat eine schlanke Figur und kurze blonde Haare. Bekleidet war er mit einer dunklen Jacke, einer hellblauen Jeans und einem schwarz-weißen Dreieckstuch mit weißen Punkten, welches er vor dem Gesicht trug.
Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter 0395 55825224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Etwa 370 Personen haben nach Polizeiangaben am Montagabend in der Rostocker Innenstadt, im Rostocker Viertel und im Jahnviertel gegen die Corona-Politik in Deutschland demonstriert. Eine weitere Veranstaltung, die „Corona-Info-Tour“, wurde am Nachmittag durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte untersagt.
Grund dafür war das derzeit geltende Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern. Sowohl der Versammlungsleiter wie auch der stellvertretende Versammlungsleiter sind nicht in MV wohnhaft. „Da nach den vorliegenden Informationen auch keine Ausnahmetatbestände im Sinne der Landesverordnung zum Schutz vor dem Corona-Virus zutrafen, musste den Betroffenen die Einreise nach MV verwehrt werden“, so die Polizei.
Um 18.05 Uhr wurde dem Anmelder telefonisch die Rechtslage mitgeteilt. Die Betroffenen drohten daraufhin eine gerichtliche Klärung an. Der Busfahrer ist trotzdem weiter in Richtung MV gefahren und hat sich dem Verbot der Einreise widersetzt. Der Bus wurde schließlich durch Beamte der Polizeiinspektion Neubrandenburg in Weisdin gestoppt. Den betroffenen Personen wurde erneut die geltende Rechtslage im Sinne der Landesverordnung zum Schutz vor dem Corona-Virus erläutert. Sie widersetzten sich dieser erneut und verblieben in Weisdin, wo sie einen LiveStream geschaltet haben. Bis zu 80.000 Menschen sollen sich zeitweilig diesen angeschaut haben, so die Polizei.
Die traditionelle Neubrandenburger Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht am 9. November 1938 konnte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden. Stattdessen legten Stadtpräsident Dieter Stegemann und Oberbürgermeister Silvio Witt heute in einer sogenannten stummen Veranstaltung ohne Gäste Kränze am Synagogenplatz nieder.
In einer aus Anlass des Gedenkens veröffentlichten Rede stellte der Oberbürgermeister heraus, dass Antisemitismus in Deutschland wieder verstärkt eine Rolle spiele. „Nicht erst seit dem Attentat in Halle fühlen sich viele Menschen jüdischen Glaubens nicht mehr sicher in Deutschland. Unsere Geschichte macht es uns zur Verantwortung, dagegen einzustehen.“ Gerade in sozialen Medien würden Beschimpfungen und Beleidigungen wieder alltäglich und fänden antisemitische Verschwörungstheorien Raum.
„Wir sollten das beklagen und kritisieren“, betonte Witt. „Das ist unsere gemeinsame Aufgabe, genau wie im Fall rassistischer, diskriminierender, oder frauenverachtender Kommentare, egal ob im Internet oder im täglichen Leben. Die Stimme derer, die solche Gedanken ablehnen, die für Akzeptanz und gegenseitigen Respekt stehen, muss ebenso laut und deutlich zu hören sein.“ Die komplette Rede von Silvio Witt hier im Anhang.
Marco Zabel, Stefan Guzu und Klaus Salewski „gratulieren“ vor dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen.
An den Denkmälern in Stavenhagen und Neubrandenburg ist mit Blumen des 210. Geburtstages von Fritz Reuter am 7. November gedacht worden. In der Viertorestadt hatten es sich weder die Fritz-Reuter-Gesellschaft, noch Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt nejhmen lassen zu „gratulieren“. Und trotz coronabedingter Absage der Ehrungsveranstaltung hatten einige Reuter-Freunde den Wall aufgesucht, um – natürlich mit Abstand – dabei zu sein, wie mir mein Blogfreund Marco Zabel, Leiter des Reuter-Literaturmuseums Stavenhagen, berichtet. Eine ebenso stille Zeremonie gab es in in Stavenhagen mit Bürgermeister Stefan Guzu und dem Stadtpräsidenten Klaus Salewski.
