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Deutschlandpremiere, Kopetzky, Lesung, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Schmitts, Unteres Schloss

Am 14. April wird Steffen Kopetzky erstmals sein neues Buch „Die Harzreise – Eine Deutschlanderkundung“ vorstellen und daraus lesen. „Wir sind stolz darauf, dass die Deutschlandpremiere seines Buches in unserem Mirow stattfindet“, so die Buchhändler Grit und Peter Schmitt – Aula Unteres Schloss, 18.30 Uhr, Eintritt 10 Euro.
Zweihundert Jahre nach Heinrich Heines „Harzreise“ macht sich Steffen Kopetzky, dessen Route folgend, auf durch eine faszinierende deutsche Seelenlandschaft: Im Harz spiegelt sich unser Land – er ist poetischer Märchenort und Brennpunkt der Klimakrise, offenbart historischen Reichtum, Strukturwandel und Armut, war geteilt zwischen Ost und West.
Jener Streifen, der einst die Grenze war, ist heute als „Grünes Band“ einer der erfreulichsten Krafträume der Natur. Kopetzky stößt auf Erinnerungsorte unseres Landes, von Hexentanzplätzen am mythenumwobenen Brocken bis zu legendären Abhörstationen. Und entdeckt riesige Potenziale der Region. Er macht berührend menschliche Erfahrungen, sieht aber auch die Realität einer verunsicherten Gesellschaft, in der das „Deutschtum“ neue Blüten treibt.
Mit dem Echolot des geschichtsbewussten Autors und der Offenheit des Wanderers erkundet Kopetzky nicht nur das so unbekannte eigene Land, sondern auch jenes Lebensgefühl, für das der Harz seit Heines Zeiten steht, eines Sehnsuchtsortes der Freiheit und der seelischen Erneuerung. Ein überraschendes, lebendig erzähltes Reiseabenteuer – und eine Deutschlanderkundung der besonderen Art.
Steffen Kopetzky, geboren 1971, studierte Philosophie und Romanistik in München, Paris und Berlin. Er ist Autor von Romanen, Hörspielen, Radio-Features, Theaterstücken und Reisereportagen. Sein Roman „Monschau“ stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste, ebenso wie „Risiko“, für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien der Roman „Atom“ (2025), über den Die Zeit schrieb: „Kopetzky zu lesen, macht Spaß. Er erzählt schmissig und doch präzise … Aktueller kann ein vermeintlich historischer Roman wirklich nicht sein.“ Kopetzky ist bekannt dafür, komplexe historische Ereignisse in spannende, gut recherchierte Romane zu verwandeln. 2024 wurde Steffen Kopetzky mit dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt geehrt. Er lebt mit seiner Familie in Pfaffenhofen an der Ilm und freut sich auf seinen inzwischen fünften Besuch in Mirow bei den beiden Buchhändlern Grit und Peter Schmitt.