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Ich habe ja an dieser Stelle schon öfter über Beschaffungsprobleme in der Strelitzer Region geseufzt. Nein, es geht hier nicht um Toilettenpapier, Sagrotan oder Trockenhefe. Wobei ich als Biertrinker bei allem Corona-Verständnis ein sehr gespaltenes Verhältnis zum Horten von Hefe habe. Da hört die Freundschaft auf, um mal mit einem Kölner Karnevalspräsidenten zu sprechen, der dem Bier auch nicht abgeneigt ist. Das geht dann doch an die Grundlagen!

Die Freundschaft hört auch auf, wenn am Freitagvormittag gegen 10 Uhr im Neustrelitzer Kaufland zwar Mungobohnenkeimlinge angeboten werden, sprich Sprossen, aber nur per Preisschild vor einem leeren Regal. Die Verantwortliche für Obst, Gemüse und Speisekartoffeln, immerhin war man vermutet unter den ersten Wochenendeinkäufern, machte jedenfalls bei Nachfrage ein Gesicht, als hätte es unsereins nach Fingerwurz, Schlangenbohnen oder Wasserkastanien gelüstet.

Nun stellt uns die vom Landrat verabreichte Empfehlung, die im November gastronomie- und kulturlockdownte sowie auch sonst shoppingarme Seenplatte nicht zu verlassen, im Urlaub durchaus vor Probleme hinsichtlich der Tagesziele. Natur pur haben wir schließlich 365 Tage auch vor der Haustür.

Da fährt man fast schon dankbar mit fünf ergebnislosen Zwischenstationen in Neustrelitz und Burg Stargard nach Neubrandenburg, um als Wesenberger im Bethaniencenter der Viertorestadt nach Sprossen zu fahnden. Wahnsinn, „real“ hatte die Keimlinge in einer auch ansonsten in der Region konkurrenzlosen Obst-und-Gemüse-Abteilung. Ich verneige mich in grenzenloser Dankbarkeit. Was ich mit meiner Beute fabriziert habe, morgen hier im Blog. Kleine Anmerkung: Am Tollensesee spaziert es sich natürlich ebenso toll wie an der Woblitz, zumal bei diesem Wetter.