Zum 7. November gehört bereits über 20 Jahre eine Festveranstaltung, an die im Corona-Jahr nun aber nicht mehr zu denken war: weder zur Verleihung des 22. Fritz-Reuter-Literaturpreises, noch mit Blick auf den 60. Geburtstag des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. So wurde die Urkunde für den Preisträger 2020, Gisbert Strotdrees, Historiker und Redakteur aus dem westfälischen Münster, für sein 2018 im Ardey Verlag erschienenes Buch „Im Anfang war die Woort – Flurnamen in Westfalen“ per Post „überreicht“ – ein Novum. Das Preisgeld von 2.000 Euro wird überwiesen.
Die Unternehmensmesse des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte findet in diesem Jahr als Onlineveranstaltung statt (Strelitzius berichtete). Auch hier sind die Coronabeschränkungen Anlass, um neue Wege zu gehen und kreative Lösungen zu finden. Lösungen, die auch nach der Pandemie ihren Nutzen entfalten. Die Kollegen vom neueins Regionalfernsehen haben sich auf der Messe bereits umgeschaut, hier ihr Bericht.
Vor der Neubrandenburger Konzertkirche wird die historische Stahlglocke von St. Marien aufgestellt. Foto: Stadtverwaltung
Auf dem Platz vor der Neubrandenburger Konzertkirche wurden in den vergangenen Wochen die Voraussetzungen geschaffen, um dort die historische Stahlglocke von St. Marien aufzustellen. Die Glocke wird auf vier etwa 2,50 Meter hohen Stahlstützen stehen. Am Donnerstag soll das stählerne Geläut mit Hilfe eines Krans aufgesetzt werden.
Spielplatz entsteht
Am Messeplatz im Kulturpark der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg wird gebaut. An dieser Stelle entsteht ein neuer Spielplatz. Etwa 330.000 Euro werden dafür investiert. Gefördert wird das Projekt mit rund 234.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Geplant sind unter anderem eine Spielstrecke mit bekletterbaren Betonskulpturen und Fitnessgeräte. Im Rahmen eines Mehr-Generationen-Projekts wird ein Pavillon entstehen.
Das folgende Rezept kommt vielleicht die eine oder andere Woche zu früh. Die Seenplatte ist auf gutem Weg zum mediterranen Klima, aber meine den mitteleuropäischen Kalender-Jahreszeiten folgende Küche ist da noch störrisch und hat heute das erste Kohlessen erlebt. Prompt wurde uns im Ergebnis bei strahlendem Sonnenschein noch ein bisschen wärmer, und wir haben die Terrassentür weit geöffnet.
Wer glaubt, dass Eintopf schnell hingekocht ist, wird eines Besseren belehrt. Zum Spitzkohlessen sind alles über alles, Kochen ist ja auch keine Sprintdisziplin, zwei Stunden der Zubereitung anzusetzen. Da geben sich aber auch jede Menge Zutaten die Ehre. Zu den Problemen, eine Packung Mungosprossen oder Keimlinge einzukaufen, nur ein Link. Bereits gestern habe ich mich über die Schwierigkeiten ihrer Beschaffung in einer Glosse verbreitet. Und unerwartet mehrere hundert Klicks geerntet, weil unter der Überschrift „Da hört die Freundschaft auf: Wesenberger findet Keimlinge in Neubrandenburg“ offensichtlich ein schwerwiegendes hygienisches Problem vermutet wurde. So ist das mit den leseanreizenden Überschriften, sorry an alle, deren Erwartungen nicht erfüllt wurden. Passiert im Umgang mit der zum Boulevard abdriftenden Presse jeden Tag und soll bei mir trotz des Erfolgs nicht zur Gewohnheit werden. Vorsatz war es gewisslich nicht…
Aber nun wollen wir endlich kochen. Ich habe 500 Gramm Spitzkohl in Streifen geschnitten, eine Zwiebel und fünf Knobi-Zehen gehackt, ein daumengroßes Stück Ingwer gerieben, sechs Frühlingszwiebeln in Rollen und 300 Gramm braune Champignons in Scheiben geschnitten, 400 Gramm Putenbrust geschnetzelt sowie vier kleine Chili-Schoten aus meinem neuen Kräuterhochbeet zerstückelt, wobei die Kerne mit ins Essen gehen. Dann wurden noch zwei kleine Zucchini halbiert und mundgerecht portioniert. Schließlich eine kleine Dose Mais abgießen und Inhalt bereitstellen.